Goodbye Betty White - Thank you for being a friend

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Am 31. Dezember 2021, an Silvester, wurde die Film- und Fernsehbrache von der Nachricht erschüttert, dass mit Betty White die letzte Darstellerin der Kult-Sitcom "Golden Girls" und die First Lady of Television im Alter von 99 Jahren gestorben ist. Am 17. Januar 2022 hätte die Schauspielerin ihren 100. Geburtstag gefeiert. Zum Gedenken und der Ehrung hat die myFanbase-Redaktion eine Abschiedskolumne geschrieben: Thank you for being a friend – Betty White.

Betty White in "Golden Girls"

Foto: Copyright: Buena Vista Home Entertainment, Inc. And Touchstone Television.
© Buena Vista Home Entertainment, Inc. And Touchstone Television.

Die "Golden Girls". Wer kennt sie nicht? Die Kult-Sitcom lief in den USA zwischen 1985 und 1992 bei NBC. Auch hier erfreut sich das Format noch immer einer großen Beliebtheit. Seit einiger Zeit bietet Disney+ Star alle sieben Staffeln an. Auch ich bin damit aufgewachsen und mag die "Golden Girls" noch heute. Warum? Alleine die Titelmelodie sagt eigentlich aus, worum es hauptsächlich in der Serie geht: Freundschaft zwischen vier Frauen, die über die 50 und älter sind. Betty White war als Rose Nylund zu sehen und hat es ihren Mitbewohnerinnen Blanche (Rue McClanahan), Dorothy (Bea Arthur) und deren Mutter Sophia (Estelle Getty) nicht immer leicht gemacht. Rose war gewiss nicht dumm, allerdings etwas naiv, mit einem guten Herzen und sie hat viele Dinge hinterfragt, worüber sich die meisten null Gedanken machen würden. Zudem hat sie immer ausschweifende Geschichten von ihrer Heimatstadt St. Olaf erzählt oder Geschichten, bei denen man sich hinterher doch gefragt hat, wo der Sinn bitte ist? Ja, mit Rose hatte man es als Mitbewohnerin vielleicht nicht immer leicht, doch als Zuschauer*in hatte man und hat man noch immer seinen Spaß. Selbst wenn man die Serie bereits ein paarmal durchgeschaut hat, es verliert nie seinen Reiz oder den Witz, über den man immer wieder herzlich lachen kann. Betty White hat mit ihrer Darstellung der Rose Nylund nicht nur einen Kultstatus, sondern auch für ein Vermächtnis samt Erinnerungen gesorgt, an die man gerne zurückdenkt.

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Betty White in "Alles Betty!"

Betty White trat in der Episode #2.10 Alles Banane, alles Betty von "Alles Betty" als sie selbst auf und hatte mit Wilhelmina Slater (Vanessa Williams) zu tun. Als Serienfan kann ich sagen, dass das Szenario zwischen den beiden durchaus überaus amüsant gewesen ist. Williams' Rolle war der Bösewicht der Serie und eine Rolle, die sich immer in den Vordergrund gestellt und keine Rücksicht auf Verluste genommen hat. So ist es auch in dieser Episode, in der sie Betty White nicht als prominente Persönlichkeit erkennt, sondern sie als alte Schachtel bezeichnet, ihr das Taxi wegschnappt, sie schubst und einfach auf der Straße liegen lässt. Amüsant ist dabei vor allem, dass man den Bekanntheitsgrad von White genutzt hat, um daraus weitere Szenen zu machen, die unterstreichen, dass ihr die Fans immer am Herzen gelegen haben und sie einen trockenen, sarkastischen, ironischen und liebenswerten Humor hatte, für den man sie einfach lieben musste und den Williams' Rolle zurecht abbekommen hat.

"Alles Betty" ansehen:

Betty White in "The Client List"

Ich mochte Betty Whites Rolle der Ruth Wilson in Episode #1.10 Alles auf Anfang? von "The Client List", denn sie erinnerte ein bisschen an das Feeling der "Golden Girls", dass man auch noch im hohen Alter die Liebe finden kann. Allerdings muss man hier sagen, dass Ruth bereits mit 19 Jahren Earl geheiratet hat und nach wenigen Jahren die Liebe verschwunden war. Zudem war es zu dieser Zeit nicht gern gesehen, dass man sich scheiden lässt. Also hat Ruth sich einen Liebhaber gesucht und ist über den Tod ihres Mannes alles andere als traurig. Wirklich böse kann man ihr nicht sein, denn Betty White spielt die Rolle so, dass man sich für Ruth freut, noch ein paar glückliche Jahre mit dem Menschen zu verbringen, den sie wirklich liebt.

"The Client List" ansehen:

Betty White in "Hot in Cleveland"

Als ich zum ersten Mal etwas über "Hot in Cleveland" gelesen habe, dachte ich erst, dass es ein Abklatsch zu den "Golden Girls" wird. Zugegeben sind gewisse Parallelen nicht abzustreiten. Ebenfalls nicht, dass die Wohnkonstellation in etwa gleich ist, denn Bettys Charakter der Elka ist über die 80, sie gehört sozusagen zum Wohninventar und hat ebenfalls einen sehr bissigen und sarkastisch-ironischen Humor. Betty White in dieser Rolle zu sehen ist ein purer Genuss, weil sie zum einen natürlich das komplette Gegenteil von Rose Nylund ist und man dennoch ihre Verunsicherung bemerkt und irgendwie kann man ihr für ihre Kommentare nicht lange böse sein.

"Hot in Cleveland" ansehen:

Betty White in "Selbst ist die Braut"

Foto: Copyright: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Eigentlich hatte ich mir "Selbst ist die Braut" angesehen, weil ich in dem Trailer Sandra Bullock großartig fand. Beim Schauen bekam ich mit, dass auch Betty White eine kleine Nebenrolle inne hatte und zwar als Grandma Annie. Ich glaube, im höheren Alter hat sie vermehrt Rollen gespielt, die ihrem Charakter entsprechend waren. Grandma Annie ist eigentlich eine Frau, die ihren Enkel Andrew (Ryan Reynolds) zwar liebt, es ihr aber auch nicht peinlich ist, ihn in unangenehme Situationen zu bringen und das tat sie hier eben mehrfach, denn kann man ihr einfach nicht böse sein, da sie eine liebenswerte Art an sich hat. Anders ist das bei ihrem Sohn Joe (Craig T. Nelson). Dem zeigt sie auf sehr sarkastische Art und Weise, dass sich gewisse Dinge ändern müssen und ich muss sagen, dass mir diese Balance gut gefallen hat.

Zur Film-Rezension von "Selbst ist die Braut"

Betty White in "Bones - Die Knochenjägerin"

Foto: Betty White, Bones - Copyright: 2017 Fox Broadcasting Co.; Patrick McElhenney/FOX
Betty White, Bones
© 2017 Fox Broadcasting Co.; Patrick McElhenney/FOX

Obwohl die FOX-Serie "Bones - Die Knochenjägerin" eine durchaus interessante Serie ist, habe ich mich (noch) nicht dazu durchringen können, sie einmal komplett durchzugucken. Hin und wieder gab es dann aber doch mal Darsteller*innen, wegen denen ich dann doch mal eingeschaltet habe. Eine davon war Betty White. Ihr Rollenprofil der forensischen Anthropologin Dr. Beth Mayer klang sehr interessant und ich durfte mich in #11.04 Wer hat hier sein Gesicht verloren? erstmals davon überzeugen. Beth ist durchaus schlagfertig und kann auch vor allem mit Fachwissen und Genauigkeit überzeugen, gerade weil sie auf Details achtet und auch sonst gute Tipps fürs Leben geben kann. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie dann in #12.10 Tief gesunken und tief gefallen noch einmal zu sehen gewesen ist. In dieser Episode war sie dann aber mehr als seelischer Beistand für Brennan (Emily Deschanel) da. Ich habe wie gesagt die Serie nicht weiterverfolgt, könnte mir aber vorstellen, dass sie ihr bei einer lebensverändernden Entscheidung geholfen hat.

"Bones - Die Knochenjägerin" ansehen:

Betty Whites Leben

Betty White wurde in erster Linie und vor allem wahrscheinlich als Schauspielerin wahrgenommen. Jedoch war sie so vieles mehr. Bereits als Kind wurde von sie ihren Eltern in ihrer Tierliebe gefördert und das hielt bis ins hohe Alter an. Ich persönlich finde es immer schön, wenn man so etwas liest und sich das auch in Interviews oder allgemeinen TV-Auftritten zeigt, wie groß die Tierliebe ist und bei Betty White war es ähnlich.

Ich feiere sie ja noch immer für ihre Schlagfertigkeit und ihren Humor! Denn dieser ist ironisch-sarkastisch, aber durchaus charmant und liebenswert gewesen. Zu meinen Favoriten gehört ja noch immer: Get at least eight hours of beauty sleep. Nine if you're ugly.

Ich denke, ihr Humor, ihre Schlagfertigkeit, ihre Fröhlichkeit und ihr soziales Engagement in so vielen Bereichen ist es vor allem, was sie so menschlich gemacht hat und was die Welt an ihr geliebt hat, immer lieben und sie dadurch unvergesslich machen wird. Thank you for being so human on and off screen, Betty White!

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Daniela S. - myFanbase


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