Bewertung: 9

Review: #5.10 Meine Therapie

Foto: Copyright: NBC/Karen Neal
© NBC/Karen Neal

Die fünfte Staffel konnte bis jetzt noch nicht wirklich durch fantastische Episoden (außer #5.07 Mein Weg nach Hause) punkten. Doch diese Folge versprüht förmlich einen unwiderstehlichen Charme, der geradezu jeden zwingt, den Fernseher einzuschalten bzw. den DVD-Recorder mal wieder in Fahrt zu bringen, um sich komische, sowohl traurige zwanzig Minuten "Scrubs" pur zu anzusehen.

Ich werde jetzt also genauer schildern, was mir wirklich sehr gefallen hat, damit ich dieser Episode neun von neun Punkten gebe, angefangen mit der Beziehung von Julie und J.D., die, wie von den meisten Zuschauern sicherlich schon erwartet, schlussendlich doch in die Brüche geht.

Ich bin sicherlich nicht der Einzige, wenn ich behaupte, dass Julies und J.D.s Beziehung von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Erstens waren sich die beiden viel zu gleich und bekanntlich ziehen sich nur Gegensätze an, und auch sonst kam zwischen dem Paar keinerlei Stimmung auf bzw. harmonierten sie nicht sehr gut miteinander. Auch Julies überdrehte Art wollte mir noch nie wirklich gefallen und darum habe ich es mehr als begrüßt, dass das Kapitel "Julie & J.D." schnell wieder zu Ende gegangen ist, auch wenn sich vielleicht manche Fans der Serie schon zu einer "J.D. und Julie-Fangemeinde" vereint haben. Außerdem fand ich, dass die Entscheidung, mit Julie Schluss zu machen, auch eine seiner wenigen richtigen waren, die er in seinem verrückten Leben gefällt hat. Weiter so!

Carlas Sorge, sie könnte keine Kinder bekommen, ist eine sehr realistische Angst und solche Ängste zeichnen auch die Charaktere von "Scrubs" aus, die nicht nur lustig sondern auch traurig sein und Gefühle zeigen können. Aber natürlich gab es in dieser Episode nicht nur traurige Momente, die von Carla handelten, sondern auch recht witzige, wie zum Beispiel die, als sie mit Elliot im Wartezimmer von Dr. Matthews wartete und Elliot ihr Tipps gab, wie sie sich in der Gegenwart von Matthews verhalten soll. Auch wieder einmal grandios war die Szene, als der Hausmeister meinte, Carla wäre schon alt und alle Männer dachten, sie würde zu einer schrecklichen Persönlichkeit mutieren, die zornig einen Sturm heraufbeschwört. Ich war gegen Ende der Episode schon erleichtert, da Carla nicht unfruchtbar war und ich mich schon darauf freue, von ihr zu hören, wenn sie sagt, dass sie schwanger ist.

Besonders viel gelacht habe ich, als die Szenen mit Dr. Mickhead zu sehen waren, der seine Frau umgebracht, versucht hatte, Julie die Mordwaffe unterzujubeln und dann noch mit einer Anderen rummachte. Als Dr. Kelso im Gespräch mit Carla dann meinte, ihm würde in seinem Krankenhaus nichts entgehen, sah man, wie Mickhead von der Polizei abgeliefert wird. Toll. Vielleicht dürfen wir in späteren Jahren wieder einmal mehr von Mickhead sehen. Ich freue mich schon. Auch wenn Elliot und Dr. Cox nicht viele Szenen hatten, in denen sie vorkamen, waren Cox und Elliot, falls sie vorkamen, wie immer fantastisch und Teds Abwesenheit bleibt verziehen.

Ich vergebe der Episode neun von neun Punkten, da mir einfach alles an dieser Folge gefallen hat und ich es gar nicht beschreiben kann, wie toll es wäre, wenn mich die nächste Episode wieder vor den Bildschirm locken und so begeistern würde. Ich hoffe es einmal.

Niko Nikolussi - myFanbase

Diese Episode ansehen:


Vorherige ReviewÜbersichtNächste Review

Diskussion zu dieser Episode

Du kannst hier mit anderen Fans von "Scrubs" über die Folge #5.10 Meine Therapie diskutieren.