Bewertung

Review: #2.14 Three Angry Women and a Prophylactic

Durch "The Big Bang Theory" wussten wir schon lange, dass Missy Cooper nach dem Tod ihres Vaters zu einem rebellischen Teenager wird, mit dem Mary Cooper jede Menge Ärger hat. In dieser Episode erleben wir mit, weshalb Missy niemals mit ihrer Mutter über intime Sachen reden kann.

"Well, what are you gonna do?" - "Ground her, kill her, I haven't decided."

Missy ist ohne Zweifel das Cooper-Kind, das am meisten rebelliert und mit dem Mary bereits zu Georges Lebzeiten am meisten Ärger hat. Missy hat schon in den finalen Episoden von "Young Sheldon" bewiesen, dass sie erhebliche Schwierigkeiten mit dem Tod ihres Vaters hat, weswegen Mandy McAllister ihr auch bei allem beistehen wollte. So ganz hat das bisher nicht geklappt, war sie doch zu sehr mit dem Muttersein, der Ehe und ihrer Karriere beschäftigt, sodass Missy ihr bisheriges Leben auskosten konnte. Mittlerweile ist sie auch in einem Alter, in dem Jungs und Sex interessant werden. Sozusagen ist diese Episode eine Fortsetzung derer, in der Missy mit Beths Sohn abgehauen ist. Da das aber schon eine Weile her ist, ist es klar, dass ihr Interesse an Jungs immer mehr wächst. Zudem ist Missy in vielerlei Hinsicht gerissener als ihre Geschwister, somit kann sie auch vieles hinter dem Rücken ihrer Mutter machen.

Und Mary? Die hat genauso reagiert, wie ich es erwartet habe. Auffällig an einer der ersten Szenen war erneut, dass sie sich bei Problemen mit Missy an Georgie Cooper wendet. An sich ist das nicht falsch. Mir hat die Geschwisterdynamik zwischen Missy und Georgie immer gut gefallen, weil er bei solchen Szenen immer wunderbar den großen Bruder gegeben hat, der seine kleine Schwester beschützen wollte. Nun hat sich das Blatt jedoch gewandelt und Georgie ist eher zum Vater mutiert – allerdings nicht wirklich für seine eigene Tochter, sondern für Missy. Überhaupt hat er hier wieder ÜBER sie statt MIT ihr geredet. Für mich wurde damit auch wieder unterstrichen, dass er Mary ziemlich gleich ist. Wobei ich annehme, dass Georgie immer mehr wie Mary reagiert, wenn es um Missy geht, weil er offenbar davon ausgeht, dass seine Mutter das von ihm erwartet. Mir ist auch aufgefallen, dass Mary sich zu sehr auf ihren ältesten Sohn verlässt. In "Young Sheldon" hatte ich immer den Eindruck, dass Mary eher die Hosen anhat, wenn es um Erziehung geht. Aber jetzt scheint sie das alles auf Georgie abzuwälzen. Allerdings muss man dazu auch sagen, dass es um ein Thema geht, über das weder Mary noch er gerne spricht, noch ist es eines, über das jemand gerne mit Mary sprechen würde.

"She's my responsibility." - "Which is why I was handling it. She's my responsibility, too."

Interessant bei dieser Episode war, wie man Mandy eingebunden hat und auch hier hat man eine Fortsetzung aus der ersten Staffel. Über den Verlauf der Episode konnte man erkennen, dass weder Mary, noch Georgie oder gar Pastor Jeff der richtige Ansprechpartner für Missy gewesen wäre. Dass es letztlich Mandy gewesen ist, hat mir gefallen. Wenn wir uns ans Serienfinale von "Young Sheldon" erinnern, hat Mandy genau das gegenüber Missy versprochen: Für sie da zu sein. In der Vergangenheit hat das in meinen Augen nicht allzu geklappt. Bis auf die Tatsache, dass Mandy ihr heimlich erlaubt hat, sich ein Tattoo stechen zu lassen, nur um eine andere Sache zu vertuschen und natürlich kam es auch diesmal heraus. Doch diesmal hat Mandy erwachsen gehandelt, was vielleicht auch an ihren eigenen Erfahrungen liegt. Immerhin hat sie einmal mit Georgie geschlafen und wurde schwanger, was auch prima als Sidekick genutzt wurde. Apropos Sidekick: Connor McAllister konnte auch herrliche Kommentare abfeuern, die einen zum Lachen gebracht haben und die uns noch etwas mehr über Mandy verraten haben, bevor sie Georgie kennengelernt hat.

Allerdings bin ich ein bisschen vom Thema abgekommen. Für mich hat Mandy gegenüber Missy viel mehr Verantwortungsgefühl gezeigt, als es noch bei der Tattoo-Sache der Fall war. Das Fatale war eben nur, wie es herauskam. Das hat nämlich einen neuen Stein auf das (baldige) Scheitern der Ehe zwischen Mandy und Georgie gelegt. Ich kann verstehen, warum Georgie sauer auf Mandy war. In seinen Augen ist es ein Geheimnis gewesen, welches sie vor ihm hatte. Ein Geheimnis, bei dem Mandy aber wusste, wie ihr Mann reagieren könnte und genau das ist ja auch passiert.

"Well, what would you do?" - "Rule of thumb, if you have to pick between two women, always pick the one you sleep with."

Für mich war aber tatsächlich der Leidtragende Georgie. Nicht nur wegen seiner enormen Doppelbelastung, gleich zwei Familien zu händeln, sondern, dass er auch keinerlei Ansprechpartner hatte, der ihm mal einen richtigen Ratschlag hätte geben können, um mit dieser verfahrenen Situation besser klarkommen zu können. Ruben und auch Jim McAllister waren keine wirklichen Hilfen, dennoch war die Szene unglaublich unterhaltsam und hat sich nach einer 'Männerdiskussion' angehört, wie man sie eben kennt. Georgie hätte aber ein richtiges Gespräch gebraucht, stattdessen wurde ihm nur 'empfohlen' sich auf die Seite seiner Frau zu stellen, weil er mit dieser auch das Bett teilt (und weil Mandy eben doch ihrer Mutter in bestimmten Situationen ähnlich ist). Ich glaube allerdings auch, dass sich Georgie auch nach einem ausführlichen Gespräch dafür entschieden hätte, sich auf die Seite seiner Frau zu stellen. Wahrscheinlich auch, weil er drüber nachgedacht hat, dass auch Mandy nur das Beste für Missy wollte und ihm vielleicht auch ein Stück weit ein kleines bisschen Verantwortung abnehmen wollte. In der zweiten Episode der ersten Staffel konnte man ja sehen, dass es Georgie viel zu sehr stresst, die ganze Verantwortung zu haben und zu übernehmen. So oder so fand ich dann Georgie bei der Gesprächsrunde toll, wie er sich vor Mary behauptet hat, auch wenn es vielleicht nicht von langer Dauer sein wird.

""You are so lucky, your father's not alive, because this would've killed him."

Es hat mir durchaus ein Stich ins Herz versetzt, als Mary diesen Satz abgefeuert hat. Missy gerät seit dem Tod ihres Vaters immer mehr auf die falsche Bahn, war sie doch immer Daddy's Girl. Ähnlich wie Georgie hat auch sie niemanden, mit dem sie drüber reden kann. Genau deshalb glaubt man bei ihr auch ohne Weiteres, dass sie stiehlt. Die Gesprächstherapie hat in meinen Augen lediglich erreicht, dass es zum Waffenstillstand zwischen Mandy und Mary kam, aber der Lebensweg für Missy ist definitiv vorgezeichnet worden und auch Sheldon Coopers Zukunft kam zur Sprache, was sehr unterhaltsam und berührend gewesen ist. Sheldon war für Mary schon immer etwas Besonderes, weshalb sie ihn auch immer besonders behandelt hat. Trotzdem war es schön, dass Mary an ihren Jungen glaubt und eine Zukunft für ihn gezeichnet hat, von der wir bereits wissen, dass sie eintreffen wird, während ihre beiden anderen Kinder herrliche Kommentare abfeuern, wie es bei Geschwistern einfach üblich ist.

Fazit

Wann immer Georgies restliche Familie bei "Georgie & Mandy" auftaucht, weiß man, dass es unterhaltsam wird. Genauso war es auch diesmal, und man hat mehrere Wege aufgezeigt, in welche Richtung die Ehe gehen könnte, indem man gleich mehrere Steine genutzt hat, die den Eheturm zum Einstürzen bringen könnten.

Daniela S. - myFanbase

Die Serie "Georgie & Mandy" ansehen:

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