Bewertung

Review: #1.03 Die Wahrheit tut weh

Foto: Priyanka Chopra & Yasmine Al Massri, Quantico - Copyright: 2016 ABC Studios; ABC/Phillipe Bosse
Priyanka Chopra & Yasmine Al Massri, Quantico
© 2016 ABC Studios; ABC/Phillipe Bosse

In Quantico werden die NATs dazu gebracht miteinander zu streiten und einander zu misstrauen, während Alex in der Zukunft weiter auf der Flucht ist. Sie bekommt dabei Hilfe von Simon, während ihr iihre Mutter in den Rücken fällt.

Quantico

Bei den Übungen die, die NATs in Quantico machen müssen, frage ich mich oft wie realistisch diese eigentlich sind beziehungsweise ob sie wirklich nötig sind. Zu Beginn schaut es nach einer relativ normalen Übung aus. Die NATs sollen sich gegenseitig analysieren und ihre Schwächen heraus finden. Miranda lobt ihre Klasse sogar, dass die Analysen so gut wie schon lange nicht mehr sind. Und dann wird es bizarr. Vor dem Klassenzimmer finden die NATs die Analysen ihrer Klassenkameraden über sich selbst. Dabei wurden, selbstverständlich, nur die fiesesten und negativsten ausgesucht.

Und welcher Sinn steckt da jetzt dahinter? Laut Miranda, die von Liam deswegen zur Rede gestellt wird, - scheint offenbar nicht Standard zu sein, da bin ich aber froh! – möchte sie die Rekruten mehr motivieren. Das wirkt auch, denn beim täglichen Nahkampftraining, schaut es teilweise so aus, als wollten sich die NATs gegenseitig umbringen, während sie über ihre Analysen stritten. Die nächste Übung ist sogar noch intensiver. Jeder NAT soll drei Klassenkameraden melden, die rausgeschmissen werden sollen. Autsch! Tun sie es nicht, sucht Miranda gleich zehn aus. Alex kann ihre Kollegen überreden sich als Klasse zu weigern, jedoch entscheidet sich Simon dazu, Miranda seine Liste zu geben. Er meint es wäre für das übergeordnete Wohl.

Es stellt sich heraus, dass diese Übung ein Trick war um die Charakterstärke der NATs zu überprüfen und Simon hat als einziger in der gesamten Geschichte von Quantico versagt. Deswegen ist er nun auf Bewährung. Am Ende der Folge versöhnen sich die NATs wieder. Nur Nimah und Raina nicht, denn Nimah lässt ihre Schwester alleine in Quantico zurück und verschwindet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie lange weg bleiben wird, schließlich hat Miranda so viel in ihr Projekt mit den Zwillingen investiert.

Alex on the run

In der Zukunft befindet sich Alex immer noch auf der Flucht und sucht Simon auf, der scheinbar aus Quantico geflogen ist und seitdem im privaten Security Sektor arbeitet. Dadurch hat er Zugang zu vielen Datenbanken und kann die Fingerabdrücke auf den Bombenteilen, die Alex mitgenommen hat, überprüfen. Es handelt sich tatsächlich um Alex' Fingerabdrücke, jedoch ohne die Narbe, die sie sich am Anfang der Folge in Quantico zugezogen hat. Sprich ihre Fingerabdrücke müssen von vor ihrem Eintritt in die Akademie sein.

Ein sehr interessanter Faktor, der uns Zusehern zeigen soll, dass Alex wirklich unschuldig ist. Ich glaube auch nicht an Alex’ Schuld, jedoch finde ich sie in beiden Zeitlinien nicht unbedingt sympathisch. Sie wird mir als zu perfekt dargestellt, sodass ich mich kein bisschen mit ihr anfreunden kann. Ich finde Charaktere, bei denen man die Schwächen deutlich sehen kann und die eben nicht in allem gut sind, viel interessanter und ich hoffe, dass "Quantico" in den nächsten Folgen ein anderes Bild von Alex zeichnet, was es bei anderen Charakteren sehr gut macht.

Ein gutes Beispiel dafür ist Simon, der immer irgendwie ein doppltes Spiel zu treiben scheint. So auch hier, wo sich am Ende herausstellt, dass er doch für das FBI arbeitet und sogar dem Deputy Director Clayton Haas, ja Calebs Vater und "Losts" Jacob, unterstellt ist. Während Simon also augenscheinlich Alex hilft, arbeitet er auch gleichzeitig gegen sie. Auf welcher Seite er wirklich steht, wird sich erst zeigen und macht ihn zu einem unglaublich interessanten Charakter.

Außerdem...

Alex’ Mutter Sita wird verhaftet und von Liam befragt. Die beiden kennen sich gut durch Liams gemeinsame Vergangenheit mit Alex’ Vater Michael. Er redet sehr auf sie ein und am Ende gesteht sie, dass, als Alex in Indien war, nachdem sie ihren Vater erschossen hat, man nur neun von zehn Jahren wusste, wo sie war. Dass sie schließlich auch in einer Pressekonferenz sagt, dass ihre Tochter schuldig ist, wird sicher nicht einfach für Alex zu verkraften sein und ihr hoffentlich mehr Tiefe verleihen.

In Quantico findet man heraus, dass Natalie eine Tochter hat, die sie nicht sehen darf, weil sie zur Akademie gekommen ist. Dies scheint der erste Versuch zu sein, Natalie sympathischer werden zu lassen. Ich hoffe, man lässt sich Zeit den Charakter netter werden zulassen, da es der Serie nicht schadet einen gänzlich unsympathischen Hauptcharakter zu haben.

Alex bekommt von Liam die Akte über ihren Vater und bricht in einem Gespräch mit Ryan zusammen, als sie ihm gesteht, dass sie es war, die ihren Vater getötet hat, der ein Held war. Liam und Sitas Gespräch zu urteilen nach, war dies nicht der Fall.

Calebs und Shelbys Flirterei geht weiter, es stellt sich heraus, dass er in der Analyse über sie nur nettes geschrieben hat. Ich muss sagen, dass mir die Chemie der beiden jetzt schon viel besser gefällt als Alex und Ryan es je getan haben. Hoffentlich werden die beiden schnell ein Paar. Und Shelby überweist jemanden eine Million Dollar. Ob es sich dabei um dieselbe Person handelt, mit der sie immer wieder heimlich telefoniert? Oder hat sie etwa etwas mit dem Attentat zu tun? Hoffentlich nicht, ich mag Shelby viel zu gerne dafür.

Fazit

Eine solide Folge, die aber leider zu viel Alex und zu wenig von den andern Charakteren zeigt. Die Trainingsmethoden in Quantico sind mir etwas suspekt, jedoch können die Gegenwartshandlungen die Folge noch herumreißen. Ich vergebe sechs Punkte und hoffe, dass die Serie ihr Potential bald voll ausschöpft.

Sophie Marak - myFanbase

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