Bewertung: 5

Review: #5.08 Leben zu Asche im Einfamilienhaus

Foto: David Boreanaz & Ralph Waite, Bones - Copyright: 2009 Fox Broadcasting Co.; Greg Gayne/FOX
David Boreanaz & Ralph Waite, Bones
© 2009 Fox Broadcasting Co.; Greg Gayne/FOX

Letzte Folge hatten wir Dr. Gordon Wyatt zu Besuch, dieses Mal ist es Booths Großvater Hank Booth und wieder wird Booths Persönlichkeit aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.

Der Fall

Bei einer Hausbesichtigung stoßen die Interessenten im Schlafzimmer auf eine Menge Asche im Ehebett. Gar kein gutes Omen. Wie sich herausstellt, gehört die Asche gleich zu zwei Opfern, die dort verbrannt sind. Hier fühlte ich mich zwischenzeitlich vom Thema her wie in einen Simon Beckett-Roman versetzt, ganz mit spontaner Selbstentzündung, Dochteffekt und Co. Sehr interessant war der Trick mit dem Haarspray, mit dem Brennan es schaffte, die Form der Hand zu konservieren, bevor sie wie der Rest zu Asche zerfallen konnte. Richtig unsympathisch erscheint einem die Maklerin, die der Doppelmord völlig kalt lässt und die lediglich an ihre Verkäufe denkt und die Ermittlungen sogar verzögert, indem sie die gewünschten Zugangslisten zu spät und unvollständig abgibt. Hier schien eine gute Verdächtige gefunden worden zu sein. Inzwischen ist die Identität von einem der Opfer bekannt, Meg, und durch ihre Mitbewohnerin erfährt Booth, dass sie gerne einen Klub für Menschen mit einem Essensfetisch besucht hat. Man lernt doch immer wieder etwas Neues bei "Bones" und der Song "Baby Got Back" im Club brachte einen auch zum Schmunzeln. Bevor Meg viel abgenommen hatte, ging sie dorthin, um von anderen gefüttert zu werden, inzwischen hat sich das umgekehrt.

Durch ein noch vorhandenes Wadenbein kommt das Team auf das zweite Opfer, einen korpulenten Mann, der mit Meg zum Zeitpunkt des Mordes zusammen gewesen war. Auf der konservierten Hand findet Angela den Abdruck einer Nase, was einem zuerst nicht ganz plausibel erscheint, immerhin würde eine Nase ja keine solche Delle hinterlassen. Doch Clark findet Harzspuren an den Überresten, was auf eine Holzwaffe schließen lässt. Mit Hilfe einer virtuellen Haustour findet Angela Knäufe auf den Bettposten, die wie die Gesichter des Ehepaares, dem das Haus bisher gehörte, aussehen. Der Hausbesitzer hat diese selbst geschnitzt, bevor seine Frau verstarb und ihm nur noch das Bett als Erinnerung an sie blieb. Da konnte man seine Reaktion durchaus nachvollziehen, als er Meg und ihren Freund in flagranti in eben jenem Bett vorgefunden hat. Ein ganz interessanter, wenn auch etwas merkwürdiger Fall, der einem das ganze Spektrum von Beziehungen offengelegt hat, von emotionslosem Zweckssex bis hin zu Liebe, die über den Tod hinaus geht.

Das Team

Zu allererst einmal, Clark hat endlich einmal selbst etwas Privates von sich erzählt! Sonst fällt er immer eher dadurch auf, sich ganz auf die Arbeit zu konzentrieren und er tut einem manchmal schon fast leid, wenn mal wieder besonders viel im Team getratscht wird, wie dieses Mal wegen Booths Plan, Hank bei sich einziehen zu lassen. Aber damit müsste er sich doch allmählich einmal abgefunden haben, was scheinbar in dieser Folge auch geschehen ist. Mal sehen, ob der Trend bestehen bleibt, oder ob es nur ein einmaliger "Ausrutscher" war, ich würde gerne etwas mehr über ihn erfahren. Sehr amüsant war Angelas Kommentar zum Mordablauf, dass die Opfer zuerst getötet wurden, dann das Bett in Brand gesetzt und der Hausbesitzer dann mit den Büsten abgehauen ist: "That's so sweet. And it's horrible too. It's mainly horrible." Ganz die Romantikerin.

Brennan, Booth und Hank

Es war interessant, Booths Großvater kennenzulernen, da wir durch ihn auch einiges über Booths Kindheit erfahren. Ziemlich schnell merkt man, wie gut die Beziehung zwischen den beiden ist, und dass sie in ständigen Kontakt miteinander stehen müssen. Immerhin kennt Hank Sweets und weiß über Brennan Bescheid. Booth ist komplett überzeugt und bereit Hank bei sich zu Hause aufzunehmen, da er ja Familie ist und er ihn damals aufgezogen hat, nachdem sein Vater ihn verlassen hatte. Später erfahren wir dann durch ein Gespräch zwischen Brennan und Hank, dass dieser damals seinen Sohn rausgeworfen hat, nachdem er herausgefunden hatte, dass er Booth schlägt. Dies soll Brennan Booth erzählen, wenn der rechte Zeitpunkt gekommen ist. Überhaupt hat Hank Brennan sofort ins Herz geschlossen, was auf Gegenseitigkeit beruht. Als Hank am Schluss doch wieder ins Seniorenheim zurückgeht, nimmt er die beiden noch einmal einzeln zur Seite. Brennan rät er, keine Angst vor ihren Gefühlen zu haben, und Booth, dass er auf sein Herz hören soll. Da sind durchaus Parallelen zu letzter Folge erkennbar, zumindest was den Trend dieser Gespräche angeht. Und wieder frage ich mich, ob das endlich in Richtung einer Brennan/Booth Beziehung läuft, oder ob die Autoren etwas anderes vorhaben.

Fazit

Wieder eine Folge, die einem eher wie eine Füller-Episode vorkommt. Man erfährt ein bisschen mehr über Booths Kindheit und seine Beziehung zu seinem Großvater, ansonsten tut sich jedoch nicht allzu viel. Mal sehen, ob das so weitergeht, oder ob wir da auf irgendeinen größeren Wendepunkt in der Story zusteuern.

Denise D. - myFanbase

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