DVD-Rezension: The Good Doctor, Staffel 3

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Die dritte Staffel von "The Good Doctor" wurde in den USA vom 23. September 2019 bis zum 30. März 2020 bei ABC ausgestrahlt. Im deutschen Bezahlfernsehen erfolgte die Ausstrahlung vom 12. November 2019 bis zum 9. Juni 2020 durch Sky One. Die deutsche Free-TV-Ausstrahlung erfolgte vom 2. September 2020 bis 4. November 2020 durch Vox. Die komplette dritte Staffel mit 20 Episoden erscheint am 5. November 2020 auf DVD.

Inhalt

Foto: The Good Doctor - Copyright: 2019 American Broadcasting Companies, Inc. All Rights Reserved.; David Bukach/ABC/Sony Pictures Television
The Good Doctor
© 2019 American Broadcasting Companies, Inc. All Rights Reserved.; David Bukach/ABC/Sony Pictures Television

Während Glassman (Richard Schiff) in seiner Praxis arbeitet und nicht daran denkt, nochmals als Chirurg tätig zu sein, bereiten sich Shaun (Freddie Highmore) und die anderen auf ihre erste Solo-OP vor. Allerdings gestaltet sich das nicht ganz einfach. Claire (Antonia Thomas) trauert um ihre Mutter (Sharon Leal), Shaun versucht in seiner Beziehung mit Carly (Jasika Nicole) auf eine intimere Ebene zu kommen und Morgan (Fiona Gubelmann) wird mit einer Diagnose konfrontiert, die ihr ganzes berufliches und privates Leben verändern wird. Audrey (Christina Chang) muss sich in ihrer neuen Position als Chefärztin zurechtfinden, worunter ihre Beziehung zu Neil (Nicholas Gonzalez) leidet und die beiden eine schwere Entscheidung treffen müssen.

Rezension

Foto: Antonia Thomas, The Good Doctor - Copyright: 2019 American Broadcasting Companies, Inc. All Rights Reserved.; David Bukach/ABC/Sony Pictures Television
Antonia Thomas, The Good Doctor
© 2019 American Broadcasting Companies, Inc. All Rights Reserved.; David Bukach/ABC/Sony Pictures Television

Ich habe mich wahnsinnig auf Staffel 3 gefreut, da "The Good Doctor" seit seinem Beginn zu meinen wöchentlichen Favoriten an Serien gehört. Zumal hat das Staffel-2-Finale Lust darauf gemacht, zu erfahren, wie es weitergeht. Der Auftakt der neuen Staffel sorgte auf jeden Fall für einige Überraschungen, mit denen ich nicht unbedingt gerechnet habe. Audrey als neue Chefärztin zu haben, gefällt mir ausgesprochen gut. Andrews (Hill Harper) war zwar ebenfalls ein guter Chefarzt, jedoch hat mir bei ihm immer ein bisschen das Empathische gefehlt, was bei Audrey offensichtlicher ist. Ich fand es dafür recht bedauerlich, dass durch ihre neue Position ihre Beziehung zu Neil problematisch und letztlich sogar von ihr beendet wurde, dabei haben die beiden mir als Paar unglaublich gut gefallen und ich hätte sie gerne noch eine Weile länger zusammen gesehen, einfach auch, weil man die Liebesgeschichte zwischen den beiden so schön aufgebaut hat.

Dafür hat man den Zuschauern aber auch eine neue aufkeimende Beziehung präsentiert, die ich mir schon seit Beginn der zweiten Staffel erhofft hatte: Claire und Neil. Bei den beiden hat man immer wieder gespürt, dass sie eine besondere Chemie zueinander haben. Allerdings stand auch hier immer im Weg, dass er ihr Vorgesetzter ist, was eine Beziehung natürlich erschwert hat. Zudem musste Claire einen herben Schicksalsschlag in dieser Staffel hinnehmen, der mir sehr leid tat für sie, der aber auch dafür gesorgt hat, dass Claire eine Seite von sich gezeigt hat, die man so noch nicht gekannt hat und die deutlich gemacht hat, wie Verlust Menschen charakterlich für eine gewisse Zeit verändern kann.

Claires Veränderung hat aber auch dafür gesorgt, dass wir Zuschauer eine Seite von Morgan kennenlernen, die sie nicht nur sympathischer macht, sondern auch menschlicher und verletzlicher. Nachdem wir bereits im Staffelauftakt etwas zu ihrem Großvater erfahren haben, lernen wir innerhalb der Staffel auch ihre künstlerische Mutter Caroline (Annette O'Toole) und ihren Bruder Ariel (Allen Leech) kennen und dadurch wurde zumindest für mich noch einmal deutlich, dass Morgan trotz ihrer Art ein gutes Herz hat. Überhaupt hatte ich viel Mitgefühl für die Ärztin, da sie durch ihre Diagnose genau diese Tätigkeit nicht mehr ausführen kann, da sie ihren geschworenen Eid als Ärztin über ihr eigenes Wohl gestellt und einer Patientin das Leben gerettet hat. Großartig von Morgan und großartig von Fiona gespielt! Überrascht hat mich in dem Punkt auch die Charakterkonstellation Morgan und Glassman. Bei Glassman hatte ich tatsächlich etwas die Sorgen, dass er sie an Audrey meldet. Anderseits bin ich froh, dass sich sein Verhalten geändert hat, auch gegenüber Shaun und dass er endlich Debbie (Sheila Kelley) geheiratet hat! Ich finde die beiden so niedlich zusammen, auch wenn es bereits einige Unstimmigkeiten gegeben hat, bin ich doch froh, dass sie diese immer wieder geklärt haben.

Foto: The Good Doctor - Copyright: 2019 American Broadcasting Companies, Inc. All Rights Reserved.; David Bukach/ABC/Sony Pictures Television
The Good Doctor
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Zum Beginn der Beziehung von Carly und Shaun war ich nicht begeistert, weil ich fand, sie passen nicht wirklich zusammen. Ich musste aber eingestehen, dass sie doch ziemlich süß zusammen sind und dass Carly es nur gut mit ihm meint. Auch wenn ich in manchen Szenen dieser Staffel dann und wann fand, dass sie ihn ein bisschen zu sehr fordert. Trotzdem fand ich das Ende doch überraschend im eher negativem Sinn und hätte mir hier eine deutlich größere Aussprache gewünscht. Mich freut allerdings, dass Lea (Paige Spara) nach langem Zögern erkannt hat, was sie für Shaun empfindet, auch wenn ich dieses Hin und Her gelegentlich ziemlich anstrengend fand, dennoch gefallen sie mir als Paar sehr gut.

Foto: Nicholas Gonzalez & Freddie Highmore, The Good Doctor - Copyright: 2019 American Broadcasting Companies, Inc. All Rights Reserved.; David Bukach/ABC/Sony Pictures Television
Nicholas Gonzalez & Freddie Highmore, The Good Doctor
© 2019 American Broadcasting Companies, Inc. All Rights Reserved.; David Bukach/ABC/Sony Pictures Television

Mit dem Staffelfinale hat "The Good Doctor" einen wahren Knaller hervorgebracht. Nicht nur das Erdbeben an sich, sondern besonders auch Neil! Die Macher verstehen sich tatsächlich darauf, dass Freud und Leid so dicht zusammen liegen, dass man gar nicht anders kann, als seine Emotionen herauszulassen. Auf jeden Fall wird mir dieses Staffelfinale noch lange im Gedächtnis bleiben.

Bonusmaterial & Technische Details

Foto: The Good Doctor - Copyright: Sony Pictures Entertainment 2020
The Good Doctor
© Sony Pictures Entertainment 2020

Die Box enthält entfallene Szenen sowie Pannen vom Dreh, die lustig anzusehen sind.

Erscheinungstermin: 5. November 2020
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 826 Minuten
Bildformat: 16:9 - 1.77:1
Sprachen (Tonformat): Italienisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch

Fazit

Mir hat die dritte Staffel von "The Good Doctor" gut gefallen, da sie nicht nur mit einem spannenden und emotionalen Staffelfinale beendet wurde, sondern auch, weil man die Charaktere noch besser kennengelernt und verstanden hat. Zudem präsentierte man uns neue Charakterkonstellationen, die für die vierte Staffel interessant werden könn(t)en.

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Daniela S. - myFanbase

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