Episode: #4.24 Der Biber in einem Otter

Der Körper eines Verbindungs-Bruders namens "Beaver" wird in der Maskottchenuniform einer rivalisierenden Uni gefunden. Brennan und Booth entdecken, dass "Beaver" sich selbst in Gefahr gebracht hat, indem er Geld bringende illegale Geschäfte gemacht hat.

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Ein paar Studenten des Middlesex College haben das Maskottchen eines benachbarten College gestohlen und wollen dieses nun als Zeichen ihres Triumphs "hinrichten". Aufgeknöpft an einem Seil wird der riesige Otter über einen Scheiterhaufen gezogen, der dann angezündet wird. Als schließlich jemand mit einer Kanone auf das Maskottchen schießt, öffnet sich der Reißverschluss und eine Leiche fällt aus dem Kostüm.

Am nächsten Morgen sollen Brennan und Booth den Tatort untersuchen. Die zuständige Polizei hält den Vorfall zunächst für einen dummen Studentenstreich, denn seit ein paar Tagen wird eine Leiche aus der medizinischen Fakultät vermisst. Brennan macht jedoch schnell klar, dass vor ihnen ein junger Mann Mitte zwanzig liegt. Nur kurze Zeit später findet man die vermisste Leiche aus der Medizin auf einer nahegelegenen Tribüne sitzen.

Im Labor wir der Tote schnell als James Bouvier identifiziert, der von seinen Kommilitonen scherzhaft immer "Beaver" genannt wurde. Unterdessen erfährt Booth von seinem Bruder, dass dieser unehrenhaft aus der Navy entlassen wurde und ist alles andere als begeistert darüber. Da Jared nun ohne Job ist, will Booth sich darum kümmern, seinen kleinen Bruder wieder irgendwo unter zu bringen, schließlich ist er mitverantwortlich für den Rausschmiss.

Booth erfährt später, dass Beaver Mitglied einer Studentenverbindung gewesen ist und vermutet dort ein mögliches Motiv für den Mord. Zunächst befragt er mit Brennan erst einmal die Initiatoren des Spektakels vom Vorabend, die Studenten Greg, Molly und Gary. Sie geben zu, dass sie das Maskottchen von der anderen Uni gestohlen haben, entgegnen jedoch, dass sich zu dieser Zeit nichts und niemand in dem Kostüm befand.

Hodgins und eine neuer Assistent, Arastoo Vaziri, fischen derweil allerhand Zeug aus dem Leichnam heraus, denn das Otterkostüm war während der Feier mit einer Kanone beschossen worden, die allerhand Kleinkram, wie z.B. einen USB-Stick enthielt. Schließlich finden sie jedoch eine Kugel in dem Körper, die die mögliche Todesursache gewesen sein könnte.

Zusammen mit Sweets führt Booth schließlich eine Befragung der Verbindungsmitglieder durch, die alle angeben, dass Beaver ein sehr beliebter Student gewesen ist. Booth erfährt schließlich, dass Beaver eine Affäre mit Molly Briggs hatte, der Freundin von Greg, während Camille derweil herausfindet, dass die Kugel aus einer Handfeuerwaffe der ROTC stammt, zu dessen Mitgliedern auch Greg gehört. Er ist überrascht, als Brennan und Booth ihm mitteilen, dass Beaver der Tote ist und erklärt, dass er keinen Grund hatte, Beaver zu töten, zumal er nicht einmal wusste, dass Beaver in dem Kostüm steckte. Er glaubt sogar, dass jemand ihm etwas anhängen will, denn eigentlich hatte er seine Pistole nur mit Platzpatronen geladen. Schließlich erzählt Booth ihm, dass Beaver angeblich Sex mit Molly hatte, was Greg jedoch abstreitet.

Nachdem Brennan und Sweets mitbekommen haben, wie sich die Mitglieder von Beavers Studentenverbindung verhalten, diskutieren sie, in wiefern es notwendig ist, Sexlisten zu führen und sich so vor anderen zu profilieren. Booth entgegnet salopp, dass genau dafür die Collegezeit da ist. Man muss sich die Hörner abstoßen, auch mal was verbotenes oder schlechtes tun, um anschließend ein rechtschaffenes Leben zu führen.

Auch Molly weist bei der anschließenden Befragung jeglichen Kontakt mit Beaver von sich. Brennan will zurück in das Verbindungshaus und dort das Bettlaken von Beaver auf DNA-Spuren testen und ist überrascht, als sie die Verbindungsbrüder von Beaver als Caesaren verkleidet und fast vollkommen betrunken vorfindet. Booth erklärt ihr, dass die Verbindung eben so den Tod von Beaver betrauert.

Später trifft sich Booth mit Jared, der ihm voller Stolz sein neu erstandenes Motorrad präsentiert und ihm erklärt, dass er vorerst keinen neuen Job annehmen möchte und erst einmal die Welt bereisen will. Booth hält nicht sonderlich viel von dem Vorhaben seines Bruders und lässt ihm dies deutlich spüren.

Hodgins findet derweil auf dem Bettlaken von Beaver Rückstände einer Östrogencreme und schlussfolgert daraus, dass Beaver wohl eine Affäre mit einer älteren Frau gehabt haben muss. Camille teilt Brennan außerdem mit, dass der Schuss aus Gregs Waffe nicht die Todesursache gewesen ist. Beaver war schon zwölf Stunden tot als die Kugel seinen Körper getroffen hatte.

Brennan und Booth durchsuchen daraufhin noch einmal Beavers Zimmer und finden in einem Aktenkoffer eine Menge Geld und ein Notizblock, der vermuten lässt, dass Beaver ein Buchmacher gewesen ist. Angela findet später heraus, dass drei seiner Klienten ihm etwa 3000 Dollar geschuldet haben. Außerdem gibt es Anzeichen dafür, dass Beaver sich in den Server der Uni eingehackt hat, um dort die Prüfungsfragen für Chemie zu stehlen. Brennan und Booth beschließen der Professorin für Chemie, Mrs. Marlene Twardosh, einen Besuch abzustatten.

Unterdessen informiert Arastoo Camille, dass er an Beavers Knochen einige Stressfrakturen gefunden hat, die indizieren, dass er von irgendetwas gefallen sein muss. Während er und Hodgins herauszufinden versuchen, was die Frakturen verursacht haben könnte, unterhalten sich Brennan und Booth mit Mrs. Twardosh. Sie erzählt, dass sie herausgefunden hatte, dass ein paar Studenten ungewöhnlicherweise richtig gut bei ihren Tests abgeschnitten hatten und stellte einen falschen Test ins Internet, da sie vermutete, dass diese Studenten irgendwie an die Fragen gekommen waren. Brennan bewundert die Art Selbstjustiz der Frau und ist fasziniert, wie sie die Situation geregelt hat, ohne es der Verwaltung zu melden.

Zurück in seinem Büro wird Booth von Sweets darauf angesprochen, warum er sich seit kurzem so nervös und aufgebracht gibt. Booth gesteht schließlich, dass Jared dabei ist, sein Leben zu ruinieren und das obwohl Booth alles daran setzt, um seinen kleinen Bruder wieder auf die Beine zu helfen. Sweets glaubt, dass Booth nur neidisch auf Jared ist, da dieser tun und lassen kann, was er will, während Booth hier aufgrund seiner beruflichen und zwischenmenschlichen Beziehungen gefangen ist.

Hodgins und Arastoo versuchen derweil herauszufinden, aus welcher Höhe Beaver gefallen ist, damit seine Knochen die gefundenen Frakturen aufweisen. Hodgins will dazu ein Experiment im Labor durchführen, doch Camille macht ihm einen Strich durch die Rechnung.

Schließlich betrachtet Brennan noch einmal eindringlich die sterblichen Überreste von Beaver und findet schließlich die Todesursache. Das Sternum weist einen kleinen runden Einstich auf, was bedeutet ,dass Beaver mit etwas sehr spitzem gestochen worden sein muss. Hierdurch wurde die Aorta punktiert und Beaver verblutete. Da Berechnungen gezeigt haben, dass Beaver 1,3 Meter rückwärts gefallen sein muss, damit seine Knochen so brachen, wie sie es taten, muss es etwas anderes als ein Eispickel gewesen sein.

Während Brennan herausfinden will, was die Tatwaffe war, versucht Booth weiterhin seinem Bruder auszureden, nach Indien zu fahren. Er erzählt ihm, dass das Auswärtige Amt vor Individualreisen warnt und so lädt Jared seinen Bruder kurzerhand ein, ihn auf seiner Reise zu begleiten.

Angela hat derweil herausgefunden, dass Beaver weder die Fähigkeiten, noch das technische Equipment hatte, sich in den Universitätscomputer einzuhacken. Schnell ist sein Komplize gefunden. Eli, ebenfalls ein Mitglied der gleichen Studentenverbindung. Eli gibt den Betrug zu und erzählt Sweets außerdem, dass er für Beaver einige Bilddateien permanent von seinem Rechner löschen musste. Zuvor hatte er aber vier Stück auf einem USB-Stick gespeichert und Beaver übergeben.

Angela hat unter den Sachen, mit denen Beaver beschossen worden war, auch einen USB-Stick gefunden. Auf diesem sind tatsächlich vier Bilder zu sehen, unter anderem von einer Frau beim Sex.

Arastoo hat schließlich die Mordwaffe identifiziert: Eine Nagelpistole. Jemand hat Beaver damit beschossen und den Nagel dann aus der Wunde entfernt. Schließlich legen die Ermittler dem Dekan der Universität das Foto von der vermeintlichen Mitarbeiterin und Beavers Sexpartnerin vor. Dekan Warner erkennt die Frau auf dem Bild als seine Ehefrau Meredith.

Brennan und Booth bringen Warner zur Befragung zum FBI. Er gibt zu, von den Fotos gewusst zu haben, denn Beaver drohte ihm, sie zu veröffentlichen, sollte er ihn von der Uni werfen. Er habe sich jedoch nicht erpressen lassen. Brennan fragt, ob sie Bilder jemals im Internet aufgetaucht sind, was Warner verneint. Grund genug für Booth anzunehmen, dass Warner Beaver aus dem Weg geschafft hat. Er verhaftet ihn wegen Mordverdachts. Später gibt er Brennan gegenüber jedoch zu, dass er Warner nur verhaftet hat, weil dieser sich so unkooperativ und herablassend verhalten hatte und gleich mit einem Anwalt drohte.

Schließlich erzählt Booth Brennan auf der Fahrt ins Jeffersonian von Jareds Einladung, mit ihm nach Indien zu reisen. Sie macht ihm klar, dass er Jared seine eigenen Erfahrungen machen lassen muss, damit dieser sich zu einem aufrichtigen Mann entwickeln kann, was schlagartig Sinn für Booth macht.

Arastoo hat derweil etwas genauer den Nagel untersucht und erzählt den Ermittlern, dass die Nagelpistole eine Bestimmte Markierung auf dem Kopf des Nagels hinterlassen hat. Brennan erkennt das Muster wieder - es ist einer der Nägel, die Molly und ihre Gruppe benutzen, um einen Umzugswagen für ein Fest herzustellen. Zusammen mit Sweets und Brennan kehrt Booth noch einmal an die Uni zurück und platzt in ein Arbeitstreffen des Festkomitees. Booth testest die Nagelpistole und übergibt Brennan den Nagel daraus, während Sweets erkennt, dass Molly sich ertappt fühlt. Er weist Brennan an, Molly festnehmen zu lassen.

Molly gesteht schließlich, dass Beaver versucht hat, bei ihr zu landen. Als sie eines Tages alleine in einem Raum waren, versuchte er sie zu küssen. Molly wehrte sich und schoss mit einer Nagelpistole auf ihn. Beaver lebte danach noch, der Nagel steckte in seiner Brust. Er verlangte von ihr, dass sie den Nagel herauszog und als Molly sich weigerte, entfernte er das Metall selbst und verblutete. Aus Angst vor den Konsequenzen steckte sie ihn schließlich in das Otterkostüm.

Am Abend erzählt Booth Jared schließlich, dass er seine Reise gutheißt, dass er ihn aber nicht begleiten will, damit Jared lernen kann, auf sich alleine gestellt zu überleben. Dann übergibt er ihm eine Kette mit einem Medaillon des St. Christopherus, dem Schutzpatron der Reisenden. Booth erzählt, dass sein Medaillon ihn in Somalia beschützt hat, Jareds soll ihn nun in Indien den rechten Weg weisen. Dann verabschieden sich die Brüder voneinander.

Schließlich fragt Brennan Booth, ob jeder Mensch wirklich erst etwas Schlechtes tun muss, um schließlich gut werden zu können, wie er es behauptet hatte. Booth bejaht dies und ist amüsiert, als Brennan ihm sagt, dass sie in ihrem Leben zwar Fehler gemacht hat, jedoch nie bewusst etwas Schlechtes getan hat. Er ermutigt sie daraufhin, ohne zu zahlen aus der Bar zu verschwinden, in der sie gerade getrunken haben. Zunächst traut sich Brennan nicht, lässt sich dann aber von Booth überreden. Euphorisch stürmt Brennan aus dem Lokal und bemerkt nicht, dass Booth noch schnell etwas Geld auf den Tresen legt. Sie genießt den Augenblick, etwas zu tun, was nicht von ihr erwartet wurde.

Melanie Brandt - myFanbase


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