Bewertung: 5

Review: #4.10 Eine heimliche Affäre

Foto: Lauren Graham, Gilmore Girls - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Lauren Graham, Gilmore Girls
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Die zehnte Episode der vierten Staffel lief in Deutschland unter dem Titel #4.10 Eine heimliche Affäre, dabei dreht es sich genau genommen sogar um zwei heimliche Affären. Da wären zum einen Lorelai und Jason 'Digger' Stiles. Das Gilmore Girl und der Yuppie gehen seit einiger Zeit miteinander aus, doch Lorelai will nicht, dass ihre Eltern davon erfahren, schließlich ist Jason a) Richards Geschäftspartner und b) Emilys neustes Hassobjekt.

Auf der anderen Seite haben wir Paris und den 60-jährigen Professor Asher Flemming, die seit kurzem eine Romanze haben und sich scheinbar weder daran stören, dass ihnen dies große Schwierigkeiten bereiten kann, noch das Paris bereits mit Jamie liiert ist.

Diese zwei konfliktreichen Liebeleien stehen also im Mittelpunkt der Episode und, um ehrlich zu sein, gefallen mit beide nicht besonders. Jason hat zwar seine guten Momente - die Szenen mit Cyrus, seinem von tibetanischen Mönchen aufgezogenen Hund, sind recht lustig - aber der Funke will einfach nicht überspringen. Zwischen Lorelai und Jason fehlt schlichtweg die Chemie und die romantischen Szenen lassen einen als Zuschauer doch eher kalt.

Auch Paris und Asher Flemming überzeugen mich nicht wirklich. Michael York ist zweifellos ein namhafter und guter Schauspieler, aber er ist in dieser Episode doch ziemlich unterfordert und Paris lässt völlig die Bissigkeit vermissen, die sie sonst immer auszeichnet - nicht ein spitzer Kommentar zu den merkwürdigen Ritualen der Yale-Zeitungsredaktion!

Am besten gefallen hat mir in dieser insgesamt durchschnittlichen Episode die Nebenhandlung mit Michel als "Babysitter des Grauens" für den armen, kleinen Davey. Nur schade, dass Lorelai ihn daran gehindert hat, sein Hemd auszuziehen...

Abschließend noch ein paar Worte zu Rory (nicht das noch der Eindruck entsteht, dass zweite Gilmore Girl wäre gar nicht mit dabei gewesen): Sie findet sich sozusagen zwischen den Stühlen wieder, denn sie ist sowohl in die eine, wie in die andere Affäre eingeweiht. Während sie das mit Lorelai und Jason recht locker sieht, will sie von Paris und ihrem Professor so wenig wie möglich wissen. Das sie Paris allerdings deckt, damit diese keinen Ärger mit dem Chefredakteur der Yale-Zeitung bekommt, zeigt wieder einmal, wie nahe sich die einstigen Erzfeindinnen inzwischen stehen.

Maret Hosemann – myFanbase

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