Episode: #4.01 Public Relations

Don begeht einen Fehler, der die Existenz der neuen Agentur gefährdet. Peggy und Pete versuchen, auf unkonventionelle Weise das Geschäft eines Werbekunden anzukurbeln, stoßen dabei allerdings auf ungeahnte Schwierigkeiten. Betty und die Kinder sind bei der Familie von Henry zum Essen eingeladen und hinterlassen dabei nicht den besten Eindruck.

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Foto: Jon Hamm, Jared S. Gilmore & Kiernan Shipka, Mad Men - Copyright: Mike Yarish/AMC
Jon Hamm, Jared S. Gilmore & Kiernan Shipka, Mad Men
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In einem Restaurant beantwortet Don die Fragen eines Reporters von der Zeitschrift Advertising Age. Da seine Werbekampagne für das Bohnerwachs der Firma Glo-Coat in der Branche für großes Aufsehen gesorgt hat, soll in der nächsten Ausgabe ein Porträt über ihn erscheinen. Der Reporter will im Zuge dessen auch mehr über die Privatperson Don Draper herausfinden, doch dieser weicht den persönlichen Fragen weitgehend aus.

Roger und Pete holen Don im Anschluss an das Interview zu einem Termin mit einem potentiellen Kunden, dem Bademodenhersteller Jantzen, ab. Das Familienunternehmen will sich mit seinen traditionellen Zweiteilern bewusst von konkurrierenden Bikini-Herstellern abgrenzen, deren Image die Vertreter von Jantzen für anstößig befinden. Beeindruckt von Dons gutem Ruf und seinem kompetenten Auftreten, beauftragen sie den Erstentwurf einer entsprechenden Werbekampagne.

Nach dem Kundentermin kehren Don, Roger und Pete in die Agentur zurück, wo sie bereits von einem ungeduldigen Bert Cooper erwartet werden. Letzterer stellt Don wegen eines verpassten Kundentermins zur Rede und beklagt sich über die Tatsache, dass die neuen Räumlichkeiten weder groß genug noch sonderlich präsentabel seien. Coopers schlechte Laune überträgt sich auf Don, der wiederum Pete vorwirft, nicht genug interessante Kundentermine an Land zu ziehen. Das Gespräch wird unterbrochen, als Dons Steuerberater ihm einen Besuch abstattet. Er redet Don ins Gewissen, weil dieser immer noch für das Haus in Ossening bezahlt, in dem nun Betty mit Henry und den Kindern lebt. Eigentlich hätten sie schon vor einem Monat ausziehen sollen, doch Don will keinen unnötigen Streit provozieren.

Peggy scherzt in ihrem Büro mit dem neuen Kollegen Joey, als Pete mit Neuigkeiten über den Werbekunden Sugarberry Ham hereinplatzt. Das Unternehmen hat nicht, wie angekündigt, für jeden Mitarbeiter von Sterling Cooper Draper Pryce ein Exemplar ihres Produkts als Thanksgiving-Geschenk geschickt, sondern lediglich ein einziges für die gesamte Agentur. Pete interpretiert dies als Zeichen für den bevorstehenden Verlust des Kunden. Um dem entgegenzusteuern, schlägt Peggy einen unkonventionellen Schachzug vor: Sie wollen zwei Schauspielerinnen engagieren, die sich in einem Supermarkt vor den Augen der Öffentlichkeit um das Produkt von Sugarberry Ham streiten. Dadurch soll der Markenname in die Schlagzeilen lokaler Medien gelangen, und der Absatz in weiterer Folge angekurbelt werden.

Roger spaziert in Dons Büro, um ihn zu einem Thanksgiving-Essen bei sich zu Hause einzuladen. Als dieser dankend ablehnt, stellt Roger ihm eine Verabredung mit einer von Janes jungen Freundinnen, Bethany, in Aussicht. Noch ehe Don widersprechen kann, leitet Roger für den darauffolgenden Abend ein erstes Aufeinandertreffen zwischen den beiden in die Wege. Später verlässt Don das Büro und begibt sich in seine Wohnung, wo er von seiner Haushälterin Celia empfangen wird. Er macht es sich vor dem Fernseher gemütlich und sieht zufällig den von ihm konzipierten Werbespot für Glo-Coat.

Am nächsten Abend trifft Don sich mit Bethany zum Abendessen im Restaurant. Die junge Dame gesteht, ein wenig aufgeregt zu sein, weil sie normalerweise nicht mit geschiedenen Männern ausgeht. Mit der Zeit legt sich ihre Nervosität jedoch, und die beiden unterhalten sich gut. Auf dem Nachhauseweg im Taxi startet Don schließlich einen Annäherungsversuch. Zwar erwidert Bethany seinen Kuss, doch zu mehr lässt sie sich vorerst nicht überreden. Obwohl sie meint, dass sie ihn gerne wiedersehen würde, ist Don vom Ausgang des Abends enttäuscht.

Peggy und Pete treffen sich mit den beiden Schauspielerinnen, die den geplanten Streit im Supermarkt angezettelt haben. Sie gratulieren ihnen zu der überzeugenden Darbietung und überreichen ihnen zur Belohnung je einen Umschlag mit Geld. Bei der Verabschiedung kommt es allerdings zu erneuten Handgreiflichkeiten zwischen den zwei Frauen, da sie einander vorwerfen, zuvor im Supermarkt unnötig grob gewesen zu sein. Nur mit Mühe und Not können Peggy und Pete die beiden besänftigen.

Harry kehrt mit einer guten Nachricht von seiner Geschäftsreise aus Los Angeles zurück: Ihm ist es gelungen, eine Jai-Alai-Sondersendung an den TV-Sender ABC zu verkaufen. Stolz beauftragt er Joan, eine Besprechung mit den Partnern einzuberufen, um ihnen persönlich von seinem Erfolg zu berichten. Zur selben Zeit erhebt Roger, der in der Zwischenzeit den Artikel über Don im Advertising Age gelesen hat, schwere Vorwürfe gegen seinen Kollegen. Anstatt diese Gelegenheit zu nutzen, um Werbung zu machen, habe Don mit seiner verschlossenen und arroganten Art dem Ruf der Agentur geschadet, so Roger. Don entgegnet, dass ihm diese Art der öffentlichen Zurschaustellung nun einmal nicht liege. Um ihn wieder zu beruhigen, lässt Roger Don wissen, dass Bethany die Verabredung mit ihm sehr genossen hat.

Pete ruft Peggy und Joey in sein Büro, um ihnen zu berichten, dass ihre Idee mit dem inszenierten Streit ein voller Erfolg war: Die Marke Sugarberry Ham ist infolge der Medienberichterstattung über den Vorfall in aller Munde. Während Peggy spontan Ideen für eine neue Kampagne sammelt, nimmt Pete einen Anruf von seinem Freund Ho-Ho entgegen. Dieser teilt ihm mit, den Jai-Alai-Werbevertrag mit sofortiger Wirkung kündigen zu wollen, weil er nicht namentlich in dem Artikel über Don als einer der wichtigsten Kunden der neuen Agentur erwähnt worden ist. Pete unterbricht die Besprechung zwischen Harry und den Partnern, um ihnen die schlechte Nachricht sofort mitzuteilen. Alle sind enttäuscht, und besonders Cooper lässt seinem Ärger über Dons Verhalten bei dem Interview freien Lauf. Er schlägt vor, im Sinne der Schadensbegrenzung ein weiteres Interview mit einem Bekannten vom Wall Street Journal zu arrangieren, doch Don sieht darin zunächst keinen Sinn.

Betty ist mit den Kindern zu Gast bei Henrys Mutter Pauline, die ein traditionelles Thanksgiving-Essen für die ganze Familie veranstaltet. Während Betty bemüht ist, einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen, fühlt Sally sich sichtlich unwohl. Sie weigert sich, etwas zu essen, und wird dafür von ihrer Mutter unsanft aus dem Zimmer befördert. Später muss Henry sich von seiner Mutter anhören, dass sie Betty für eine dumme Frau halte, die schlichtweg nicht gut genug für ihren Sohn ist.

Don bestellt sich ein Callgirl in die Wohnung und lebt mit ihr seine sexuellen Fantasien aus. Kurz darauf ruft Peggy bei ihm an und teilt ihm mit, dass er ihr aus einer misslichen Lage helfen müsse. Eine der beiden Schauspielerinnen, die sie ohne Dons Wissen für den Streit im Supermarkt angeheuert hat, erhebt Anklage gegen die andere wegen Körperverletzung. Um die Klage abzuwenden und die zwei Frauen zum Schweigen zu bringen, benötigt Peggy dringend Geld. Als sie später bei Don vorbeikommt, um es sich persönlich abzuholen, muss sie für ihr leichtsinniges Verhalten eine Standpauke von ihrem Vorgesetzten über sich ergehen lassen.

Betty und Henry liegen nachts bereits im Bett, als sie vor ihrem Schlafzimmer Geräusche hören. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um Sally handelt, die heimlich mit ihrem Vater telefonieren will. Betty lässt dies nicht zu und schickt ihre Tochter stattdessen zurück ins Bett. Um endlich wieder einmal ungestört ihre Zweisamkeit genießen zu können, schlägt Henry daraufhin vor, mit Betty wegzufahren. Als Don am nächsten Tag die Kinder abholen kommt, setzen sie dieses Vorhaben sogleich in die Tat um. Sie kehren jedoch nicht wieder zur vereinbarten Zeit zurück, was Don dazu veranlasst, es sich in seinem ehemaligen Wohnzimmer gemütlich zu machen und dort auf die Ankunft von Betty und Henry zu warten. Verärgert über das rücksichtslose Verhalten seiner Ex-Frau, konfrontiert Don Betty nach ihrer verspäteten Heimkehr bezüglich der aktuellen Wohnsituation: Entweder sie ziehen demnächst aus, oder aber sie müssen fortan Miete für das Haus bezahlen. Nach Dons Abgang regt Betty sich maßlos über diese dreiste Forderung auf, muss allerdings feststellen, dass Henry in dieser Angelegenheit auf Dons Seite steht und für einen raschen Auszug plädiert.

Im Büro unterhält sich Don mit Peggy erneut über ihr unangemessenes Vorgehen in Bezug auf Sugarberry Ham. Obwohl alles glimpflich ausgegangen und der Kunde zufrieden ist, kann und will Don solch zweifelhafte, potentiell rufschädigende Methoden nicht befürworten. Peggy entgegnet schnippisch, dass der Ruf der Agentur aufgrund von Dons verpatztem Interview ohnehin nicht der allerbeste sei und sie alle letztlich nur hier wären, um es ihn recht zu machen.

Beim Termin mit den Vertretern von Jantzen präsentiert Don eine bewusst provokative Werbestrategie, die bei den konservativen Kunden auf wenig Gegenliebe stößt. Sie betonen, dass diese Art der Werbung nicht ihrem Image als Familienunternehmen entspreche, und lehnen die Idee ab. Don verliert daraufhin die Contenance und jagt die Kunden aufgebracht aus der Agentur. Gleichzeitig beauftragt er seine Sekretärin, einen Termin mit Coopers Kontaktperson beim Wall Street Journal zu vereinbaren. Ohne falsche Bescheidenheit berichtet Don bei seinem zweiten Interview von seinen Errungenschaften als Werbefachmann.

Willi S. - myFanbase


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