Bewertung: 7

Review: #5.13 Where Are Your Parents?

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Es weihnachtet sehr! Ich kann mich nicht erinnern, dass wir bei "How to Get Away with Murder" schon einmal eine Weihnachtsfolge gesehen hätten und so war diese mehr oder weniger feierliche Stimmung eine sehr nette Abwechslung. Folgen, in denen Annalises Mutter Ophelia erscheint, haben oft einen ganz besonderen Flair und so toll ich Cicely Tyson auch finde, so beinhaltete dieser Flair oftmals eine sehr emotional-belastende Note. In dieser Woche war es ein wenig anders und so gelang eine gute Mischung aus emotionalen und manchmal aber auch leichteren Momenten. Insgesamt fiel der Spannungsbogen dafür ein wenig ab und die Handlung wurde nicht allzu stark vorangetrieben.

Annalise: "What about me loving myself, Mamma? Doesn't that count for anything?"
Ophelia: "You'll never love yourself if you hurt people, Anna Mae. We both know that."


Kommen wir doch gleich mal zu Annalise und Ophelia. Denn der Besuch ihrer Mutter brachte Annalise mal wieder zum Nachdenken in Bezug auf ihre Rolle in all den Verbrechen, die um sie herum so begangen wurden. Es ist mehr als verständlich, dass sie in Betracht zieht, mit der Polizei zu kooperieren und in die Immunität einzuwilligen – sogar Frank hielt dies angesichts ihrer Verwicklung bzw. Nicht-Verwicklung für vernünftig. Aber Annalise wäre nicht Annalise, und das versteht ihre Mutter besser als jede andere, wenn sie ihre Liebsten tatsächlich hängen lassen würde. Das sieht ihr nicht ähnlich und es ist mehr als unwahrscheinlich, dass wir dies eines Tages sehen werden. Auch wenn das Gespräch zwischen ihr und der Kommissarin nicht zustande kam, bezweifle ich sehr stark, dass Annalise auch nur irgendjemanden verraten hätte. Doch sie kam gar nicht in diese Situation, da ihre Herzlichkeit ihr schon davor zugute kam. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass Tegan so weit gehen würde, die Kommissarin aus taktischen Gründen zu verführen, doch dieser Schachzug war ziemlich genial.

Tegan: "I just bought you time until Telesco's replacement catches up. You can sleep with that one."

Denn Kommissarin Telesco wäre noch gefährlich geworden und ob sie nun wirklich komplett ausgeschaltet wurde, ist die Frage. Sie war Annalise und ihrer Bande schon recht dicht auf den Fersen und sie ist noch eine der wenigen, die den von Nate geschickt inszenierten falschen Beweisen nicht glaubt. Doch ob Tegans Plan nun langfristig funktionieren wird oder nicht – für mich katapultierte sie sich durch diese Aktion immens nach oben auf der Sympathieleiter. Bisher konnte man sich nämlich auch bei ihr nicht gänzlich sicher sein, auf wessen Seite sie nun wirklich stand, doch spätestens jetzt kann man beruhigt Team Tegan sein, ohne befürchten zu müssen, dafür bestraft zu werden. Dies gilt offenbar nicht für Emmet, den die Gouverneurin am Ende dieser Folge mehr als überraschenderweise an den Pranger stellte. Ob wir ihr glauben können, wissen wir natürlich nicht, doch es wäre zumindest ein Twist, den man so nicht direkt hatte kommen sehen und der Annalise sicherlich beeinflussen würde. Denn in dieser Folge schien es das erste Mal, als würde sie Emmetts Gefühle zumindest ansatzweise erwidern und auch der Zuschauer konnte sich möglicherweise ein wenig mehr mit diesem Pairing anfreunden, nur um kurz darauf zu erfahren, dass dies wahrscheinlich keine gute Idee wäre. Ich bin wirklich sehr gespannt, was uns die Gouverneurin dahingehend noch erzählen wird und wie es mit Emmett und Annalise weitergeht. Leider hat es in dieser Folge ein wenig gedauert, bis uns diese überraschende Wendung präsentiert wurde und nicht alle Szenen auf dem Wege dahin waren von Spannung geprägt.

Pam: "Where are your parents?"

Im direkten Vergleich zwischen den Weihnachtsessen hat für mich trotz rührender Geschichten von Ophelia eindeutig das Weihnachten bei den Keating 5 gewonnen. Allerdings bin ich diesbezüglich natürlich mehr als parteiisch, weil mir alle Szenen mit den Keating 5 immer sehr gut gefallen. Hier hat es die Serie nämlich wunderbar geschafft, aus der anfänglich konkurrenzbelasteten Beziehung eine tolle Freundschaft entstehen und trotzdem keine Langweile aufkommen zu lassen. Und in dieser Folge wurde durch den Besuch von Connors Mutter Pam noch ein wenig frischer Wind in die Konstellationen gebracht. Es gefiel mir, wie sie die Familienverhältnisse der anderen in Frage stellte und es war mehr als amüsant zu sehen, wie unangenehm allen Beteiligten ihre Liaison mit Asher war. Nach einigen ganz netten Szenen war dann aber eindeutig das Highlight, als die Polizei im Haus auftauchte und mit den Durchsuchungen begann. Hier bekamen wir eine kurze, aber für mich sehr bedeutsame Szene zu sehen, in der Pam mit Connor sprach und man ihm anmerkte, dass er richtig mit sich rang und vermutlich am liebsten seiner Mutter alles erzählt und sich mal so richtig ausgeheult hätte. Nach allem, was vorgefallen ist, wäre das natürlich schlecht möglich ohne sie einerseits in alle mit hineinzuziehen und andererseits ihr Bild von ihrem Sohn zu zerstören. Dieser innere Konflikt von Connor zerbrach einem das Herz und erneut wünscht man sich, dass die Keating 5 es schaffen, alles hinter sich zu lassen. Es wäre wirklich eine große Ironie des Schicksals, wenn sie letzten Endes alle wegen eines Mordes, in den sie ausnahmsweise nicht direkt verwickelt waren, auffliegen würden. Ich bin sehr neugierig, was die Polizei finden wird, ob Olivers Passwörter tatsächlich so idiotensicher sind und auch, ob Gabriel sich tatsächlich als der liebe Kerl entpuppt, der er in dieser Folge vor allem beim Telefonat mit seiner Mutter versucht hat zu sein – ist man einfach schon zu misstrauisch geworden oder steckt doch noch mehr hinter ihm und der "we know everthing"-Ankündigung über ihn? Und wer zur Hölle hat Laurel keuchend angerufen? So richtig erfahren haben wir damals ja nicht, was mit ihrer Mutter passiert ist – für mich steht ja irgendwie immer noch im Raum, dass Laurel ihr etwas angetan hat, aber gut...

Frank: "You, uh, take a pregnancy test?"
Bonnie: "I can't do this."
Frank: "Hey. You got me. No matter what happens. I'm here."


Ganz am Rande bekamen wir noch zu sehen, wie Frank und Bonnie weiter zusammenwuchsen. Sollte sich der negative Schwangerschaftstest nicht im Nachhinein als falsch entpuppen, finde ich diesen Mini-Handlungsstrang ein wenig überflüssig, aber immerhin zeigte sich dadurch noch mehr, wie viel Frank an Bonnie liegt. Ob es die beiden eines Tages schaffen, ihre Traumata zumindest teilweise hinter sich zu lassen und glücklich miteinander zu werden, ist fraglich, zu wünschen wäre es ihnen, da sie mir als Paar immer besser gefallen.

Fazit

Auch wenn die Folge zeitweise nicht ganz so aufregend war wie wir es von der Serie aus den letzten Wochen gewohnt waren, so hat der Feiertagsflair Spaß gemacht und die Wendungen der letzten Minuten machen neugierig, wie es weitergeht.

Klara G. - myFanbase

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