Bewertung: 3

Review: #5.14 San Francisco träumt

Foto: Alyssa Milano, Charmed - Copyright: Paramount Pictures
Alyssa Milano, Charmed
© Paramount Pictures

Hier ist abgesehen vom Babythema keine feste neue Storyline ersichtlich. Zudem wirkt die Folge ähnlich aufgebaut wie die letzte. Diesmal dreht sich jedoch alles um wahr gewordene Träume und Dämonen die beabsichtigen das magische Sandmännchen zu töten. Dadurch hoffen sie die Menschen böse werden zu lassen, da sie in Träumen nicht weiter ihr Unterbewusstsein verarbeiten können.

Zuviel Traumstaub und seine Auswirkung

Ich muss gestehen, dass der Ansatz dieser Story nicht übel ist, doch die Umsetzung überzeugt leider so gut wir gar nicht. Zudem wirkt die Storyline rund um den Sandmann etwas wirr und die Spannung fehlt, da die Dämonengestalten dümmlich inszeniert wurden. Sie wirken nicht bedrohlich. Lediglich die Wendung, dass der untergebene Dämon seinen sogenannten Chef umbringt, ist das einzige spannende Element. Das magische Sandmännchen ist lediglich putzig aber die Gestalt kann ich nicht ernstnehmen. Wie einst in der dritten Staffel die Feen und Trolle und weitere Märchenfiguren, die man in Charmed bereits zur Geltung brachte. Die durch den zuvielen Traumstaub wahr gewordenen Träume können ebenso kaum punkten aber darauf gehe ich gerne ins Detail:

Paiges Traum bezüglich fehlender Babyparty nach ihrer Geburt:
Das ist leider die ungeschickteste Storyline diesmal und völlig unnachvollziehbar. Paige ist eine erwachsene Frau und sie kämpft verbissen darum für Piper eine Babyparty umzusetzen, nur weil sie selbst als Baby keine hatte. Das ist absolut an den Haaren herbeigezogen und eben unverständlich. Ich habe gehofft, dass in ihrem Traum der wahre Grund ersichtlich wird, doch da ist nur der Clown ersichtlich. Diesen will sie dem Baby geben, doch alle laufen weg, als sie sich der Wiege nähert. Es wird leider nicht darauf eingegangen was das für genaue Emotionen sind, die Paige quälen. Trägt sie noch die Angst in sich im Stich beziehungsweise ungeachtet gelassen zu werden? Was hat es mit dem Clown auf sich? Wieso stellt dieser das entscheidende Symbol ihres (Alb)traums dar? Lauter entscheidende Fragen die dem Zuschauer weniger erläutert werden. Oder es läuft tatsächlich alles nur darauf hinaus, dass Paige als Baby keine Babyparty hatte. Komische Geschichte, die man sicher hätte passender umsetzen können, sodass es plausibel wirkt. Es kann nämlich gut sein, dass Paige durch die Adoption im Unterbewusstsein die Angst hegt nicht wahrgenommen zu werden oder weitere. Darauf hätte man eingehen sollen.

Pipers Traum vom Traummann:
Während mich Paiges Traum nur durch und durch nervte, auch wegen des Clowns, ist das bei Piper weniger der Fall. Es ist lustig wie sie sich selbst geniert, da sie von einem anderen Mann und von Begierde träumt. Aber wen wundert es? Schließlich ist Leo zu sehr auf das Baby fixiert und lässt Piper völlig außen vor. Insgesamt wirkt aber auch Pipers Storyline natürlich völlig unspektakulär. Man hat halt ständig im Hinterkopf, dass bessere Storys geboten werden können. Das sogenannte Highlight ist als der Traummann durch den Traumstaub real wird und Piper das mit Mühe zu erklären versucht.

Phoebes Traum vom Kettensägenmörder:
Diese Storyline ist die einzige, die bei mir punkten kann. Es wird effektiv auf Phoebes Unterbewusstsein eingegangen, indem noch die Nachwirkungen bezüglich Cole bestehen. Es ist auch die einzige Story die etwas Spannung einbringt. Schließlich wird der im Traum vorhandene Kettensägenmörder vom Dämon versehntlich real gemacht und somit zur Gefahr. Gelungen empfinde ich die Szene, in der Phoebe diesen überwältigt und dabei selbst schwer verletzt zu Boden fällt, da sie sich letztendlich selbst bekämpfte. Auch die Überraschung, dass sie selbst dahinter steckt und Phoebe von sich selbst ängstlich wegläuft, kann überzeugen. Allerdings finde ich es schade, dass man hier Storypotential gefunden hat, welches nicht verstärkt ausgebaut wird, wie es scheint. Oder kommt es eventuell noch? Wohl kaum. Man hätte bei Phoebes Storyline Coles endgültigen Verlust und ihre Selbstzweifeln über mehrere Episoden vertiefen können. Immerhin war er ihre große Liebe. Und auch wenn zuletzt mehr der Hass und das Loslassen von Cole bestimmend waren, so wird sein endgültiger Tod sie sicher mitgenommen haben. Etwas davon bekommt man ja hier mit aber ich finde es ist zu wenig thematisiert.

Leos Traum vom Babyverlust:
Dieser Albtraum wird zuwenig durchleuchtet, sodass es hauptsächlich nur albern wirkt. Was sind die Hintergründe dazu hätte ich gerne erfahren.

Alles dreht sich um das Baby

Man kann nur hoffen, dass die Geburt von Piper und Leos Baby nicht mehr lange auf sich warten lässt. Derzeit ist Stillstand bei den Halliwells angesagt, was bedeutsame Storylines betrifft. Und wirklich interessant ist auch nicht zu sehen, wie alle babyverrückt agieren. Ich will spannende Storys sehen.

Fazit

Eindeutig die bislang schwächste Episode dieser Staffel. Die Story rund um den Sandmann ist unspektakulär und die realisierten Träume teilweise auch doof an den Haaren herbeigezogen. Nur Phoebes Situation und ein paar witzige Szenen bei Piper können etwas punkten.

Samuel W. - myFanbase

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