Episode: #1.14 Pro und Contra

In der "Die himmlische Joan"-Episode #1.14 Pro und Contra soll Joan Girardi (Amber Tamblyn) dem Debattierclub beitreten und für die Sicherheitsbestimmungen an der Schule argumentieren. Das kann Grace Polk (Becky Wahlstrom) nicht unterstützen und ist sauer auf Joan! Als wäre das nicht schlimm genug, ist Joans Partner bei der Debatte auch noch ein Junge, der stottert und keinen geraden Satz hinbekommt.

Diese Serie ansehen:

Das Schulgebäude gleicht einem Sicherheitstrakt. Die Schüler müssen jetzt sogar durch einen Metalldetektor gehen. Bei dieser Gelegenheit kommt heraus, dass Grace ein Bauchnabelpiercing hat, was besonders Joan und Luke sehr verblüfft. Überraschend hat auch noch die Kunstlehrerin gekündigt, weshalb Adam nun auch nicht mehr am Kunstunterricht teilnehmen möchte. Helen versucht ihm das auszureden. Er sei so begabt und müsse den Kunstunterricht besuchen, wenn er sich später bei einem Kunst-College bewerben wolle.

Joan erhält von Gott den Auftrag dem Debattier-Team beizutreten. Joan ist entsetzt. Sie ist doch jetzt schon als uncool verschrien. Soll sie sich denn jetzt völlig unbeliebt machen. Will hat es unterdessen mit einem neuen Fall zu tun. Ein Pfarrer wurde krankenhausreif geprügelt. Es gibt Spekulationen, dass der Pfarrer aufgrund seiner homosexuellen Neigung angegriffen wurde.

Im Physikunterricht ist zu Graces Unmut deren Nabelpiercing Gesprächsthema Nummer eins. Friedman ist ganz begeistert und macht zweideutige Anspielungen. Glynis hingegen nutzt die Gelegenheit, um Luke gegenüber romantische Andeutungen zu machen. Grace ist von Joans Vorhaben, in das Debattier-Team einzusteigen, alles andere als begeistert. Für sie ist das alles ein Teil eines starres Systems, gegen welches doch angekämpft werden müsste.

Rebecca will nach dem Kuss mit Kevin ein neues richtiges Date mit ihm. Kevin wirkt jedoch etwas verunsichert, kann sich ihr aber aufgrund ihrer recht dominanten Haltung in dieser Sache nicht entziehen.

Bei ihrem ersten Treffen mit dem Debattier-Team steht Joan verschüchtert in der Ecke. Der Lehrer bezieht sie aber sofort ein und teilt ihr gleich einen Partner zu. Sie soll mit diesem die Pro- und Contra-Argumente bezüglich der Sicherheitsmaßnahmen in der Schule erörtern. Joans Teamkollege, Scott, scheint anfangs keine große Unterstützung zu sein. Er stottert sehr stark und entschuldigt sich auch sofort bei ihr, dass sie mit ihm in einem Team gelandet sei.

In einem weiteren Gespräch mit Gott meldet Joan ihre Zweifel an, dass Scott ein guter Partner für sie sei. Er tue ihr leid, aber er könne nicht einmal sprechen und beim Debattieren gehe es doch einzig und allein um das Sprechen. Gott erwidert, bei der Aufgabe ginge es darum, seine eigene Stimme zu finden. Joan glaubt daraufhin, sie solle Scott dabei helfen, sich das Stottern abzugewöhnen.

Luke erwähnt Friedman gegenüber, dass er sich zu Grace hingezogen fühle. Friedman nimmt das nicht wirklich ernst und stößt ihn vielmehr mit der Nase darauf, dass anscheinend Glynis sehr großes Interesse an ihm habe. Wills Ermittlungen haben derweil einen Verdächtigen gebracht. Will verhört den Vater eines 15jährigen Jungen, welcher mit dem Opfer häufiger Gespräche geführt haben soll. Will fühlt ihm auf den Zahn und der Mann bricht in Tränen aus. Der Pfarrer habe sich seinem Jungen unsittlich genähert. Er hätte nur versucht, seinen Jungen zu beschützen.

Joan, Grace und Adam wollen zusammen lernen. Grace und Joan geraten dabei in Streit, weil Grace nicht verstehen kann, wie sich Joan bei der Debatte auch noch auf die Seite der Staatsmacht stellen und die Sicherheitsmaßnahmen verteidigen könne. Joan schreit zurück, sie könnten doch anderer Meinung und trotzdem Freunde sein. Außerdem tue sie das alles nur, um Scott zu helfen. Aufgebracht läuft Grace davon.

Scott hat seine Argumente gesammelt und aufgeschrieben. Joan ist begeistert und bittet Scott ihr seine Argumente vorzulesen. Schnell merkt Joan jedoch, dass Scott das Stottern nicht abstellen kann. Sie versucht ihm gute Ratschläge zu geben. Scott macht das wütend, er brauche keine weitere Sprachtherapeutin. Er wolle auch gar nicht hier sein, aber sein Vater habe ihn hierzu gedrängt, weil er glaube, dass so alles besser werde. Tatsächlich würde sein Problem dadurch aber nur noch schlimmer. Joan versucht Scott aufzumuntern und meint, viele berühmte und erfolgreiche Leute hätten gestottert und es sich schließlich abgewöhnt. Scott müsse nur seine eigene Stimmen finden.

Will verhört nun auch den 15jährigen Jungen. Dieser erzählt kühl, dass er sich mit dem Pfarrer immer gut verstanden habe, bis dieser ihn einmal in sein Büro gebeten und dort versucht habe ihn unsittlich zu berühren. Im weiteren Gespräch verstrickt sich der Junge immer mehr in Widersprüche, was Will stutzig werden lässt. Er sagt dem Jungen direkt ins Gesicht, dass das, was er sage, einfach nicht logisch wäre. Der Junge beginnt zu weinen, und die Wahrheit kommt ans Licht. Nicht der Pfarrer, sondern der Junge selbst ist homosexuell. Sein Vater habe ihm immer wieder eingeredet, dass Gott das nicht wolle und er ein Sünder sei. Der Pfarrer sei sein Freund gewesen. Er wäre der einzige gewesen, der ihm Zuspruch gegeben und ihm gesagt habe, dass Gott ihn liebe, so wie er ist. Doch als er seinem Vater von den Gesprächen mit dem Pfarrer erzählt habe, sei dieser völlig durchgedreht.

Scott hat fleißig weiter recherchiert und seine Argumente ausformuliert. Beim Durchlesen hat Joan einen Geistesblitz. Scott ist der geborene Autor. Das Schreiben ist seine Stimme. Sie rät ihm endlich das zu tun, was richtig für ihn ist. Scott befolgt ihren Rat und verlässt freudestrahlend das Debattier-Team. Joan ist stolz auf sich und glaubt, auch ihre Aufgabe sei hiermit beendet.

Helen überlegt, sich für die Stelle als Kunstlehrerin an Joans Highschool zu bewerben. Joan ist natürlich nicht begeistert. Sie hält das für eine Art Inzucht. Im Supermarkt trifft Joan auf Gott als Wurstverkäufer. Dieser hält sie dazu an, das Debattieren weiter zu betreiben und an der öffentlichen Debatte am nächsten Tag teilzunehmen. Joan aber macht sich Sorgen, dass Grace nie wieder mit ihr reden werde, wenn sie an der Debatte teilnimmt. Adam hingegen steht voll und ganz hinter ihr. Als sie ihn fragt, ob er auch zu ihrer Debatte kommen werde, sagt dieser nur allzu gern zu. Kevin sträubt sich unterdessen gegen das Date mit Rebecca und will absagen. Rebecca ist enttäuscht.

Luke und Glynis laufen sich auf dem Schulflur über den Weg. Und es knistert heftig zwischen beiden. Sie stellen fest, dass sie viele gemeinsame Interessen haben und plötzlich küssen sich beide. Dies beobachtet Grace mit kühler Mine. Als Luke bemerkt, dass Grace den Kuss beobachtet hat, blicken sich beide einen Moment lang tief in die Augen.

Joans Debatte ist ein totales Desaster. Ihr fallen die Zettel herunter, sie stottert herum und redet wirr. Zu allem Überfluss mischt sich auch noch Grace aus den Zuschauerreihen ein. Lautstark kritisiert sie Joans Argumentation und schreit ihre eigene Meinung frei heraus. Mr. Price versucht vergeblich Grace zur Raison zu rufen. Joan gerät in Rage und kontert auf ihre ganz eigene Weise. Sie hält einen mitreißenden Vortrag, bei dem sie über ihrer Vater und ihre Angst redet, dieser könne jeden Tag im Einsatz getötet werden. Bei ihrer Rede bricht Joan sogar in Tränen aus und läuft dann aus dem Saal. Helen lächelt indes, denn sie ist stolz, dass Joan ihre eigene Stimme gefunden und ihre Meinung so mutig geäußert hat. Kurz darauf, geht Grace Joan nach. Sie entschuldigt sich bei Joan und meint, sie hätte auch einmal daran denken müssen, wie sich Joan bei der ganzen Sache fühle.

Helen erzählt Will, wie stolz sie heute auf Joan gewesen sei. Sie habe erkannt, dass Joan so viel mutiger als sie selbst sei. Das habe sie dazu bewegt, auch einmal etwas zu wagen und sich für die Stelle als Kunstlehrerin zu bewerben. Überraschend kommt Joan in die Küche. Unverhofft umarmt sie ihren Vater. Will ist darüber etwas überrascht. Als Joan wieder in ihr Zimmer gegangen ist, meint er zu Helen, sie solle Joan bloß nicht durchfallen lassen, denn niemand sonst wisse mit ihr umzugehen.

Anne L. - myFanbase


Vorherige EpisodeÜbersichtNächste Episode

Reviews zu dieser Episode

Zu dieser Folge gibt es Reviews von den folgenden Autoren:

  • Anne L. vergibt 8/9 Punkten und schreibt:
    State of Grace, so der - wie ich finde - wirklich schöne Originaltitel dieser "Die himmlische Joan"-Folge, lässt auf kraftvolle und imposante Geschichten hoffen. Und, diese Hoffnungen werden in...mehr

Diskussion zu dieser Episode

Du kannst hier mit anderen Fans von "Die himmlische Joan" über die Folge #1.14 Pro und Contra diskutieren.