DVD-Rezension: Orange is the New Black, Staffel 2

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Nachdem der Streaming-Dienst Netflix mit der ersten Staffel der Gefängnisserie "Orange is the New Black" einen enormen Erfolg verbuchte, war es natürlich absehbar das auch eine zweite Staffel produziert werden würde. Alle Fans der Serie können diese nun in einer DVD-Box erwerben und nochmal alle Geschichten rund um Piper & Co. genießen.

Inhalt

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Nach ihrem verheerenden Kampf mit Pennsatucky (Taryn Manning) wird Piper (Taylor Schilling) in Isolationshaft verlegt und eines Nachts, ohne Vorwarnung, in ein Flugzeug gebracht. Wie sich herausstellt, muss sie, zusammen mit Alex (Laura Prepon), gegen Drogenboss Kubra (Eyas Younis) aussagen und bis zur Verhandlung die Zeit im Gefängnis von Chicago verbringen, in dem die Dinge ganz anders laufen als in Litchfield. Doch viel Zeit zum eingewöhnen hat Piper nicht, denn der Prozess nimmt eine unerwartete Wendung.

Auch in Litchfield hat sich einiges verändert. Nachdem Red (Kate Mulgrew) ihre Position in der Küche verloren hat, sucht sie verzweifelt einen Weg, um wieder an die Macht zu gelangen, die sie dadurch verloren hat. Dieses Vorhaben verkompliziert sich, als eine neue Insassin in Litchfield auftaucht die manipulative Vee (Lorraine Toussaint), mit der Red noch eine Rechnung offen hat. Auch für Taystee (Danielle Brooks) ist Vee keine Fremde und durch ihre gemeinsame Vergangenheit lässt sich Taystee in deren gefährliche Machenschaften reinziehen.

Als Piper nach Litchfield zurückkehrt, wird sie von allen mit ganz anderen Augen gesehen, was eine ganz neue Seite in ihr zum Vorschein bringt. Und auch die anderen Insassinnen haben mit Problemen zu kämpfen: Poussey (Samira Wiley) wird durch ihr Misstrauen gegenüber Vee verstoßen, Rosas (Barbara Rosenblat) Krebskrankheit verschlimmert sich und für Daya (Dascha Polanco) und Bennett (Matt McGorry) wird es immer schwieriger, ihr Geheimnis zu bewahren.

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Rezension

Foto: Taylor Schilling, Orange Is The New Black - Copyright: 2015 STUDIOCANAL GmbH
Taylor Schilling, Orange Is The New Black
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Die erste Staffel endete mit einem schockierenden Cliffhanger, denn man konnte sich nicht sicher sein ob Pennsatucky den Kampf mit Piper überlebt hatte. Als Zuschauer bleibt man darüber in der ersten Episode auch weiterhin im Unklaren und man ist genauso ahnungslos wie Piper selbst, die in ein anderes Gefängnis verlegt wird. Damit hätte man den Status Quo der Serie komplett verändern und ganz neue Geschichten mit neuen Charakteren erzählen können, aber natürlich würde man nicht so einfach die Charaktere rausschreiben, die den Zuschauern so ans Herz gewachsen sind. Und so ist man ab der zweiten Episode wieder in Litchfield angekommen und kann den Erlebnissen der Insassinnen weiter folgen.

Einen großen Teil der Serie machen die Flashbacks aus, die die Vergangenheit einzelner Charaktere beleuchten und Aufschluss darüber geben, was die Frauen getan haben, um in Litchfield zu landen. Schon in der ersten Staffel gab es da sehr aufschlussreiche und emotionale Hintergrundgeschichten, die die Charaktere in einem ganz anderen Licht gezeigt haben und die gibt es auch in der zweiten Staffel. Vor allem die Rückblicke von Suzanne (Uzo Aduba), Lorna (Yael Stone) und Rosa sind mehr als gelungen. Suzanne ist sowieso ein Charakter, den man trotz ihrer merkwürdigen Art nur mögen kann, und durch ihren Flashback lernt man ihre Art zu verstehen. Auch Lorna lernt man besser kennen und obwohl man eine Seite von ihr zusehen bekommt, mit der man so nicht gerechnet hätte, mag man sie dadurch fast noch lieber. Das Highlight ist aber die Episode über Rosa, die schon fast Potenzial für einen Kinofilm hätte.

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Lorraine Toussaint, Orange Is The New Black
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Auch in der Gegenwart werden spannende Geschichten erzählt. Eine, die sich durch die komplette Staffel zieht, ist der gefährliche Konkurrenzkampf zwischen Red und der neuen Insassin Vee, die sich als Joffrey Baratheon von "Orange is the New Black" erweist. Ihren Charakter kann man einfach nur hassen, aber genau das macht diese Storyline so spannend und bringt zudem auch neue Facetten von Taystee, Poussey, Suzanne und Cindy (Adrienne C. Moore) zum Vorschein, deren Gruppe durch Vee auseinanderzubrechen droht. Allerdings nimmt die Geschichte gegen Ende für alle Vee-Hasser einen zufriedenstellenden Verlauf.

Den Autoren ist auch in der zweiten Staffel eine wunderbare Mischung aus Drama und Comedy gelungen. Lacht man im einen Moment noch über so alberne Geschichten wie die über das Vagina-Pissloch, ist man bei anderen Szenen schon wieder den Tränen nahe. Zwischen einigen Charakteren sind wieder herrlich emotionale Momente entstanden und das in Konstellationen, die man anfangs nicht als passend empfunden hätte, die aber letztendlich wunderbar harmonieren. Nur mit der Beziehung zwischen Larry (Jason Biggs) und Polly (Maria Dizzia) wird man nicht wirklich warm und die beiden stehen dadurch nur noch unsympathischer da.

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Orange Is The New Black
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Als Rezensionsexemplar standen erneut nur einzelne DVDs zur Verfügung, weshalb ich nicht viel zur Box selbst sagen kann. Das Cover zeigt diesmal ein Gruppenbild mehrerer Charaktere, was ebenfalls wieder als Menübild verwendet wird. Die einzelnen DVDs zeigen Promobilder verschiedener Darsteller der Serie.

Specials

Foto: Laura Prepon, Orange Is The New Black - Copyright: 2015 STUDIOCANAL GmbH
Laura Prepon, Orange Is The New Black
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Beim Bonusmaterial gibt es zwar wieder einige Featurettes und Audiokommentare, doch leider fehlt diesmal das Highlight der ersten Staffel die verpatzten Szenen. Dafür sind die Featurettes interessanter als noch bei der ersten DVD-Box. In "Die Orangen werden geschält" kommen die Autoren zu Wort und reden darüber wie einzelne Storylines entstanden sind. "Die Vee.I.P-Behandlung" handelt vom Hasscharakter Nummer 1 Vee. Hier erfährt man was sich die Autoren bei dem Charakter gedacht haben und wie die Darsteller über sie denken. In "Vor dem großen Rätsel" werden die Flashbacks thematisiert und man sieht wie emotional die Darsteller selbst auf die Hintergrundgeschichten ihrer Charaktere reagieren und in "Ein Spaziergang im Zellenblock" wird erneut durch das Set geführt, diesmal allerdings mit Piper Kerman persönlich, die erzählt wie authentisch das Set wirklich gestaltet ist. Ansonsten sind nur noch Trailer zur "Orange is the New Black" und anderen Serien enthalten.

Technische Details

Erscheinungstermin: 2. Juli 2015
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: ca. 750 Minuten (13 Episoden)
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Sprache (Tonformat): Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch

Fazit

"Orange is the New Black" hat in der zweiten Staffel nichts von seiner Authentizität verloren und überzeugt weiterhin mit emotionalen und witzigen Storylines. Vor allem die Hintergrundgeschichten begeistern immer wieder. Beim Kauf dieser DVD-Box kann man also nichts falsch machen. Zwar vermisst man die verpatzten Szenen, dafür bekommt man aber vier interessante Featurettes geboten.

Kevin Dave Surauf - myFanbase

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