Episode: #4.19 Wissenschaft, die Leichen schafft

Der Tod einer Wissenschaftlerin führt Booth und Brennan in das renommierte Collar Institute, wo die Mitarbeiter sich nicht nur auf intellektueller Ebene rege austauschen. Angelas Vater ist in die Stadt gekommen, um sich für die gescheiterte Beziehung seiner Tochter an Hodgins zu rächen.

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Während eines Fotoshootings auf einem verlassenen Gelände stößt die Crew auf einen Plastiksack mit menschlichen Überresten. Die an den Tatort gerufene Brennan bemerkt, der Inhalt des Sacks sähe aus wie Chili con Carne, jedenfalls sei keines der Stücke größer als der Schädel eines Australopithecus. Außerdem deutet die geringe Masse darauf hin, dass in der Umgebung weitere Säcke mit den restlichen Überresten eines einzelnen Menschen zu finden sein müssten. Zur Todesursache könne sie noch nichts sagen.

Im Labor begutachten Vincent, Cam und Hodgins die eingetroffenen Plastiksäcke und kommentieren den recht unappetitlichen Anblick. Anhand der Maden stellt Hodgins fest, dass der Tod vor etwa 48 bis 72 Stunden erfolgt sein muss. Außerdem hat er in den Überresten Spuren von Gold und ein Fragment gefunden, das erst noch identifiziert werden muss.

Im Diner unterhalten sich Brennan und Angela über deren Enthaltsamkeit, als Angela plötzlich ihren Vater Billy Gibbons auf der gegenüberliegenden Straßenseite entdeckt. Sofort bricht sie auf, um Hodgins zu warnen, schließlich hatte Billy ihm Konsequenzen angedroht, falls er Angela unglücklich machen würde. Unterdessen hat Cam herausgefunden, dass das Opfer tot war, bevor es zerhackt wurde. Die Zellen sind quasi von innen heraus explodiert, was ein Symptom von Erfrierungen ist. Hodgins liefert die Information, dass das gefundene Fragment ein kleines Stück Meteoritengesteins ist.

Vincent und Hodgins bereiten ein Experiment vor, mit dem sie nachstellen wollen, wie ein tiefgefrorener Mensch vom Stück eines Meteors getroffen wird. Brennan bremst jedoch den Eifer ihrer Mitarbeiter mit dem Hinweis, dass die NASA für den infrage kommenden Zeitraum keinerlei Meteoriteneinschläge verzeichnet habe. Es befindet sich aber direkt in Washington ein Stück Meteoritengestein, dessen Charakteristika zu den bisher ermittelten Daten passen. Nachdem Brennan gegangen ist, führen Vincent und Jack das Experiment trotzdem durch, und nach einer mittelschweren Explosion taumeln die beiden rußgeschwärzt aus dem Laborraum.

Booth und Brennan statten dem Collar Institute einen Besuch ab, wo der besagte Meteorit ausgestellt wird. Sie treffen dort auf Landis Collar, den blinden Leiter des Instituts. Er ist dank eines Geräts, dass sich das Schallwellenecho zunutze macht, in der Lage, seine Umgebung in einem bestimmten Maße wahrzunehmen und forscht zurzeit über Super-Leitfähigkeit. Bei der Begegnung stellt sich auch heraus, dass Brennan einst kein Stipendium am Institut gewährt wurde, weil sich ihre Forschungen mit der Vergangenheit statt mit der Zukunft beschäftigen. Collar erkennt das Meteoritenstück sofort: Er hatte es in den Verlobungsring für Diane Sidman einarbeiten lassen, was auch den Goldfund erklärt. Seine zukünftige Frau hatte ebenfalls im Institut gearbeitet, und zwar als Chefredakteurin des Collar Journal, einer der weltweit bedeutendsten Zeitschriften für wissenschaftliche Veröffentlichungen. Zuletzt hatte sie wegen ihrer Arbeit dort unter starkem Druck gestanden.

Brennan und Booth unterhalten sich mit Milton Alvaredo, einem von Dianes Studenten. Er arbeitet gerade daran, Schlamm durch Vibrationen zu befördern. Booth vergleicht das mit Beamen und scheint damit nicht unrecht zu haben. Milton erklärt, kein Motiv für den Mord an Diane zu besitzen, schließlich habe sie seine Forschungsergebnisse im Journal publizieren wollen. Er empfiehlt, sich diejenigen anzuschauen, die scharf auf Dianes Job gewesen sein könnten. Außerdem erwähnt er, Diane zuletzt gesehen zu haben, als sie sich laut mit Jennifer Keating, einer anderen Studentin, stritt. Jennifer behauptet, dass sich statt ihrer Milton mit Diane gestritten habe. Nach dem Grund des Streits befragt, verweist Jennifer auf die intensive Arbeitsatmosphäre im Institut. Ihr eigenes Projekt war von Seiten Dianes eher auf Ablehnung gestoßen, da sich die Isotopendatierung schließlich mit der Vergangenheit beschäftigt.

Zurück im Labor hat man die Leiche anhand eines DNA-Vergleichs identifizieren können: Es handelt sich tatsächlich um Diane Sidman. Vincent und Cam erklären sich die zerstörten Zellen und die akkurat in winzige Teile zerbrochenen Knochen damit, dass der Körper zunächst in flüssigen Stickstoff getaucht und damit sekundenschnell tief gefroren sein muss. Danach muss er dann zerschmettert worden sein. Hodgins und Vincent erproben diese Theorie mit einem Experiment: Sie lassen einen gefrorenen Truthahn vom Steg über dem Labor herunterfallen. Statt aber in tausend Stücke zu gehen, springt der Truthahn wie ein Ball auf und ab und trifft dabei auch noch Angela im Gesicht.

Von Dr. Collar erfahren Brennan und Booth, dass es gegen verschiedene Wissenschaftler des Instituts und auch gegen Diane Morddrohungen wegen ihrer kontroversen Forschungsprojekte gegeben hatte. Außerdem nennt Collar Christopher Beaudette als denjenigen, der Diane als Chefredakteur nachfolgt und der somit auch ein Motiv hätte. Außerdem hätten er und Diane, so Collar, auch eine sexuelle Beziehung verfolgt, die aber mit der Heirat einvernehmlich hätte enden sollen. Beaudette gibt die Beziehung zu, bestreitet aber, in Diane verliebt gewesen zu sein und ein Verbrechen aus Leidenschaft begangen zu haben. Offenbar ist der sexuelle Verkehr am Institut ohnehin ziemlich freizügig, da sich laut Beaudette alle gegenseitig stimulieren – nicht nur intellektuell. Beaudette hatte auch mit Jennifer geschlafen und die wiederum mit Milton. Booth äußert Brennan gegenüber, dass er die Atmosphäre im Institut und die seltsamen, hyperrationalen Verhaltensweisen der Mitglieder ziemlich gruselig findet, und er gibt zu, dass für ihn auch Brennan zum Teil unter diese Kategorie fällt.

Das Verhör mit einem Verdächtigen, der Diane wegen ihrer Forschungen bedrohte, bringt keinen Erfolg. Stattdessen findet das Team heraus, dass Diane zum Todeszeitpunkt an weit fortgeschrittener Leukämie erkrankt war, obwohl ihr bei einem Gesundheitscheck vor zwei Wochen noch völlige Gesundheit bescheinigt worden war. Brennan entdeckt schließlich Beweise für einen Tumor und schließt von dessen Größe darauf, dass Diane einer enorm hohen Strahlung ausgesetzt gewesen sein muss, und dies über einen längeren Zeitraum. Dafür kommt offensichtlich am ehesten ihr Arbeitsplatz infrage. Der ist nicht mehr radioaktiv, Brennan entdeckt aber an Dianes Bürostuhl einen Fleck genau auf der Höhe, wo sich am Körper Dianes der Tumor entwickelt hatte.

Unterdessen hat sich Vincent noch einmal die Knochen vorgenommen und Einkerbungen entdeckt, die von Stichwunden herrühren könnten. Hodgins bestätigt, dass sich an Dianes Stuhl ein stark radioaktives Isotop befunden haben muss. Er äußert auch seinen Unmut über das Forschungsprinzip des Collar Institutes, dem es nur um den Blick vorwärts und in die Zukunft ginge. Von Brennan habe er gelernt, dass Forschung in alle Richtungen schauen müsse. Bones ist über dieses Kompliment sichtlich erfreut.

Im Institut suchen Brennan und Booth Jennifer auf, die ja mit Isotopen experimentiert. Als sie deren Bestände beschlagnahmen wollen, stellt sich heraus, dass eine Probe fehlt. Jeder im Institut hätte sie stehlen können. Das Team findet heraus, dass Dianes Skelett an den schwächsten Stellen der meiste Schaden zugefügt worden ist. Die Art und Weise dieser multiplen Brüche führt zu der Vermutung, dass starke Vibration dafür verantwortlich sein könnte. In der Zwischenzeit scheitert Sweets ziemlich kläglich an einem Vermittlungsversuch zwischen Hodgins und Angelas Vater.

Brennan und Booth statten dem Institut erneut einen Besuch ab, um nach einem Apparat zu suchen, der in der entsprechenden Weise einen frisch gefrorenen menschlichen Körper zerschmettert haben könnte. Sie finden schließlich eine tresorähnliche Einrichtung und steigen beide hinein, als plötzlich die Tür zugeschlagen und das Gerät aktiviert wird. Ein enorm hoher Ton zwingt beide in die Knie und ihre Nasen beginnen zu bluten. Sie versuchen, das Geräusch mit eigenen Lauten zu kompensieren und Booth schießt in die kleine Scheibe der Tür. Beide werden ohnmächtig, können aber doch in letzter Sekunde von Landis Collar gerettet werden. Offenbar hat ihr Gehör gelitten, denn beide schreien sich kurzzeitig an, um sich gegenseitig über das Befinden zu verständigen.

Im Labor haben Vincent und Hodgins herausgefunden, dass jemand Diane einen Stift in den Nacken gestoßen hat. Booth versammelt schließlich alle vier Verdächtigen – Collar, Beaudette, Milton und Jennifer – im Verhörraum. Offenbar wollte einer von ihnen Diane umbringen, indem er sie an Leukämie erkranken ließ. Als das zu lange dauerte, wurde der Mörder laut Sweets ungeduldig, weil er sich einer Deadline näherte – höchstwahrscheinlich derjenigen für das Collar Journal. Deshalb erstach er Diane und entledigte sich ihrer dann auf die bekannte Weise. In der Vibrationskammer hat man Luminol gefunden. Das reagiert mit Schlamm, und diese Tatsache wiederum führt endlich zum Mörder: Milton Alvaredo. Diane hatte sich in einem Artikel den Verdienst für Forschungsergebnisse mit Milton teilen wollen, und der wusste nur den einen Weg, das zu verhindern. Die Faust des erzürnten, aber leider immer noch blinden Dr. Collar trifft zunächst Booth, dann aber doch noch Milton.

Am Ende diskutieren Brennan und Booth noch einmal dessen Aussage, dass sie etwas Gruseliges an sich habe. Er gibt zu, nicht gerne in der Gesellschaft von Genies zu sein, weil die herausfinden könnten, wie dumm er sei. Bones tritt in ihrer üblichen direkten und zugleich liebenswerten Art gleich in mehrere Fettnäpfchen und erklärt, sie habe schon längst herausgefunden, wie dumm er sei, und auch Angela sei nicht wirklich intelligent, habe aber Talent. Sie macht ihm dann aber doch noch ein Kompliment: Booth versteht es, Intelligenz auch zu benutzen. Plötzlich erregt aber alle die Frage, wo Hodgins ist, wo doch alle anderen im Diner den erfolgreichen Abschluss des Falls feiern: Der kommt gerade schweißgebadet mitten in der Wüste zu sich und entdeckt auf seinem Arm ein Tattoo. Das Motiv: Angelas Gesicht. Offenbar hat Billy Gibbons seine Rache doch noch bekommen.

Melanie Holtmann - myFanbase


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