Bewertung: 7

Review: #4.18 Ach du dickes Ei

Foto: Lauren Graham & Alexis Bledel, Gilmore Girls - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Lauren Graham & Alexis Bledel, Gilmore Girls
© Warner Bros. Entertainment Inc.

In Stars Hollow stinkt es zum Himmel. Schuld daran sind 59 vergessene Ostereier, für die Kirk keine Eierkarte gemacht hat und die nun langsam vor sich hin gammeln. Während Taylor außer sich ist und die Bewohner zum Eiersuchen abkommandiert, haben die Gilmore Girls ganz andere Sorgen: Lorelai trifft Jasons Eltern und Rory erfährt, dass ihr Ex-Freund Dean das College abgebrochen hat, um Geld für sich und seine Frau Lindsay zu verdienen.

Eier sind in Stars Hollow nicht nur ein gesundes Frühstück, sondern mitunter auch eine gefährliche Waffe. In der Episode #3.06 Faule Eier musste das Auto von Jess dran glauben und wurde mit gefüllten Eiern beworfen. Nun also sind es vergessene Ostereier, die für Aufregung sorgen und die geplante Blumenausstellung gefährden. Mir persönlich gefällt diese Nebenstory richtig gut. Endlich bekommen wir mal wieder Einblick in das verrückte Kleinstadtleben von Stars Hollow und können uns über ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie Taylor und Gypsy freuen.

Außerdem bekommt Kirk, der meistens nur der 'Spinner vom Dienst' ist, etwas mehr Tiefe verliehen, denn es wird deutlich, wie wichtig ihm Taylors Anerkennung ist und wie sehr er darunter leidet, dass Taylor ihm die Schuld an dem Eier-Desaster gibt. Mir war Kirk noch nie so sympathisch wie in dieser Folge. Am Ende ist es Luke, der die letzten Eier findet und Kirk den Ruhm überläßt. Das beweist wieder einmal, dass Luke doch sehr viel an den Menschen in Stars Hollow liegt.

Nun aber zu den Gilmore Girls. Auf gemeinsame Szenen der beiden müssen wir wieder einmal weitgehend verzichten. In dieser Folge sind sowohl Lorelai als auch Rory vor allem mit den Männern in ihrem Leben beschäftigt.

Lorelai und Jason

Jasons Vater Floyd, zugleich auch Richards Ex-Chef, kündigt seinen Besuch bei den Gilmores an. Da dieser Besuch an einem Freitagabend stattfinden soll, hat Lorelai das Vergnügen, offiziell die Eltern ihres (heimlichen) Freundes zu treffen. Doch der Abend wird - wie kann es bei den Gilmores auch anders sein - zum Desaster. Floyd droht zunächst damit, Richard zu verklagen und enthüllt schließlich, dass Lorelai und Jason seit Monaten heimlich liiert sind. Obwohl mir Jason nie sonderlich sympathisch war, tut er mir in dieser Folge doch ein wenig leid, denn so vom eigenen Vater hintergangen zu werden ist schon hart.

Auch die Kluft zwischen Lorelai und ihren Eltern wird mal wieder größer und man zweifelt immer mehr daran, dass es jemals zu einer richtigen Versöhnung kommen wird. Auf jeden Fall zeigt sich, dass Lorelai und Jason doch etwas gemeinsam haben: beide verstehen sich nicht besonders gut mit ihren Eltern und werden von ihren Vätern nicht so recht akzeptiert. Das scheint die beiden zusammenzuschweißen, doch spätestens in der letzten Szene, in der Richard und Floyd sich verbünden um Jason auszubooten, wird klar, dass es für Lorelai und Jason keine gemeinsame Zukunft geben kann. Richard wirkt dabei so fies und hinterhältig wie niemals zuvor. Geht es ihm wirklich nur darum, seinen Job zu retten oder will er sich an Jason für dessen heimliche Affäre mit Lorelai rächen?

Rory und Dean

Als Dean ein Bücherregal, für das im Dragonfly Inn kein Platz mehr ist, zu Rory ins Wohnheim bringt, gesteht er ihr, dass er das College abgebrochen hat, um Geld für das Reihenhaus zu verdienen, das seine Frau Lindsay sich wünscht. Rory ist mit dieser Entscheidung alles andere als einverstanden und es kommt zum Streit. Man wird dabei das Gefühl nicht los, dass Deans Wut gar nichts mit Rorys Meinung zu tun hat, sondern das er selber nicht glücklich mit seiner Entscheidung ist.

Schließlich macht Rory den Fehler, in Taylors Laden über Lindsay herzuziehen, während diese hinter dem nächsten Regal steht. Das ist zwar ein unglücklicher Zufall, aber in einer kleinen Stadt sicher nichts ungewöhnliches, so dass man Rory schon vorwerfen kann, sich nicht sonderlich clever verhalten zu haben. Lindsay verbietet Dean daraufhin jeden Kontakt mit Rory, was diesen aber nicht daran hindert, Rory mitten auf der Straße anzuhalten und sich mit ihr in einer "dunklen Seitenstraße" auszusprechen. Spätestens in dieser Szene wird deutlich, dass Dean in seiner Ehe nicht glücklich ist und ihm die Rolle des treusorgenden Ehegatten, der schön brav das Geld nach Hause bringt, nicht gefällt. Als sich Rory und Dean voneinander verabschieden und Dean seiner Ex-Freundin traurig hinterher blickt, ahnt man schon, dass dies der Anfang vom Ende einer Ehe ist.

Fazit

In #4.18 Ach du dickes Ei werden viele der kommenden Ereignisse vorbereitet und man kann am Ende der Episode förmlich spüren, dass noch eine Menge passieren wird. Zum Finale hin nimmt diese Staffel, die etwas gemächlich begonnen hat, doch noch Fahrt auf...

Maret Hosemann – myFanbase

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