Bewertung: 9

Review: #1.11 Der Chef

Dies war für mich bisher die beste Folge der ersten Staffel. Die Folge wurde im Märchenstil erzählt, was jetzt nicht unbedingt nötig war, doch irgendwie hatte das was.

Chapman & Funk

Endlich war Chase Chapman mal wieder von der Partie. Ich finde seinen Charakter sehr lustig und interessant. Bisher sah man ihn nur in #1.02 Der Job. In dieser Folge wird klar, wer die Firma Chapman & Funk führt. Obwohl es zwei Geschäftspartner, Chase Chapman und Winston Funk, gibt, schmeißt alleine Chapman den Laden, so wie er es Sam erzählte, und Funk macht sich ein schönes Leben, indem er um die Welt fliegt und sich amüsiert. Wer wäre an Chapmans Stelle nicht frustriert, wenn Funk ohne Ankündigung hereinschneit? Ich musste so lachen, als er Funk vorstellen wollte und dann doch nur sagte: "Hier ist er". Ich hoffe, man wird Chase Chapman noch öfters in "Samantha Who?" sehen, denn der passt einfach so gut in die Comedyserie.

"Scooby"

Andrea wird sich meiner Meinung nie ändern, auch wenn sie mir inzwischen sympathisch ist. Sie ist total verknallt in Winston Funk, und als der plötzlich vor ihr steht, bringt sie nur das Wort "Scooby" heraus, was auch immer das bedeuten mag. Der Brüller war ja, dass sie Sam versuchte zu überzeugen, dass Funk der Mann ist, den sie sich schon immer gewünscht hat, nicht nur des Geldes wegen. Doch im nächsten Satz hört sich das schon wieder anders an, denn sie würde ihn ebenfalls lieben, wenn er "nur" ein Millionär wäre - einfach klasse die Frau.

Alte, neue Liebe

Für Sam kam im Anschluss die ganze große Überraschung. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie mit solch einer Überraschung nach ihrer Amnesiediagnose nie gerechnet hat. Von hier nichts dir nichts wird ihr ein Heiratsantrag gemacht und für einen Moment sah es so aus, als ob sie sich vor Aufregung ins Höschen macht, weil es da wieder etwas aus ihrer Vergangenheit gab, von dem sie nichts ahnte, aber sie ließ es sich trotzdem nicht nehmen, den Ring aufzusetzen. Klasse war ja, dass sie Funk mit Andrea verkuppeln wollte - das nenne ich Freundschaft. Doch dieser Mann gibt nicht so schnell auf und akzeptiert kein Nein. Sam und Funk müssen eine besondere Beziehung gehabt haben. Schade, dass man durch einen Flashback nicht mehr erfahren hat. Regina und Howard haben mich bei dieser Story schon wieder genervt, vor allem Regina, die nur das Beste für Sam will, was auf deutsch heißt: das Beste für sich selbst. Howard dagegen ging noch, weil er wie ein Kind total aufgedreht war. Die schönste Szene mit Funk und Sam war die mit dem Schnee, als er mit den Fingern schnippte, wenn man mal von Sams Eltern absieht. In diesem Augenblick verliebte sich Sam auch in ihn und das Chaos war perfekt. Andreas Auftritt, als sie realisiert, dass zwischen Sam und Funk was läuft, war grandios.

Dann ist da Todd, dem sie versuchte ihre Gefühle zu offenbaren, es dann aber doch nicht schaffte. Es ist ihm sowieso egal. Ihm wäre es wohlmöglich ebenso egal gewesen, wenn Sam gesagt hätte, dass sie Gefühle hat, die sich wie Blähungen anfühlen. Das ist schon merkwürdig, denn während mir Andrea immer sympathischer wird, ist es bei Todd das Gegenteil. Das liegt sicher daran, dass er keinen Arsch in der Hose hat und nicht ehrlich zu sich selbst ist. Des weiteren macht er sich ein schönes Leben in einer Wohnung, die ihm gar nicht gehört, und ist Sam nicht einmal dankbar dafür. Dass er keine Verantwortung übernehmen kann, bewies dann auch der Schluss, als er nur so vor Eifersucht tobte und Sam zu Rede stellte, wer der Typ auf dem Titelbild der Zeitung ist, und sie schließlich küsste. Doch es war natürlich nicht seine, sondern ihre Schuld, dass es dazu kam. Alles klar? Sam war das sichtlich egal, denn jetzt macht sie sich wieder Hoffnungen auf Todd, doch da ist immer noch Chloe und die ist mit demselben Wasser gewaschen wie die alte Sam. Ich bin gespannt, was in den nächsten Folgen passieren wird.

Dena im Schreibwahnsinn

Dena war in dieser Folge, wie in anderen auch, leicht durchgeknallt. Es war schon witzig, dass ihr Heldenroman auf Sams Leben, vor allem Liebesleben, basiert, was Sam gar nicht passte. Ihre Story passte auch gut zu der Erzählweise dieser Episode: Märchen und Fantasie.

Dena: "Was passiert als Nächstes?"
Sam: "Das weiß ich doch nicht. Blätter du doch vor und sag es mir."

Eine Freundschaft am Ende?

Ich hätte nie gedacht, dass es zwischen Sam und Andrea mal so krachen könnte, aber umso mehr liebe ich solche Überraschungen. Sams Ehrlichkeit bei der Entschuldigung bzw. Erklärung Andrea gegenüber fand ich sehr ehrenhaft. Als sie sich schließlich versöhnten, erfährt man von Andrea, dass sie ebenfalls ein Jobangebot sabotiert hatte, damit Sam in der Stadt bleibt. Dasselbe hatte Sam ja bereits für Andrea getan. Anfangs sah es aus, als ob Andrea Sam nicht verzeiht, da sie so stur war und kein Wort sagte, aber umso lustiger war es, als Sam meinte, dass sie es gut findet, dass sie aufeinander aufpassen.

Fazit

Die beste Folge bis jetzt. Vor allem Andreas Auftritt war Meisterklasse. Ich fand es interessant, dass die Autoren die Freundschaft zwischen Sam und Andrea auch mal anecken ließen. Man merkte umso mehr, wie sehr sich die beiden eigentlich mögen. Zeigen tun sie es nicht so oft, vor allem nicht Andrea. Ihr war ja schon die Umarmung bei der Versöhnung unangenehm. Ein toller Gastauftritt von Timothy Olyphant, der den Winston Funk spielte.

Dana Greve - myFanbase

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