Bewertung: 7

Review: #2.06 Virus

Der Vertrauensbruch von Jack Bristow wird in dieser Episode weiterhin thematisiert, aber auch Will Tippin bekommt wieder mehr Spielraum, was ich gut finde.

Sydney & Jack Bristow

Dass es Sydney nicht in den Kram passt, mit ihrem Vater zusammenzuarbeiten, sah man ihr an. Das war nach seinem Vertrauensbruch auch nicht anders zu erwarten. Jedoch hat er ihr schließlich die Wahrheit gesagt und sogar recht gegeben. Ich fand es schon sehr herzlos von Sydney, was sie ihm an den Kopf warf, als sie behauptete, dass Jack sie für überflüssig hält und sie in seinem Leben der größte Fehler sei. Da tat mir Jack leid, da er es ernst meinte und sie immer wieder einen draufsetzte, selbst als er schon Tränen in den Augen hatte. Was mich allerdings wundert: Warum hört sie sich nicht in Ruhe an, was er zu sagen hat? Nein, sie flippt schon vorher aus. Kein anderer als Jack kennt Irina Derevko besser. Er hat ihr jahrelang vertraut und sie hat sich über ihn lustig gemacht und verraten.

Wenn sie allerdings in der Patsche sitzt, dann ist Dad gut genug, um ihr zu helfen, wie in der Klinik, und nicht einmal, nachdem der Infizierte sie mit Irina ansprach und Jack ihr später im Hubschrauber von den Daten berichtet, weiß sie, wem sie vertrauen und glauben soll. Auf der einen Seite ist es sogar verständlich. Es muss höllisch wehgetan haben, zu erfahren, dass der eigene Vater mit ihr Experimente gemacht hat, doch er hat es ihr erklärt, warum er das tat. Wenn es keine Lüge war, kann ich ihn ein bisschen verstehen, möchte ihn aber keineswegs in Schutz nehmen, da es unmoralisch war. Des Weiteren ist da ihre Mutter. Das ist ebenfalls verständlich, dass sie diese kennenlernen möchte. Jedoch nach allem, was sie getan hat? Klar ist Sydney neugierig. Mir persönlich ist Irina Derevko zu manipulierend und ich kann nur hoffen, dass Sydney - jetzt wo Jack ihr nicht mehr in dieser Sache reinredet - nicht enttäuscht wird. Wenn doch, dann war es eine Erfahrung, aus der sie sicher lernen wird. Vor allem war es eine Erfahrung, die sie machen musste, aber an ihrer Stelle wäre ich nicht zu vertrauensselig.

Derevkos Geständnis kam doch für alle sehr überraschend und hätte man sie hingerichtet, hätte Sydney ihre Mutter verloren, der Streit zwischen Jack und ihr wäre mit Sicherheit weiter eskaliert oder es wäre zu einer Funkstille gekommen... Außerdem wäre die ganze Spannung aus der zweiten Staffel jetzt bereits weg. Man konnte bereits ahnen, dass Derevko zurückkommt. Ich frage mich bloß, ob Irina Sydney auch mal das Leben retten wird, so wie Sydney es tat. Möglich ist alles, doch ich halte von Derevko nicht viel, deshalb kann ich diesbezüglich nur hoffen.

Will Tippin & Arvin Sloane

Schön war es, dass Tippin endlich wieder eine Aufgabe bekommen hat und jetzt für Vaughn arbeitet. Die beiden verstehen sich wirklich gut, was mir ebenfalls großartig gefällt. Die Freundschaft zu Sydney ist auch besser und intensiver geworden, jetzt, wo sie sich alles anvertrauen können und nur das Thema wechseln müssen, sobald Francie auftaucht. Ich finde Will einfach bemerkenswert, nach allem, was er durchmachen musste, ist er noch zu Scherzen aufgelegt, als er seiner Freundin stolz seinen "30-Tage-Clean"-Chip präsentiert. Doch sein Leben muss eben weitergehen, so hart es ist und klingt, und er hat Sydney, Francie und selbst Vaughn, die ihm dabei helfen werden.

Bei Sloane frage ich mich, ob er verrückt wird oder vielleicht schon ist und ob Emily tatsächlich noch lebt. Wenn Letzteres der Fall sein sollte, das wäre wirklich der Oberhammer. Leicht durchgedreht sah er mir in dieser Folge schon aus. Vielleicht sollte er sich mal ein paar Tage Urlaub gönnen. Sollte Emily leben, dann finde ich es von ihr eine Geschmacklosigkeit Sydney gegenüber, da Sydney die Trauerrede hielt und Emily für sie wie eine Mutter war. Also, die Freundschaft kann Emily dann wohl vergessen. Ich bin gespannt, wie es bezüglich mit Emily weitergeht, ob sie lebt oder "immer noch" tot ist.

Michael Vaughn

Michael und Sydney sind für mich das Paar schlechthin. Wie er sie beim Schlafen beobachtet und erzählt hat, was sie im Schlaf geredet hat, das fand ich zwar kitschig, aber entzückend. Bisher hat leider keiner von beiden den ersten Schritt gemacht, obwohl es Sydney wohl vorhatte, doch dann störte Dr. Nicholas, als sie und Vaughn unter Quarantäne standen und sie ihm gerade etwas Wichtiges sagen wollte. Dass einer von beiden - in diesem Falle Vaughn - das Virus in sich trägt, war voraussehbar, doch ich hoffe, es wird alles wieder gut. Das muss es einfach.

Fazit

Eine solide und interessante Folge, die die vergangene Episode #2.05 Projekt Weihnachten nicht aus den Augen verlor und an und für sich diese immer noch Hauptthema war. Wie es mit den Bristows und dem Vertrauen zueinander weitergeht, muss man abwarten. Allerdings glaube ich, dass das von Irina abhängen wird. Selbst wenn Lena Olin nicht mitgespielt hat, außer in der Schlussszene, hatte ich das Gefühl, sie war während der ganzen Episode präsent.

Die nächsten Folgen werden zeigen, was Irina konkret vorhat und ob Emily noch lebt, vor allem aber ob Vaughn durchkommt. Es bleibt weiterhin spannend, dafür sorgen momentan allein schon die Bristows.

Dana Greve - myFanbase

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