Bewertung: 2

Review: #2.16 Ex-Leben

Dies ist seit langem die erste Episode von "Private Practice", die ich mir vollständig angesehen habe, da sie Teil eines Crossovers mit "Grey's Anatomy" ist. Unabhängig davon, dass ich von Beginn an keine große Lust auf eine erneute Kreuzung der beiden Serien hatte, wird hier doch sehr gut demonstriert, warum so ein Crossover stets problematisch ist, denn diese Episode ist nichts Halbes und nichts Ganzes.

Ein großer Teil der Handlung dieser "Private Practice"-Episode spielt im Seattle Grace Hospital, also am Schauplatz von "Grey's Anatomy", doch nur ein Teil der Charaktere aus "Grey's Anatomy" tritt auch auf, ironischerweise keine der beiden Greys. Meredith taucht ebenso wenig auf wie ihre kleine Schwester Lexie. Aus "Grey's Anatomy" sind Webber, Bailey, Alex, Derek und Mark zu sehen, das sind zwar einige, aber das alle anderen Charaktere überhaupt nicht auftreten, wirkt einfach nicht natürlich. Derek und Addison haben in dieser Episode einiges miteinander zu tun, ohne dass Meredith sich auch nur einmal blicken lässt, das erscheint schon seltsam.

Alex und Mark nutzen zwar die Gelegenheit, kurz über die Frauen ihrer Herzen zu sprechen – Alex mit Addison über Izzie und Mark mit Naomi über Lexie - aber vorangebracht werden die Alex & Izzie-Storyline und die Mark & Lexie-Geschichte nicht. Es bleibt bei kurzen, eher unergiebigen Gesprächen. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass zwei der derzeit bedeutsamsten Handlungsstränge von "Grey's Anatomy" nicht ausgerechnet in einer Episode von "Private Practice" (die auch weniger Zuschauer hat) ihre Blüte oder auch nur ein kleines Highlight erreichen, doch dann kann man im Gegenzug auch fragen, wozu wir überhaupt ein Crossover benötigen. Nichts Halbes und nichts Ganzes eben.

Inwieweit "Private Practice"-Fans auf ihre Kosten kommen, kann ich schlecht beurteilen. Zwischen Sam und Bailey wird eine gewisse Sympathie angedeutet, die aber natürlich zu nichts führen kann, nicht einmal zu einer guten Freundschaft, da beide wieder getrennte Wege gehen werden, Sam in "Private Practice" und Bailey in "Grey's Anatomy".

Was genau zwischen Archer und Naomi ist, ob diese Beziehung wirklich eine Zukunft hat, weiß ich auch nicht, doch Archer wird recht unsympathisch dargestellt. Derek und Bailey lassen in dieser Episode ja keine Gelegenheit aus, Archers nachteilige Charaktereigenschaften anzusprechen, so dass sich auf lange Sicht entweder eine Storyline entwickelt, die zeigt, wie sich Archer vom Mistkerl zu einem gutherzigen Arzt mit rauem Charme wandelt (Alex lässt grüßen), oder aber er wird schon bald in die Wüste geschickt. Da McDreamy seinen Ex-Schwager doch mit ziemlich eindeutigen Schimpfnamen bedenkt, die keiner Interpretation bedürfen, erscheint letzteres wahrscheinlicher.

Maret Hosemann - myFanbase

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