Dr. Lance Sweets
Dr. Lance Sweets arbeitet als Psychologe für das FBI und kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn es in einem Ermittlerteam kriselt. Als man beim FBI bemerkt, dass sich Brennan nach der Verhaftung ihres Vaters Max Keenan immer mehr von ihrem Partner Booth zurückzieht, zwingt man die beiden Ermittler, sich mit der ungewöhnlichen Situation bei dem jungen Psychologen auseinander zu setzen. So erhofft man sich beim FBI, dem drohenden Zerfall des Teams entgegen zu wirken, da man die Zusammenarbeit mit Brennan und dem Jeffersonian Institut mittlerweile sehr zu schätzen weiß. Weder Brennan noch Booth sind von der Zwangsmaßnahme begeistert, sich nun wöchentlich mit Sweets treffen zu müssen, lassen sich aber notgedrungen auf die Sitzungen ein.
Sweets ist sehr idealistisch in Bezug auf seine Arbeit, was er in den Gesprächen mit seinen "Patienten" immer wieder deutlich macht. Auch wenn er mit 23 noch nicht sehr viel Lebenserfahrung mitbringt, besitzt er eine sehr gute Menschenkenntnis, die auch bei der Erstellung von Täterprofilen nützlich ist. Sweets lässt sich trotz vieler Versuche weder von Booth, der ihn aufgrund seines jugendlichen Alters nicht recht ernst nehmen kann, noch von Brennan, die noch nie etwas von der Arbeit eines Psychologen gehalten hat, einschüchtern. Er weiß sich in den Gesprächen mit Brennan und Booth stets gut zu behaupten, hat ein Gespür für die richtigen Fragen und kann so manches unausgesprochenes "Problem" der beiden aufdecken.
So fällt Sweets auch sofort auf, dass Brennan und Booth mehr als nur Partner in einem Ermittlungsteam sind und versucht immer wieder, die beiden aus der Reserve zu locken. Er schafft es sogar, die beiden zu überreden mit ihm und seiner Freundin auf ein gemeinsames Date zu gehen, wo man sich etwas näher kennen lernen könnte. Leider endet dies für den smarten Psychologen ganz anders als geplant: Er und April trennen sich, was Booth und Brennan zunächst amüsiert, denn bisher hatten sie Sweets immer absolut souverän erlebt. Nach der Trennung braucht er nun selbst etwas moralische Unterstützung.
Als Brennan und Booth es mit einem brutalen Serienkiller zu tun bekommen und deswegen die Sitzungen mit Sweets absagen, stößt dieser selbst zum Team und unterstützt dieses als Profiler, indem er ihnen psychologische Täterprofile erstellt. Er ist es schließlich auch, der den Ermittlern die Theorie von einer Meister-Schüler-Verbindung im Gormogon-Fall aufdeckt. Er wird kurze Zeit sogar verdächtigt, selbst der von ihm propagierte Schüler des "Gormogon"-Killers zu sein, was sich jedoch nach dem Geständnis von Zach als nichtig erweist.
Als es zur Verhandlung von Max Keenan geht, muss Sweets ebenfalls aussagen und macht im Zeugenstand eine mehr als gute Figur. Zu Brennans und Booths Beunruhigung kann er der Jury klar machen, dass Brennans Vater eine eigene Art von Gerechtigkeitssinn hat, wenn es um den Schutz seiner Familie geht. Die Aussage beweist Brennan und dem Team, dass Sweets in seinem Feld durchaus kompetent und ernst zu nehmen ist, da er sich durch persönliche Belange, wie etwa der zunehmenden Vertrautheit mit dem Team des Jeffersonian, nicht beeinflussen lässt und stets professionell bleibt.
Nachdem Max Keenan freigesprochen wird, endet eigentlich auch die Arbeit von Sweets mit Booth und Brennan. Unter einem Vorwand versucht Sweets sich die aufgebaute, fast schon freundliche Zusammenarbeit mit dem Ermittlerteam zu erhalten, was diese natürlich sofort durchschauen, dem jungen Psychologen jedoch nicht übel nehmen. Vielmehr zeigen sie sich sogar einverstanden, ihm bei den Recherchen für ein Buch als psychologisches Studienobjekt zu dienen, ganz in dem Wissen, Sweets damit ein für alle Mal in den Kreis ihres Ermittlerteams aufzunehmen.
Melanie Brandt - myFanbase
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