Upfronts 2019 - CBS-Programmplan der TV-Season 2019/2020

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Die größte Herausforderung, die das meistgesehene Network CBS in der neuen Season zu bewältigen hat, ist sicherlich, einen Ersatz für den langlebigen Quotengaranten "The Big Bang Theory" zu finden. Wahrscheinlich hätten sich die Verantwortlichen des Senders gewünscht, dass man irgendwie die guten Quoten, welche die Comedyserie die letzten zwölf Jahre einfahren konnte, behalten kann, doch alles hat ein Ende und somit mussten sich die Verantwortlichen mit neuen Serien etwas einfallen lassen. So versucht man mit altbekanntem vor und hinter der Kamera die Zuschauer bei Stange zu halten. Beispielsweise mit dem aus der Feder von Chuck Lorre stammenden "Bob (Hearts) Abishola", eine Comedyserie, in der ein Mann sich nach einem Herzinfarkt in seine nigerianische Krankenschwester verliebt. Ausgestrahlt wird diese Comedy am Montag gleich nach "The Neighborhood", das in die zweite Staffel geht und ersetzt somit, das nach einer Staffel abgesetzte "Happy Together". Gleich danach folgt der zweite Neustart in Form der Dramaserie "All Rise", die einen Blick hinter die Kulissen des Gerichtswesen wirft und die Tage der Staatsanwälte, Richter, Pflichtverteidiger und Gerichtsdiener thematisiert. Auch bei "All Rise" wird auf alte Bekannte gesetzt, dieses Mal vor der Kamera. Mit Marg Helgenberger hat man eine Hauptdarstellerin gefunden, die vielen sicherlich noch aus dem CBS-Quotengaranten "CSI: Den Tätern auf der Spur" bekannt sein wird. Schließlich hat sie die Rolle der Catherine Willows 13 Jahre lang verkörpert. Und auch bei Simone Missick ("Marvel's Luke Cage") und Wilson Bethel ("Hart of Dixie", "Marvel's Daredevil") handelt es sich um keine Unbekannten. Abgeschlossen wird der Montagabend schließlich mit Michael Weatherlys "Bull", das vom Sender, trotz Vorwürfen der sexuellen Belästigung am Set, für viele etwas überraschend verlängert wurde.

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Am Dienstagabend setzt CBS auf Altbewährtes, das in der letzten Season gut funktioniert hat. Nach dem Lead-In von "Navy CIS", das mittlerweile bereits in Staffel 17 startet, wird die im letzten Jahr erfolgreich gestartete Crimeserie "FBI" ausgestrahlt, gefolgt vom "Navy CIS"-Ableger "NCIS: New Orleans". Dieses beschert CBS zwar nicht mehr die super Quoten, wie zu Anfang, ist aber immer noch gerne gesehen und geht nun auch bereits in Staffel 6. Auch der Mittwochabend wird nicht groß verändert. Nach "Survivor", das den Abend einläutet, folgt "SEAL Team" mit David Boreanaz in der Hauptrolle. Beendet wird der Mittwoch schließlich mit "S.W.A.T.", das somit die Stelle von "Criminal Minds" einnimmt, das in dieser Season mit einer verkürzten Staffel von 10 Episoden beendet werden und ab Januar 2020 ausgestrahlt wird.

Der Donnerstag steht weiterhin ganz im Zeichen von Comedyserien. Hier besteht wohl die größte Herausforderung für CBS, denn mit "The Big Bang Theory" hatte man hier zwölf Jahre lang ein tolles Lead-In, von welchem diverse Serien profitiert haben. An diese guten Jahre versucht man verständlicherweise anzuknüpfen und überlässt "Young Sheldon" dem Spin-Off von "The Big Bang Theory", diesen wichtigen Platz. Danach folgt mit "The Unicorn" mit Walter Goggins ("Justified") in der Hauptrolle ein weiterer Neuzugang. In "The Unicorn" geht es um einen Wittwer (Goggins), der nach einem schrecklichen Jahr wieder in die Spur kommen will, zuerst aber lernen muss, sich um seine zwei Töchter zu kümmern. Die nächste Stunde beginnt mit dem Lead-In von "Mom", das jetzt den Platz der langlebigsten Comedyserie auf CBS eingenommen hat. Profitieren davon soll der nächste Neustart "Carol's Second Act" mit Patricia Heaton und Kyle MacLachlan ("Desperate Housewives") in den Hauptrollen. In dieser Comedyserie geht es darum, dass die zweifach Mutter und Lehrerin Carol Chambers eine neue berufliche Herausforderung als Ärztin suchen will.

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grün = neue Serien

Der Freitagabend startet wie schon in der Vergangenheit mit "Hawaii Five-0" und endet mit "Blue Bloods - Crime Scene New York". Dazwischen hat man nun das in Staffel 2 gehende "Magnum P.I." gesetzt, was wahrscheinlich von beiden Serien profitieren soll. Man hofft so wohl, dass die Zuschauer aus "Hawaii Five-0" beim Sender bleiben, da sie eine Stunde später auch noch das beliebte "Blue Bloods" sehen möchten. Ob das funktionieren wird, bleibt abzuwarten. Der Sonntag bleibt gegenüber der letzten Season unverändert. Nach "God Friended Me", folgt "Navy CIS: L.A." und schließlich die letzte, verkürzte Staffel von "Madam Secretary".

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Viel Mut zu Neuem hat auch das größte der fünf Networks nicht bewiesen und hat vieles beim Alten belassen. Man versucht den Ruf des alternden und zu "weißen" Senders etwas abzulegen, indem man auf gewisse Vielfalt setzt. Gleichzeitig muss man sich aber mit "The Big Bang Theory" von einem großen Quotengaranten verabschieden, den es zu ersetzen gilt. Dies versucht man mit neuen Serien, die vor und hinter der Kamera bekannte Namen aufweisen, auszugleichen. Außerdem hat man noch ein paar neue Serien, die noch nicht auf dem Programmplan erscheinen im Köcher. Beispielsweise "FBI: Most Wanted", ein Spin-Off des gut in die letzte Season gestartete "FBI", aus der Feder von Dick Wolf, der wohl im Begriff ist, sein nächstes Franchise zu starten, oder die Comedyserie "Broke" mit Pauley Perrette, die allen sicherlich noch bestens bekannt ist, durch ihre langjährige Rolle der Abby Sciuto in "Navy CIS". Wie gut die im Vergleich zu den Vorjahren etwas differenziertere Auswahl an Serien funktionieren wird und wie gut man den Wegfall von "The Big Bang Theory" kompensieren kann, wird sich zeigen.

Maria Schoch - myFanbase

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