Bewertung: 5

Review: #5.09 Im Kino

Foto: David Duchovny, Californication - Copyright: Paramount Pictures
David Duchovny, Californication
© Paramount Pictures

In dieser Episode stehen die privaten Dinge eher im Hintergrund und man bekommt Einblick in die Arbeitswelt. Dabei passiert wenig Neues im Vergleich zu älteren Staffeln, weshalb auch die Episode sehr lange braucht, wirklich in Fahrt zu kommen.

You're fired

Die Zuschauer dürfen einen Blick ans Set von Samurai Apocalypses Film werfen, doch da läuft es nicht besonders gut, denn der Regisseur ist alles andere als zufrieden. Auch die Hauptdarstellerin ist nicht glücklich, bringt Hank dazu, eine Szene umzuschreiben und ist so glücklich, dass sie es ihm mit einem Blowjob danken will. Da sagt Hank natürlich nicht nein, wird allerdings vom Regisseur überrascht und hat damit ein Problem mehr. Er soll gefeuert werden, was aber erst mal mit Sam besprochen werden muss, was dieser zum Anlass nimmt, ein Exempel zu statuieren. Irgendwie sind die da alle ganz schön pingelig, dafür dass da eigentlich fast immer jeder jeden vögelt. Diese Befindlichkeiten dieser Egozentriker sind echt unglaublich. Es ist dabei lange Zeit nicht absehbar, warum der Zuschauer all diese Szenen überhaupt präsentiert bekommt. So spät völlig unabhängige, neue Charaktere einzuführen, ist irgendwie vergebene Müh'. Alles, was erreicht wird, ist erneut zu zeigen, wie schnell man Sam auf die Palme bringen kann und dass Hank Schlimmes bevor steht, wenn Sam erst mal herausfindet, dass er mit Kali geschlafen hat. Dass er seinen Job verliert, hätte man auch mit weniger Aufwand initiieren können. So wirkte es insgesamt einfach zu weit weg von den eigentlichen Handlungssträngen dieser Staffel.

Slapping

Die zweite Storyline ist da schon deutlich intensiver, beschäftigt sie sich doch mit dem kleinen Cliffhanger der letzten Episode. Tylers Drehbuch wurde von Eddie Nero in den Himmel gelobt und jetzt will Charlie den Jungen unter Vertrag nehmen und sein Agent sein. Hank ist entschieden dagegen, doch Charlie wird schwach. Gelungen an der Geschichte ist vor allem die Rolle von Tyler selbst, der ein sehr gutes Händchen zu haben scheint, wie man andere herumkommandieren kann. Allerdings ist das dann doch ziemlich heftig und wirklich eklig gelöst. Wie verzweifelt Charlie in seinem Job hier offenbar ist, überrascht insofern, weil man häufig eher wenig von seinem Job mitbekommt und sein Wille diesbezüglich manchmal auf der Strecke bleibt, auch wenn man schon mit Rick Springfield beispielsweise erlebt hat, dass er sich da nicht so leicht geschlagen gibt. Trotzdem war das einfach zu dick aufgetragen, zumal eben noch dazu kommt, dass Charlie seinen Freund damit hintergeht. Das nehme ich ihm also nicht ab. Hank gibt Charlie dann direkt die Quittung und kündigt ihm die Freundschaft auf. Was also bleibt, ist eine weiterhin sehr spannende Figur Tyler und ein überaus zerrüttetes Verhältnis von Charlie und Hank, das man so bisher noch nicht erleben durfte. Ob Hank ihm schnell verzeiht, weil schließlich nicht alles schlecht für ihn war?

Familienglück

Die lange dahin dümpelnde Episode hatte für Hank mehrere unangenehme Folgen. Sam ist schon mächtig sauer auf ihn. Er hat seinen Job verloren und er hat sich mit Charlie überworfen. Doch es gibt auch eine gute Seite, denn Charlies Alleingang hat Becca glücklich gemacht, denn für sie und Karen sieht es so aus, als ob Hank Tyler einen Job verschafft hätte. So viel Lächeln hat Hank lange schon nicht mehr von Becca und Karen erhalten und somit kann man eigentlich sagen, dass es Hank so gut wie lange nicht mehr gehen müsste. Kann Hank dieses Familienglück halten? Wenn ihn Karens Lächeln nicht überzeugt hat, was dann? Immerhin lässt er sich zum Kino überreden. Sollte dies endlich dazu führen, dass Hank seinen Beruf hinten anstellt und das Wohl seiner Familie in den Mittelpunkt stellt? Das Ende dieser Episode hat mal wieder mehr als deutlich gemacht, wie sich die Diskrepanz zwischen Beruf und Familie bei ihm einfach nicht so vermindern lassen kann, dass alles in einem gesunden Gleichgewicht steht. Die letzten Minuten waren wirklich die besten, weil man erst hier verstanden hat, was die Episode überhaupt bezwecken wollte. So betreten wir nun schon wieder das letzte Viertel der Staffel und hat mit dieser Episoden immerhin wichtige Ereignisse abgehandelt, leider eben nur nicht so gut in Szene gesetzt wie sonst.

Fazit

Richtig überzeugend waren eigentlich nur die letzten fünf Minuten. Normalerweise braucht man dafür nicht so viel Anlauf. Summa summarum sind schon wichtige Ereignisse umgesetzt wurden, doch es wirkte insgesamt zu fad und zu langatmig, um an die Qualität der letzten Episoden heran zu kommen. Da ist man einfach bessere Umsetzungen gewohnt.

Emil Groth – myFanbase

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