Bewertung: 6

Review: #2.02 Tor zur Finsternis

Foto: Katherine McNamara, Shadowhunters - Copyright: ABC Family/John Medland
Katherine McNamara, Shadowhunters
© ABC Family/John Medland

In #2.02 Tor zur Finsternis dreht sich alles um das Thema Suche. Die Suche nach Jace, nach Camille, nach dem richtigen Platz in der Welt. Wirklich fündig ist dabei keiner geworden, dafür konnten wir einige tolle Actionszenen sehen. "Shadowhunters" hat zwar nach wie vor seine Schwächen, allem voran die Charaktere, die sich bis jetzt noch nicht von allzu vielen verschiedenen Seiten zeigen durften, doch die Serie geht definitiv in die richtige Richtung.

"You have me, and that's not going to change."

Izzy ist wirklich das Herz und die Seele der Gruppe, die alle zusammenhält. Während eigentlich fast jeder andere Charakter zwischenzeitlich mal unsympathisch herüberkam, hat Izzy von der ersten Folge an überzeugt. Zu schade, dass sie in dieser Staffel bis jetzt nur als emotionale Stütze von Clary und Alec herhalten durfte, denn wie man an ihrer kurzen Kampfszene und den früheren Folgen gesehen hat, hat sie um einiges mehr drauf. Trotzdem gehörte ihre Szene mit Clary zu einem meiner Lieblingsmomente der Folge, einfach weil Izzy sich trotz des ganzen Stress im Institut die Zeit nimmt, auf Clary einzugehen, die ja ziemlich offensichtlich von der ganzen Situation überfordert ist und sich unglaublich einsam fühlt. Die beiden haben mir aber von Anfang an sehr gut zusammen gefallen.

Diesmal darf Izzy auch wieder zwischen Clary und Alec vermitteln, der ohne Jace und Magnus mal wieder vergisst, dass Clary nicht der Ursprung allen Übels ist. Ganz unverständlich ist das nicht, mich würde es vermutlich auch nerven, wenn Clary die ganze Zeit dramatisch Jace nachtrauert, während Alec (und die anderen) ihn schon ein Leben lang kennen. Deswegen hat man sich wohl auch besonders Mühe gegeben, die Parabatai-Verbindung zwischen Jace und Alec zu betonen. Immer wieder. Praktischerweise scheint man diese Verbindung auch auf unterschiedlichste Art und Weise nachverfolgen zu können. Diesmal mit einem magischen Stein. Irgendwann mitten in der Szene ist mir aufgefallen, dass es eigentlich gar keinen Grund gab, warum Alec sein Shirt dafür ausziehen musste. Naja, ich will mich nicht beklagen. Nur schien es gegen Ende ganz so, als wäre Alec auf seiner Suche nach Jace doch zu weit gegangen. Mal sehen, was sich in der nächsten Folge daraus entwickelt. Wahrscheinlich können die Schattenjäger Alec gleich mit auf ihre Rettungsliste setzen. Nicht zu vergessen, dass auch Jace die Verbindung gespürt hat.

"I want my old life back."

Von allen verstoßen, hätte einem Clary fast leidtun können - wenn sie kurz darauf nicht schon wieder auf Solomission unterwegs gewesen wäre. Denn das war nur der Beginn einer Reihe (nett ausgedrückt) undurchdachter Entscheidungen von ihr. Zuerst macht sich Clary still und heimlich davon, aber nicht, um sich Izzy und Alec anzuschließen oder alleine nach Jace zu suchen. Nein, sie geht in die Kunstakademie, um zu malen. Okay, Clary steckt gerade verständlicherweise in einer Lebenskrise und sie fühlt sich, als würde sie nirgends dazugehören. Trotzdem hat Izzy es doch nochmal verdeutlicht: Im Institut ist Clary logischerweise am sichersten, also hätte sie sich nicht einfach zusammenreißen und dort malen können? Dass sie sich später dann von Jocelyn und Luke distanziert, ist wiederum sehr verständlich. Jocelyn traue ich nach allem auch nicht mehr so richtig über den Weg und sympathisch kommt sie erst recht nicht rüber. Aber wieso überlegt Clary keine Sekunde, wie es sein kann, dass Dot noch lebt? Noch dazu, wo sie doch damit rechnen kann, dass Valentine hinter ihr her ist? Das war wirklich mehr als leichtgläubig von ihr. Nein, so wirklich überzeugt bin ich von Clary immer noch nicht.

"He'll bring death and destruction."

Naja, immerhin eine gute Sache hatte Clarys Ausflug und zwar, dass sie dadurch doch tatsächlich Jace zur Flucht verhelfen konnte. Der hat trotz Valentines Gehirnwäsche immer noch sehr tapfer an seinen Schattenjäger-Prinzipien festgehalten, auch wenn er langsam unsicher wurde. Trotzdem, von "Tod und Zerstörung", wie Jocelyn seine Zukunft so dramatisch prophezeit hat, fehlt jede Spur. Was war das eigentlich überhaupt für eine lächerlich dramatische Flashback-Szene, als Jocelyn mit Baby-Jace durch den Garten läuft und der alle Blumen zum Verwelken bringt? Immerhin steht das wunderschöne Gewächshaus des Instituts aus der letzten Folge ja noch. Irgendwie passt das doch alles nicht zusammen. So wirklich ernst nehmen konnte ich diese Geschichte auf jeden Fall nicht und ich bin mir sicher, dass da noch mehr dahinter steckt.

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Während Clary mit ihrem neuen Leben hadert, ist Simon dabei, mit seiner neuen Vampir-Existenz klarzukommen. Wie auch schon in den letzten Folgen hat er dabei nicht nur die Lacher, sondern auch die ganzen Sympathiepunkte auf seiner Seite. Obwohl Simon einem am Anfang ja eher leidtun konnte. Erst wird er von Aldertree dazu gezwungen, Informationen über die Vampire preiszugeben und dann wird er von Raphael auf die Suche nach Camille geschickt. Nicht zu vergessen Lukes Werwölfe, die so gar nichts von ihm halten. Armer Simon. Doch Unterstützung kommt von unerwarteter Seite: Magnus, der bei den Schattenjägern und Co. ja überhaupt das Problemlösemittel Nummer 1 zu sein scheint. Nur findet Simon in Indien nicht Camille, sondern seine Vampirkräfte. Auch nicht schlecht und nach dem Fiasko im Werwolfrestaurant war es auch mehr als verdient, dass sein Incanto mal funktioniert. Da konnte man sich gleich mit ihm freuen.

Wirklich gespannt bin ich jetzt auf die Beziehung zwischen Simon und Magnus. Der hat ihm ja angeboten, Simon etwas unter seine Fittiche zu nehmen. Wird auch Zeit, dass das mal einer macht, damit Simon nicht mehr so einsam und verlassen herumstreifen muss. So haben wir auch gleich die Chance, ein bisschen mehr von Magnus zu sehen, als nur die Szenen, in denen er bei irgendeinem Problem hilft oder mit Alec zusammen ist.

Fazit

Hier und da war die Folge ein bisschen zu dramatisch für meinen Geschmack und Clary scheint immer noch nicht allzu viel dazugelernt zu haben. Ansonsten merkt man aber klar, dass Staffel 2 von "Shadowhunters" um einiges runder läuft als Staffel 1. Dabei helfen nicht zuletzt die Spezialeffekte, die viel besser geworden sind und inzwischen richtig toll aussehen. Die nächste Folge wird sich wohl hauptsächlich darum drehen, Jace nach Hause zu bringen, denn inzwischen dürfte bald halb New York hinter ihm her sein.

Denise D. - myFanbase

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