Bewertung

Review: #3.05 Ein teuflischer Plan

Eine neue Episode von "Veronica Mars", bei der ich mir allerdings die ganze Zeit so vorkam, als würden mir Handlungsstränge gezeigt werden, die eigentlich keine sind. Ich hoffe, dass sich alles auflösen und erklären wird, wenn wir das große Ganze kennen.

Mein College-Projekt: Eli

Referate sind eine nervige Angelegenheit, wenn man an der Uni ist. Als Student versucht man immer ein wenig innovativ zu sein und ich muss sagen, dass Veronica das wirklich geschafft hat. Wirklich schlau von ihr, ihren kriminellen Freund zu benutzen, um ihr Thema anschaulich darzustellen. Und man konnte sehen, dass Eli sich auf jeden Fall auch wohl gefühlt hat in seiner Position als "Geschichtenerzähler". Aber man hat auch gleichzeitig gemerkt, dass er sich immer noch nicht ganz von seinem alten Leben losreißen konnte.

Und genau das veranlasste Veronica dann auch dazu Eli zu verdächtigen, dass er derjenige war, der beim Überfall dabei war. Ganz ehrlich, ich verstehe Veronica nicht. Es ist doch immer das selbe bei ihr. Sie beschuldigt Eli wegen etwas, was er nicht getan hat und merkt das alles viel zu spät. Ich finde es schade, dass sich dies wieder mal wiederholt hat und es scheint, als wäre dies ein krampfhafter Versuch Eli mehr in die gesamte Handlung einzubinden.

Und natürlich musste es auch wieder so kommen, dass Eli verhaftet wurde, da jemand Beweise bei ihm versteckt hat und Veronica erst dann gemerkt hat, dass Eli nicht schuldig ist, weil er einfach nicht so dämlich ist und viel mehr Erfahrung hat. Also setzt sie alle Hebel in Bewegung und schafft es nach und nach den Fall aufzuklären und die wahren Schuldigen zu finden. Herzlichen Glückwunsch, aber absolut nicht überzeugend, auch wenn es mal wieder nett war, dass eine Verbindung zur ersten Staffel hergestellt wurde, indem Veronica unbedingt ihr Andenken an Lilly wieder haben wollte.

Meine Frau und ihr Ex-Mann

Warum sollte man nicht die neuen Nebencharaktere gleich mehrfach in die Handlung einbinden und aus einem Dekan auch gleichzeitig einen Klienten machen? Es liegt nahe und wurde ja auch eigentlich immer so gehandhabt.

Die Geschichte an sich war jedoch keinesfalls uninteressant und ich muss sagen, ich fand es wirklich interessant Richard Grieco mal wieder zu sehen. Ich denke bei ihm immer noch sofort an "21 Jump Street" und es freut mich einfach bekannte Gesichter als Gastdarsteller zu sehen.

Neben der Tatsache, dass der Fall an sich interessant war, da man mal wieder sehen konnte, dass manchen Menschen Geld einfach wichtiger als alles andere ist, und eine ganz andere Seite des Dekans zeigte, konnten wir auch mal wieder ein bisschen Interaktion zwischen Keith und Cliff sehen. Ein Nebencharakter der großartig gezeichnet ist und viel zu selten auftaucht. Und – habe ich das richtig empfunden? Entsteht so etwas wie Freundschaft zwischen Keith und dem Dekan? Das könnte auf jeden Fall interessant werden. Vielleicht ist Freundschaft aber auch ein zu großes Wort, aber die scheinen sich zu verstehen und vielleicht sehen wir in den nächsten Episoden noch mehr Interaktion zwischen den beiden.

Gebt mir mehr davon

Positiv aufgefallen sind mir an dieser Episode definitiv ein paar kleine Szenen, die das ganze vollkommen aufgelockert haben und mir das eine oder andere Lächeln aufs Gesicht gezaubert haben und eigentlich die Highlights der Episode waren.

Als erstes auf jeden Fall das kurze Zusammenspiel von Eli und Logan. Da wurden alte Erinnerungen geweckt und ich hätte am Liebsten gleich ein paar alte Episoden rausgekramt, in denen es Szenen zwischen den beiden gab. Hinzu kam noch der kleine, aber geniale Kommentar von Lamb, als er zu Logan sagte, dass er auch bald wieder dran sei.

Dann gehörte auch der kleine Roboter-Tanz von Lamb dazu. Kurz, aber auf jeden Fall großartig und natürlich sein kleiner "Vortrag" an Veronica, wie toll es ist gesetzestreu zu sein.

Danny war der nächste der mich begeistern konnte. Schön, wenn man solchen Gastdarsteller einen Charakter gibt, der einen kurz amüsiert, anstatt nur Mittel zum Zweck zu sein.

Und eine weitere Szene, die kurz, aber deutlich und gut war: Veronica reißt der kleinen Klugscheißerin die Kette vom Hals und verschwindet.

Was soll uns das sagen?

Diesmal packe ich keine Kleinigkeit hierein, sondern eigentlich die ganze Geschichte um Wallace. Mal ehrlich, was sollte das? Er will sich verbessern, da er nur an die Partys und seinen Sport gedacht hat und dabei das Studieren völlig verdrängt hat. Aber es kommt immer wieder was dazwischen, deswegen besorgt er sich einen Test. Mmh… was sollte uns das bringen? Einfach nur, um Wallace mal wieder einen kleinen Handlungsstrang zu geben oder sollte da wirklich mehr hinter stecken?

Auch der Fall um den Dekan und den Ex-Mann seiner Frau kann für mich nicht einfach so stehen gelassen werden. Irgendetwas muss darauf noch folgen, ansonsten würde es keinen Sinn ergeben.

Fazit

Diese Episode von "Veronica Mars" plätschert vor sich hin und gibt uns einen Cliffhanger, der eigentlich keiner ist, denn eigentlich kann man sich denken, was die Auflösung ist, auch wenn ich es moralisch verwerflich finde und das vielleicht zu einer interessanten zwischenmenschlichen Debatte in der nächsten Episode führen könnte. Aber zumindest gab es einige wenige Szenen, die dann doch überzeugen konnten, auch wenn es oftmals erschien, als wüssten die Autoren nichts mehr mit den Charakteren anzustellen.

Annika Leichner - myFanbase

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