Bewertung

Review: #9.04 Versteckspiel

Alles in allem war das eine ruhige Folge, welche die Leichtigkeit aus der letzten Woche weiterführt und auch wieder den Humor spielen lässt.

Nach so vielen Jahren schaffen es Meredith und Derek mir immer noch ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Deren gemeinsame Szenen zeigen sie als harmonisches und liebevolles Paar, was vor allem jetzt, nach den tragischen Ereignissen der letzten Zeit, umso stärker zur Geltung kommt. Und dieses Mal ist es nicht nur Meredith, die auf jeden Fall eine gute Figur macht, sondern auch Derek, der aus seinen Fehlern gelernt hat. Vielleicht kann er nie wieder operieren und dennoch verfällt er nicht in ein schwarzes Loch. Es hätte den Zuschauer nicht gewundert, wenn er sich wieder völlig egozentrisch verhalten hätte, worunter Meredith natürlich am meisten leiden würde. Stattdessen aber freut er sich mit seiner Frau über die erfolgreich durchgestandene Operation. So muss eine Beziehung aussehen. Was dabei besonders positiv heraussticht, ist, dass Owen derjenige war, der Merediths Handeln rechtfertigt und Derek seine Fehler vor Augen führt. Das passierte einfach in einem kurzen Gespräch und die Wirkung ist dafür umso größer. Es freut mich zu sehen, dass diese beiden Männer Freunde sind.

Apropos Owen, dieser leidet sehr unter der Trennung von Cristina und man kauft ihm sofort ab, wie sehr er seine Frau vermisst. Auch wenn er sie betrogen hat, leide ich trotzdem mit ihm und sehe gerade wegen dieser fortbestehenden Liebe noch eine Chance für die beiden. Natürlich braucht das Zeit und für die vorher so unüberbrückbaren Differenzen muss auch noch eine Lösung gefunden werden, doch ich glaube an die beiden. Cristina fühlt sich währenddessen doch wohler in Minnesota, als ich noch zu Beginn der Staffel gedacht habe. Ihr Techtelmechtel mit Dr. Parker ist aber wirklich ungewöhnlich und ich bin sehr erleichtert darüber, dass das nur temporär war. Es ist schon lustig, dass Vorgesetzte an sich einen gewissen Reiz auf sie ausüben. Man siehe sich nur Colin Marlow oder Burke an. Ihre Freundschaft zu dem älteren Chirurgen Dr. Thomas entwickelt sich dabei zu einer richtig tollen Geschichte. Die beiden sind einfach amüsant und Cristina braucht zur Zeit diesen Halt. Natürlich ist Meredith permanent für sie da, doch zwischen den beiden liegt nun mal eine gewisse Entfernung. Es war schön zu sehen, wie sie sich für ihren Freund so einsetzt und immer wieder zeigt, dass sie ein weitaus emotionalerer Mensch ist, als viele annehmen. Trotzdem wird beziehungsweise muss Cristina irgendwann nach Seattle zurückkehren. So gut es ihr vielleicht tut, für eine gewisse Zeit Abstand zu halten, kann ich mir nicht vorstellen, dass die gesamte neunte Staffel über zwei Locations aufrecht gehalten wird.

Eigentlich wären Jackson und April ein niedliches Paar, wenn sie denn endlich ihre Hemmungen - und ich meine das nicht in sexueller Hinsicht - ablegen und sich auf eine reife Beziehung einlassen würden. Dieses ganze Versteckspiel ist bereits jetzt ein wenig ermüdend und hier wäre es an der Zeit für den nächsten Schritt. Währenddessen vergnügen sich Webber und Catherine wieder miteinander und ich habe absolut nichts dagegen. Zwar ist Webber noch verheiratet, doch bezüglich Adele gelten andere Maßstäbe. Jackson ist von dieser Bindung aber nicht so angetan und seine Warnung an Webber, er solle seine Mutter bloß nicht verletzen, war schon sehr unterhaltsam. Auch Bailey wurde für den Comic Relief eingesetzt und allmählich fällt es auf, dass sie keine richtige Storyline mehr hat und immer dort auftaucht, wo ein lustiger Spruch von Nöten ist. Das ändert sich hoffentlich bald, auch wenn sie stellenweise zum Schießen ist.

Arizona macht Fortschritte und geht zur Physiotherapie. Ihre Abwehrhaltung lässt allmählich nach und ihr Arzt ist mir sehr sympathisch. Er wusste mit ihr umzugehen. Außerdem lässt Arizona nun Callie ein bisschen mehr an sich heran und auch mit Alex hatte sie eine kurze bewegende Szene. Davon kann es ruhig mehr geben, denn Alex braucht einfach so eine Storyline, die sich nicht darum dreht, mit irgendeiner Frau zu schlafen. Bei Arizonas Heilungsprozess müssen sowohl Callie, als auch Alex dabei sein.

Fazit

Das war keine herausragende Folge, sondern eine, die in ihren unaufgeregten Momenten ihre größte Stärke entfaltet.

Lukas Ostrowski - myFanbase

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