Bewertung: 8

Review: #8.02 Die Gemeinsamkeit in der Trennung

Foto: David Boreanaz & Emily Deschanel, Bones - Copyright: 2012 Fox Broadcasting Co.; Brian Bowen Smith/FOX
David Boreanaz & Emily Deschanel, Bones
© 2012 Fox Broadcasting Co.; Brian Bowen Smith/FOX

Das war doch einmal eine Episode, die wirklich unterhalten konnte. #8.02 The Parents in the Divorce kann wirklich, sowohl auf der Fall-Ebene, als auch auf der Charakter-Ebene überzeugen. Da macht es Spaß "Bones" zu kucken.

Der Fall

Mir persönlich sind die verwesten Leichen ja lieber, aber Verbrennungsopfer treten eindeutig an die zweite Stelle in diesem Ranking. Und diese Leiche hat es zwar nicht mehr in sich, war aber zu Lebzeiten einer dieser Menschen, die man in der Not gebrauchen kann, den man sonst aber weniger gerne sieht: ein Scheidungsanwalt. Alles in allem fällt die Geschichte als wundervolles Gegenelement zu der Story um Brennan und Booth ins Gewicht. Es ist erfrischend, dass der Fall unter deren Geschichte nicht untergeht. Es ist so ausgeglichen, dass die Episode einfach rund wirkt. Letztendlich wartet der Fall zwar nicht mit allzu großen unerwarteten Twists auf, was ihn sicherlich nicht zu einem der coolsten Fälle aller "Bones"-Zeiten macht. Trotzdem versteht er gut zu unterhalten, was ja auch in Anbetracht vieler recht schwacher Fälle in der abgelaufenen Staffel, nicht wirklich schwierig ist. Doch gerade das Ende hat der Zuschauer kommen sehen. Beide Verdächtige schieben sich gegenseitig die Schuld zu, obendrein ist die Frau auch nicht schwanger und die Scheidung im Grunde gar nicht gültig. Das ist exakt das Ende, das den Fall abrundet und somit ein gutes Gefühl hinterlässt, auch wenn es dieses Mal kein eindeutiges Geständnis vom Täter gibt. Es passt einfach, dass der Fall mit all seinen schmutzigen Details vor Gericht geklärt werden wird, auch wenn das eine andere Serie wäre.

Booth und Brennan

Dass es früher oder später, nach der glücklichen Wiedervereinigung, zu einer Krise zwischen unserem liebsten FBI-Agenten und der Knochenvirtuosin kommen wird, war unvermeidlich und in diesem Fall weder zu früh, noch zu spät. Dass die Autoren direkt die zweite Episode dafür wählten, ist ein kluger Schachzug und vor allem auch, dass am Ende der Sendezeit nicht alles wieder Friede-Freude-Eierkuchen ist. Die Probleme sind nachhaltiger und werden sehr geschickt gleich beim Frühstück mit in die Beziehung der beiden eingeflochten. Ich empfinde es als wirklich herausragende Leistung von David Boreanaz, wie er seine passiv-aggressive Haltung immer weiter steigert bis es zwischen ihm und seiner Freundin schliesslich eskaliert. Es ist, soweit ich mich erinnern kann, der heftigste Streit zwischen den Beiden. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass es jemals zu einem solchem Streit gekommen wäre. Die Kabbeleien zwischen Booth und Brennan gehören einfach zu dem Charme der Serie. Doch gerade diese Reibung macht in dieser Episode die Situation des Paares deutlich und arbeitet sie hervorragend heraus. Zwar ist es nicht schön, dass es überhaupt so weit kommen musste, doch es ist eine Entwicklung, die wirklich (auch wenn sie in der Seele wehtut) zu erwarten war, auch wenn sicherlich nicht in diesem Ausmaß. Und gerade das macht sie so gut. Einzig die mehrmalige Erwähnung, dass sie nicht verheiratet sind, lässt böses ahnen. Bitte nicht auch noch eine Hochzeit! Es einfach so belassen, wie es ist, das wäre toll. Ihre Beziehung muss erst einmal wachsen, bevor geheiratet werden kann. Wobei ich mir Brennan so gar nicht als Ehefrau vorstellen kann.

Fazit

Rundum war diese Episode, bis auf wenige Kleinigkeiten, wirklich hervorragend, da sie genau zur rechten Zeit die Probleme der dreimonatigen Trennung offenbart. Ein Highlight ist wohl, dass Brennan freiwillig zu Sweets geht, weil sie glaubt, sie sei kaputt beziehungsweise irgendetwas sei mit ihr nicht in Ordnung. Die Szene bricht einem herrlich das Herz, denn sie zeigt, dass ihr wirklich etwas an Booth und ihrer kleinen Familie liegt. Ich freue mich, dass die Geschichte nicht auch noch in derselben Episode gelöst wurde, sondern ein Kompromiss gefunden wird, nämlich, dass Brennan und Booth an ihrer Beziehung arbeiten wollen.

Jamie Lisa Hebisch

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