Bewertung: 7

Review: #3.06 Von Schweinen und Hühnern

Foto: Chandra Wilson, Grey's Anatomy - Copyright: 2006 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved. No Archive. No Resale./Richard Cartwright
Chandra Wilson, Grey's Anatomy
© 2006 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved. No Archive. No Resale./Richard Cartwright

Ich habe ja schon viele seltsame Metaphern gehört, aber die Frage, ob man in einer Beziehung eher Schwein oder Huhn ist, war mir neu. Da sag noch mal einer, Fernsehen würde nicht bilden! Für alle, die diese nette Metapher nicht mehr genau im Sinn haben: Zum Frühstück gibt es Schinken und Ei. Das Schwein opfert sich voll und ganz, um den Schinken beizusteuern (mit anderen Worten: es wird geschlachtet), das Huhn aber gibt nicht alles von sich, sondern leistet mit dem Ei nur einen kleinen, oberflächlichen Beitrag. Die Einteilung in Schweine und Hühner ist auf jeden Fall recht praktisch und sollte daher vorerst beibehalten werden.

Die Schweine

Izzie ist auf jeden Fall ein Schwein. Eigentlich eher eine Sau, aber man darf Metaphern ja nicht so genau nehmen. Sie ist ein Schwein, weil sie wirklich alles gibt und ins Seattle Grace Hospital zurückkehrt, wo sie sich vorerst ganz unten in der Hierarchie einreihen muss. Doch trotz der Widrigkeiten schafft sie es, einer missverstandenen Patientin zu helfen. Es ist schön, dass Izzie wieder dabei ist, allerdings hätte Meredith auch von alleine erkennen können, dass die Patientin sich selbst verletzt, denn das war schon ziemlich offensichtlich.

Als Schwein darf sich auch Cristina bezeichnen, die für Burke derzeit alles opfert. Sie vernachlässigt und belügt ihre Freunde und riskiert ihre Karriere, nur damit Burke weiter operieren kann. Offensichtlich wächst Cristina diese Geschichte über den Kopf und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Burkes Probleme ans Tageslicht kommen. Am Ende steht Cristina möglicherweise als die große Verliererin dar, weil sie die Vertuschungsaktion erst möglich gemacht und Burkes Operationsplan koordiniert hat. Im Moment macht Burke auf mich leider auch nicht den Eindruck, als ob er Cristina im Ernstfall uneingeschränkt den Rücken stärken würde.

Auch George versucht ein Schwein zu werden und will sich mehr in die Beziehung mit Callie einbringen, doch noch weist sie ihn ab. So recht verstehe ich nicht, warum George ihr nun wieder hinterher rennt, obwohl er Meredith doch gesteht, dass er gar nicht wirklich unter der Trennung von Callie leidet. Läuft das etwa wirklich unter dem "Was besseres bekomme ich nicht"-Prinzip?

Die Hühner

Das absolute Oberhuhn im Seattle Grace Hospital ist für mich Mark Sloan. Der gute Mann schläft mit allem, was nicht bei drei auf den Bäumen ist und behandelt Alex wie einen Laufburschen, statt ihn richtig auszubilden. Mark bringt wirklich nur das nötigste ein und opfert sich kein Stück. Irgendwie kann ich mir kaum vorstellen, dass Mark für Derek einmal wie ein Bruder gewesen sein soll, denn bislang offenbart er wirklich nur schlechte Charaktereigenschaften.

Freilich benimmt sich auch Derek derzeit ein wenig Hühner-haft, denn statt auf Meredith zu zugehen, flattert er herum und will Freiraum. Auch Meredith sagt nicht wirklich, was sie will und hält sich bedeckt. Nichts gegen Freiraum und Zurückhaltung, doch wenn man bedenkt, wie oft sich schon diverse Komplikationen zwischen Derek und Meredith ergeben haben, sollten sie jetzt, da ihnen mal ausnahmsweise nichts und niemand im Weg steht, etwas mehr Elan an den Tag legen.

Maret Hosemann - myFanbase

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