Spider-Man holt wieder Schwung im MCU - Was uns in "No Way Home" erwartet

Foto: Spider-Man: No Way Home - Copyright: 2021 CTMG. All Rights Reserved. MARVEL and all related character names: © &  2021 MARVEL
Spider-Man: No Way Home
© 2021 CTMG. All Rights Reserved. MARVEL and all related character names: © & 2021 MARVEL

Langsam aber sicher kommt Phase 4 des Marvel Cinematic Universe so richtig in Schwung. Und wer könnte zum Ende des Jahres besser Schwung bringen als Spider-Man? Am 16. Dezember erscheint in Deutschland mit "Spider Man: No Way Home" das dritte Abenteuer der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft.
Hier bekommt ihr einen kleinen Ausblick, worauf ihr euch nach den beiden bisher veröffentlichten Trailern freuen könnt, und was es sonst noch für Theorien und Spekulationen gibt.

Bevor es so richtig los geht, eine kleine Spoilerwarnung für alle Spider-Man-Filme, die es in den letzten Jahrzehnten gab, sowie "Avengers: Endgame" und "Venom: Let There Be Carnage".

"Spider-Mans Name ist Peter Parker", mit diesem Schocker von Bösewicht Mysterio endete "Spider-Man - Far From Home" und ließ uns jetzt schon zwei Jahre ungeduldig am Spinnfaden hängen.

"No Way Home" setzt scheinbar genau dort wieder an, denn bereits im ersten Trailer bekommen wir Peters Gesicht gemeinsam mit seiner Maske und dem Schriftzug Staatsfeind #1 auf einem riesigen Bildschirm am Times Square zu sehen. Garantiert das Werk von J. Jonah Jameson, dem Berufsgrantler, der es sowieso schon immer auf Spidey abgesehen hatte. Aber nicht nur das, aufgrund des verfälschten Videos, das Mysterio kurz vor seinem Ableben an die Presse geschickt hat, wird nun Peter auch dessen Mord angehängt und es wurde sogar so gedreht, dass es gefälschte Beweise dafür gibt. Mysterios Drohnen, die ihn letztendlich selbst töteten, gehören laut Papieren nämlich Peter. Als wäre das alles nicht schon stressig genug, muss er sich auch noch um seine Freunde Nate und MJ, wie um seine Tante May sorgen, denn durch die Enthüllung seiner Identität schweben auch diese ständig in Gefahr, auch wenn vor allem MJ im Trailer auch Vorteile darin sieht. So muss Peter zumindest niemanden mehr anlügen und sich nicht verstecken.

Ganz so überzeugt ist er davon leider nicht und hat direkt eine andere Idee: sein Kollege Doctor Stephen Strange könnte doch bestimmt einen Zauber beschwören, der die Welt vergessen lässt, dass er Spider-Man ist. Praktischerweise ist der Doctor ja ein Nachbar von Peter und so bittet er ihn kurzerhand, das doch bitte alles wieder in Ordnung zu bringen.

Wong, Stranges Zaubererkollege, bekommt das mit und warnt noch davor, den Zauber auszusprechen, aber Strange wäre nicht Strange, wenn er doch einfach macht, was er will. Während dieser den Zauber jedoch ausführt, kommen Peter einige Zweifel, denn wenn alle vergessen, wer Spider-Man ist, vergessen auch Ned, MJ und Tante May alles, was sie mit ihm als Spinnenmann durchgemacht haben. Durch Petes lautes Nachdenken wird der Sorcerer Supreme scheinbar so abgelenkt, dass der Zauber misslingt und die Stabilität der Raumzeit in Schieflage gerät und das Multiversum geöffnet wird. Doctor Strange meint, Peter mache alles immer gefährlicher, denn er versuche zwei Leben zu leben. Das heißt, eventuell ist der Zauber an sich gar nicht fehlgeschlagen, sondern nur dadurch, dass Pete versucht, zwei Leute gleichzeitig zu sein, in die falsche Bahn geraten.

So oder so heißt es jetzt, mit den Konsequenzen umzugehen, denn jetzt gibt es Besucher aus jedem Universum, wie es Stephen im zweiten Trailer betont. Vor allem einige Bösewichte scheinen sich so in Spideys Universum gesellt zu haben. Zum einen wären da Doc Ock aka Dr. Otto Oktavius, der Sandman und der Green Goblin aus den "Spider-Man"-Filmen mit Tobey Maguire, sowie Elektro und Lizard aus den "The Amazing Spider-Man"-Teilen mit Andrew Garfield.

Eine interessante Wendung nimmt das Ganze, als sich Peter mit Doctor Strange über sie unterhält und der Zauberer meint, all diese Bösewichte seien im Kampf mit Spider-Man gestorben. Interessant ist das deshalb, weil sowohl der Sandman im Sam Raimi-Universum als auch Lizard im Marc Webb-Universum den Kampf mit Spider-Man überleben.

Stellt sich also die Frage, ob Strange die Wahrheit schlicht nicht weiß oder Peter bewusst anlügt. Letzteres wäre denkbar, um den durch seinen Zauber verursachten Schaden möglichst gering zu halten, das wäre zwar eine ziemlich fiese Nummer, aber darüber kann man im Moment sowieso nur mutmaßen. Genauso wie über die Theorie, dass derjenige, den wir sehen, gar nicht wirklich Stephen Strange ist, sondern der schon in "WandaVision" erwartete Marvel-Bösewicht Mephisto, ein sehr mächtiger Dämon, der sogar aus der Ferne die Wirklichkeit verändern kann. Es wäre also möglich, dass Mephisto, in Gestalt von Strange, absichtlich den Zauber so ausgeführt hat, dass er so das Multiversum öffnet und Chaos stiftet, auch in Peters Leben. Es wird zumindest schon länger vermutet, dass er früher oder später als Hauptantagonist in Phase 4, und vielleicht sogar darüber hinaus, in Erscheinung treten wird.

Was die Bösewichte angeht, bleibt es auch spannend, wie Doc Ock sich in den Film einfügen wird, denn bereits Tobey Maguires Spider-Man hat er zum Schluss doch geholfen, seine MJ zu retten. Es wäre also auch möglich, dass er sich hier auf die Seite der Guten schlägt. Zumindest scheint er recht schnell zu erkennen, dass Tom Hollands Spidey nicht 'sein' Peter Parker ist. Auch seine Fangarme scheinen sich weiterzuentwickeln, denn nachdem er den von Tony Stark gebauten Spider-Man-Anzug berührt, transformieren sich die mechanischen Tentakeln und tragen anschließend ein schickes Iron Man- bzw. Spider-Man-Rot.

Ein Artefakt, das bisher nur Fragen aufwirft, ist ein mysteriöser Würfel, den Peter versucht, von Doctor Strange zu stibitzen.

Dazu gibt es die Theorie, dass es sich bei dem Würfel um eine Art Gefängnis für die Besucher aus den anderen Universen handeln könnte. Sicher werden wir das wahrscheinlich erst im Film selbst erfahren, es scheint allerdings recht klar, dass dieser Würfel auf irgendeine Weise in Verbindung mit dem Multiversum steht.

Als nächstes kommen wir zu der Frage, die wahrscheinlich allen am meisten unter den Nägeln brennt: Sind die Spidermen Tobey Maguire und Andrew Garfield tatsächlich auch mit von der Partie?

In den Trailern lautet die klare Antwort dazu: Nein. ABER das bedeutet nicht, dass sie im Film nicht trotzdem um die Ecke geschwungen kommen, denn es gibt mehr als ein Anzeichen dafür. Zum einen haben wir natürlich all die vergangenen Bösewichte, die größtenteils wieder von den ursprünglichen Schauspielern verkörpert werden (darunter Alfred Molina als Doc Ock, Willem Dafoe als Green Goblin, Jamie Foxx als Electro). Zum anderen gab es im Umfeld des Films einige Hinweise darauf, wie mögliche Verplapperer von Tom Holland, geleakte Fotos von Andrew Garfield und Tobey Maguire am Set usw. Wobei letzteres auch zu den Szenen im zweiten Trailer passen würde, denn auf den Fotos befinden sich die beiden auf Gerüsten, die auch im Showdown zwischen Spidey, Sandman, Lizard und Electro zu sehen sind. Abgesehen davon wäre es auch nicht ganz unwahrscheinlich, dass Peter in dieser Situation Hilfe bekommt und es nicht alleine mit allen dreien aufnehmen muss. Es wäre ja nicht das erste Mal, das Marvel uns einen Trailer vorsetzt, in dem eine oder mehrere Personen (oder fehlende Augen) einfach herausgeschnitten wurden. Vielleicht ist das aber auch gar keine so schlechte Sache, denn so können wir die mögliche Überraschung in vollem Umfang auf der großen Leinwand erleben.

Aber nicht nur die Bösewichte geben Flashbacks auf vergangene Zeiten, sondern leider auch das Ende des zweiten Trailers, denn hier stürzt die aktuelle von Zendaya dargestellte MJ von dem vorhin genannten Gerüst in die Tiefe, wie schon MJ-Kirsten Dunst, die gerade noch von ihrem Peter gerettet werden konnte, und Gwen (Emma Stone), der dieses Glück leider nicht vergönnt war.

Es geht also um wirklich viel im neuen Spider-Man, wahrscheinlich läutet er sogar eine neue Ära für das gesamte MCU ein.

Zum Abschluss dieser kleinen Preview kommen wir noch zu ein paar Easter Eggs und Spekulationen. Wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man im Trailer, dass das angesprochene Gerüst um die Freiheitsstatue aufgebaut wurde, und zwar, weil man dort einen riesigen Captain America-Schild montiert hat. Natürlich eine Anspielung auf "Marvel's The Avengers", allerdings wirft der Schild auch Fragen auf. Erstens: Ist Steve gestorben oder doch auf einer geheimen Mondbasis? Und zweitens: Wieso wurde der Schild gerade jetzt errichtet und wo ist der Iron Man-Helm, schließlich hat er sich ja geopfert? Aktuell gibt es darauf keine Antworten, allerdings ist es sehr gut möglich, dass Spidey sich hier bereits in einem anderen Universum bewegt, in dem alles ganz anders gekommen ist.

Eine Anspielung auf "Spider-Man: Homecoming" lässt sich auf einem Van erkennen, nämlich das DODC (Department Of Damage Control), das mittlerweile offensichtlich zu einer richtigen Behörde mit bewaffneten Soldaten herangewachsen ist.

Ein schwieriger zu entdeckendes Easter Egg, ist das Nummernschild auf dem Auto, das Doc Ock nach Spider-Man wirft: ASM 8183. Wahrscheinlich ist das eine Referenz zu den "Amazing Spider-Man"-Comics aus den 80ern, in denen zum einen der Hobgoblin als Bösewicht eingeführt wurde, zum anderen MJ zurück zu Peter kam und erfahren hat, dass er Spider-Man ist. Damals wurde der Comic schon als 'Großer Wendepunkt in Spider-Mans Leben' beworben und es scheint fast offensichtlich, dass dasselbe auch für "Far From Home" gelten wird.

Ein Charakter, von dem in Zusammenhang mit diesem Film noch kaum geredet wurde, ist Miles Morales, der aktuell auch in den Comics seine Netze spinnt und zuletzt auch durch Auftritte im fantastischen Animationsfilm "Spider-Man: A New Universe" (in dem das Multiversum ebenfalls eine bedeutende Rolle spielt) und auf den Spielekonsolen an Bekanntheit gewonnen hat. Es wäre also nicht komplett aus der Luft gegriffen, auch ihn in "No Way Home" zu treffen, dazu gibt es allerdings bisher noch weniger Anhaltspunkte als zu den vergangenen beiden Spidermen.

Weniger Spekulation ist allerdings, dass Tom Hardys Venom im Film auftauchen wird, denn in der Szene nach dem Credits des zweiten Teils, der aktuell im Kino läuft, sieht Eddie Tom Hollands Peter Parker im Fernsehen.

Ihr seht also, sehr viele Dinge bleiben trotz der ganzen Infos noch spannend und wir dürfen uns auf jeden Fall auf ein weiteres Kinoblockbuster aus dem MCU freuen.



Catherine Bühnsack - myFanbase
25.11.2021 11:27

Kommentare