Bewertung: 9

Review: #6.08 Lebenserhaltungsmaßnahmen

Foto: Kadee Strickland & Brian Benben, Private Practice - Copyright: 2012 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.
Kadee Strickland & Brian Benben, Private Practice
© 2012 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.

Wow, ich hab mich selbst noch nicht ganz von der Episode erholt, da ich die letzten Minuten einfach nur noch komplett durchgeweint habe. Diese Folge hat mich emotional unfassbar berührt und hat mal wieder gezeigt, welch starke Charaktere Cooper und Charlotte doch sind.

"My family needs me. Charlotte and Mason and Baby King-Freedman and the two heads of lettuce, they all need me. Because I'm the Dad now and it's time to step up and do my job."

Eines ist klar, Cooper ist einer der tollsten und sympathischsten Charaktere bei "Private Practice". Er schafft es immer wieder einen zum Lachen zu bringen, ist ein toller Kinderarzt und ein wundervoller Ehemann und Vater. Deshalb wünscht man ihm natürlich nur das Beste und es ist so schön, dass diese Folge aus seiner Sicht erzählt wurde. Es hat mich gefreut, dass er seine Gedanken und seine Freude am Anfang immer wieder in die Kamera gesprochen hat, sodass man sehen konnte, wie es ihm geht. Das hat diesem Charakter genau das verschafft, was man an ihm so liebt. Sehr schön war auch mit anzusehen, wie er für Charlotte da ist und immer wieder versucht, sie aufzubauen und davon zu überzeugen, dass diese Schwangerschaft für sie das Beste ist, was jemals passiert ist. Es hat mich auch gefreut, dass die beiden drei Mädchen bekommen, denn Cooper als Vater von drei Mädchen passt wie die Faust aufs Auge. Seine Begeisterung und Freude hat immer wieder ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert und auch die kleinen Streitereien, die er mit Charlotte hatte, sind gelungen, denn dies sind Entscheidungen, die nicht einfach sind und die Einfluss auf das zukünftige Leben haben werden.

Charlotte hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, weil man deutlich sieht, dass sie mit der Schwangerschaft nicht zurecht kommt und auch nicht begeistert ist. Dennoch spürt man immer wieder, wie sie doch die Babys haben will und möchte, dass sie gesund zur Welt kommen, auch wenn sie das nicht so rüberbringt. Sehr schön fand ich auch die Einblendungen, wie groß die Babys zu welcher Zeit sind und je später es wurde, umso mehr musste ich schlucken, weil dies doch eine sehr krasse Vorstellung ist, was Charlotte da gerade durchmacht. Ihr Verhalten ist während der Schwangerschaft einfach typisch Charlotte, doch durch Cooper entsteht ein Gleichgewicht und das bewundere ich sehr an dieser Beziehung, die einfach besonders ist. Ich habe die Schwangerschaft in der Folge sehr genossen und hätte niemals damit gerechnet, dass diese letzten Minuten so verlaufen werden.

Plötzlich gibt es Komplikationen und Charlotte muss entbinden, obwohl es viel zu früh ist. Ich denke, dass dies bei einer Schwangerschaft mit Drillingen öfters vorkommt, doch was dann geschieht, hat mich aus den Socken gehauen. Charlotte bringt das erste Mädchen zur Welt, das sofort operiert werden muss. Die beiden anderen Mädchen bleiben erstmal bei Charlotte, die jetzt ans Bett gefesselt ist und die restliche Schwangerschaft durchstehen muss. Das ist ein ziemlich großer Brocken, den man hier aufnehmen und verarbeiten muss. Doch das Schlimmste war dann tatsächlich Cooper, der für seine Familie stark sein muss. Als er im OP angefangen hat, zu weinen, war es vorbei. Ab da flossen bei mir nur noch die Tränen und ich konnte mich nicht zurückhalten. Dazu kommt auch noch eine ganz zauberhafte Szene mit Cooper und Mason und dem neugeborenen Baby, die mich emotional auch sehr mitgenommen hat. Man kann es nicht anders ausdrücken - es ist einfach tragisch. Da liegt dieses kleine Mädchen, dessen Vater am Verzweifeln ist und nur möchte, dass alle in seiner Familie gesund sind. Er betet, damit alles gut wird und steht dann seiner Frau zur Seite, die ebenfalls sehr erleichtert ist, dass das Baby erstmal lebt. Ich weiß nicht, wann mich "Private Practice" das letzte Mal so mitgenommen hat. Am schönsten fand ich Charlottes Erleichterung, wo deutlich wurde, dass ihr die Baby die Welt bedeuten und sie möchte, dass alle gesund sind. Eine wunderbare letzte Szene dieser Folge, die sowieso schon grandios umgesetzt war. Jetzt wünscht man nur noch, dass am Ende alles gut geht und alle gesund sind. Denn noch eine Tragödie hat diese kleine Familie nicht verdient.

"When Pete died I felt relieved. I've never told that to anybody, never said it out loud. I mean, I miss him, I do, I miss him all the time, every day, but Pete was complicated."

Ein kleiner Störfaktor dieser Folge war Violets Handlungsstrang, der wirklich nur als Lückenfüller gedient hat und etwas Abwechslung schaffen sollte. Obwohl es thematisch sehr gut zur Episode gepasst hat, wirkte diese Story doch Fehl am Platz, weil man sowieso nur auf Cooper und die Schwangerschaft konzentriert war. Eine Sache, die mich jedoch überrascht hat, war Violets Aussage, dass sie erleichtert sei, dass Pete gestorben ist, weil nun alle Streitereien aufgehört haben. Dies ist eine enorme Erkenntnis, die mich auch mitgenommen hat. Man weiß ja, wie schwer die Beziehung der beiden lief, doch dass Violet wirklich erleichtert ist, damit hätte ich nicht gerechnet. Das macht ihre Trauer nicht wirklich glaubwürdig. Mal sehen, ob dieses Thema noch weiterverfolgt wird.

Fazit

Dies war eine sehr mitreißende und emotionale Episode von "Private Practice", die in den letzten Minuten nur noch zu ganz vielen Tränen geführt hat. Die Umsetzung ist sehr gut gelungen, weil man nach der ersten Hälfte der Folge niemals mit so einem Ende rechnet. Hut ab für die Autoren, die hier wieder bewiesen haben, wie stark diese Serie sein kann.

Alex Olejnik - myFanbase

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