Bewertung

Review: #13.08 Born Screaming

Für das Herbstfinale 2025 von "Chicago P.D." habe ich kein positives Urteil finden können, weswegen ich diese Episode nicht allzu sehr ersehnt habe. Zudem war mir im Grunde klar, dass der Start ins neue Jahr 2026 für die Serie nicht besser werden wird. Erfahrt hier, warum.

Ein großes Manko an dem ganzen Storylineaufbau rund um die Bells war für mich, dass es nicht um Raymond geht. Man baut einen Serienkiller auf, aber es geht gar nicht wirklich um ihn. Worum ging es stattdessen? Das ist mir bis zur Auflösung in dieser Folge nicht klar geworden. Es sollen weiter Parallelen zu Eva Imani erzeugt werden, was richtig und wichtig ist, aber es gab da für mich kein großes Ausrufezeichen. Die Schuldgefühle, die Eva mit dem Verschwinden ihrer Schwester verbindet, die sind ein wichtiges Puzzlestück und erklären viel, aber ich hätte mir gerne mehr gewünscht und nicht so lange, langweilige Sequenzen, wie sie durch das Bell-Anweisen schleicht. Die Episode war im Verhältnis sehr inhaltsleer und es kam nicht mal richtig Spannung auf, weil eben kein Interesse für etwas erzeugt wurde. Natürlich will ich nicht unter den Tisch kehren, dass auch Julie Bells Rolle entscheidender ist, aber auch das ist halbgar. Natürlich ist das Mädchen beeinflusst und wird sehr, sehr viel Therapie brauchen, um ein normales Leben führen zu können, aber von den Bells war sie einfach nicht die, über die ich mehr wissen wollte.

Was also völlig auf der Strecke bleibt, das ist die Täterpsychologie. Wir haben zwar in der letzten Episode und auch in dieser durchaus kleine Momente bekommen, aber bei dem Schrecken, der offenbart wurde, war das einfach viel zu wenig. Die ganzen Leichen, die in dem Haus gefunden wurden und die den Eindruck erweckt haben, dass er mit den Toten Tür an Tür leben wollte, dann auch der Umgang mit Julie und letztlich vor allem die Frage, warum tut er was, da kam kaum bis gar nichts an Antworten. Und wenn das nicht drin ist, dann brauche ich auch keinen mehrteiligen Handlungsbogen aufbauen, weil dann potenziert sich letztlich nur, wie Potenzial auf der Strecke bleibt.

Im Oktober 2025 wurde bekannt, dass Patrick John Flueger länger nicht drehen wird. Über die Gründe möchte ich an der Stelle nicht spekulieren, aber wir haben jetzt in der Serie den Punkt erreicht, dass es inhaltlich Auswirkungen hat. Es scheint aber keine lange Pause vermutet zu werden, weil Adam Ruzek inhaltlich mit seinem Vater Bob beschäftigt ist. Das hat sich sicherlich angeboten, ist aber nichts, was man jetzt ewig bringen kann, weswegen ich auch hoffe, dass der Darsteller inzwischen wieder dreht. Denn nachdem die Burzek-Hochzeit schon ein Flop war, fände ich es sehr schade, wenn wir in dieser 13. Staffel kaum entsprechende Momente des Paares bekommen würden. Bislang ist es nämlich wirklich wenig.

Nun haben wir noch einen Punkt, den ich aufgreifen muss, nur leider wird es von der Stimmung her an dieser Stelle nicht besser. Es wurde also bestätigt, dass Mark Devlin hinter der Erpressung von Hank Voight steckt. Ich hatte es noch als leise Hoffnung offen gelassen, aber das hätte ich mir sparen können. Der Hahnenkampf der beiden Männer hat mich echt angeödet. Ich bin kein Hank-Fan, jeder weiß es. Aber es wird noch schwieriger, wenn der Gegner kein Format hat. Charlie Reid war für mich zwar nicht der bislang genialste Widersacher, aber er hatte definitiv eine andere Persönlichkeit als das, was wir jetzt von Devlin bekommen. Der agiert wie ein kleiner Junge, dem man das Spielzeug weggenommen hat. Null Raffinesse, ganz klein mit Hut und nur ab und zu sich aufplusternd, aber man muss nur mal mit der Nadel reinstechen und schon ist die Luft entwischen. Auch wenn Hank immer schon seine Momente hatte, aber ich mag es nicht, wenn ich für ihn bin, wenn er Sachen von sich gibt, dass Devlin schon tot wäre, wenn er nicht an den Rat seines verstorbenen Vaters denken würde. Aber Devlin ist einfach so grausig, dass es passiert ist. Wenigstens ist besser finden ganz am Ende einer Skala gemeint, denn dass die Verheißung der Fotos so aufgelöst wurde, dass der Hank-Vater offenbar ein Engel war, naja. Dementsprechend haben wir für mich nun zwei Sachen aufgelöst, beides schlecht, aber bitte lass dazu nichts mehr kommen.

Fazit

Starts laufen für "Chicago P.D." nicht so gut. Nachdem der Start in die TV-Season 2025/26 nicht gut war, ist es nun der Start ins Jahr 2026 ebenfalls nicht. Die Episode war langatmig, sie hatte nur ganz wenig Szenen, die mich mitgenommen haben. Die Bells waren insgesamt ein Reinfall und von Devlin fange ich gar nicht erst an. Der Staffel fehlt es bislang an eindrücklicheren Nebenfiguren.

Lena Donth – myFanbase

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