Bewertung: 6

Review: #4.11 Fang mich doch, wenn du kannst

Foto: Kat Graham, Vampire Diaries - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Kat Graham, Vampire Diaries
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Kol sorgt, wie bereits einige Male zuvor, für Probleme, Damon steht unter der Beeinflussung eines Originals, Jeremy muss nach wie vor tausende Vampire umbringen, damit sein Tattoo vervollständigt wird, und auch das Team Stefan/Rebekah will im Rennen um das berühmt berüchtigte Heilmittel weiterkommen. So weit so gut.

"I don't take orders from you, d**k."

Die elfte Episode setzt genau dort an, wo die vorherige Folge aufgehört hat: Klaus trifft sich mit Damon, Jeremy und Matt in einer Bar, welche voll von angehenden Vampiren ist, die Klaus soeben verwandelt hat. Nun soll der neue Hunter von Mystic Falls all diese Blutsauger umbringen, da sich ja sein Tattoo vervollständigen muss, damit sie anschließend das Heilmittel finden. Zwar gefällt es mir sehr gut, dass Jeremy seit der vierten Staffel nun endlich nicht mehr im Schatten seiner herzallerliebsten Schwester Elena stehen muss, sondern seine eigene Storyline bekommen hat, jedoch weiß ich nicht, ob ich mich mit dieser Geschichte anfreunden kann. Dennoch bin ich von dem starken Jeremy angetan und er erhält von mir ganz klar Pluspunkte, weil er seit neuestem der Einzige zu sein scheint, welcher nicht von einem der Originals beeinflusst werden kann – doch dazu kommen wir noch. Natürlich war es von Anfang an klar, dass Jeremy die neu verwandelten Vampire nicht auf einmal oder besser gesagt ganz alleine kalt machen kann, doch Hilfe bekam er ohnehin von seinem neuen Mentor Damon. Es gefiel mir auch in dieser Episode gut, dass die beiden zusammenarbeiten, auch wenn sie sich nicht wirklich leiden können. Trotz ihrer Differenzen bilden sie ein Team, welches zusätzlich von Matt unterstützt wird, der in dieser Folge aber eher der Klotz am Bein war.

"I know you were daggered for a little while... but knocking is still a thing."

Kommen wir nun zu den verschiedenen Teams, die sich einen Wettstreit um das berühmt berüchtigte Heilmittel liefern. Da wären also einmal Jeremy, Damon, Klaus und Elena, welche irgendwie an einem Strang ziehen, zum anderen gibt es auch noch Bonnie und ihren mysteriösen Mentor Professor Shane, und last but not least Stefan und Rebekah. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die beiden sich zusammentun? Nun, Krieg macht ja bekanntlich erfinderisch und man darf auch nicht vergessen, dass die beiden in den 20er-Jahren einmal verliebt waren, doch ja richtig, Stefan wurde damals von Klaus beeinflusst, daher kann er sich nicht mehr an seine Gefühle für Rebekah erinnern. Jedenfalls sieht es am Anfang der Folge noch so aus, als würden sich die beiden in die Haare kriegen und als Einheit nicht besonders gut funktionieren. Schließlich vertraut Rebekah Stefan nicht, natürlich zu recht, denn er hat sie bereits des Öfteren hintergangen. Ich persönlich war sehr angetan von der Idee, dass sich verschiedene Gruppen zusammengetan haben, um gegeneinander um ein Heilmittel zu kämpfen. Dazu kommt noch, dass die Teams unterschiedlicher gar nicht sein könnten und sich auch ausgerechnet die Personen zusammengeschlossen haben, von denen man es nicht unbedingt erwartet hatte. Doch die beste Einheit bilden, meiner Ansicht nach, immer noch Stefan und Rebekah.

Bonnie Bennett: witch prodigy

Langsam aber doch geht es mir auf die Nerven, dass wir immer noch nicht wissen, was genau Professor Shane vor hat, was seine Ziele sind und ob er denn auch wirklich ein ganz gewöhnlicher Mensch ist. Je mehr Folgen vergehen, desto mehr Fragen kommen auf, jedoch werden keine Antworten geliefert. Der einzige kleine Lichtblick war vermutlich der Moment, in dem Bonnie erkannt hat, dass ihr Mentor nicht der zu sein scheint, für den sie ihn hält, und dass er derjenige war, welcher die zwölf Menschen in Pastor Youngs Haus in die Luft jagen ließ. So weit so gut. Ich dachte wirklich, dass nun der Augenblick gekommen wäre, in welchem Bonnie nach all den Jahren nicht mehr die naive, kleine Hexe ist, welche auch wirklich von jedem neuen Charakter entweder erpresst oder scheinbar unterstützt wird, jedoch schlussendlich herausbekommt, dass ihre Vertrauensperson auf der falschen Seite kämpft. Ich hätte es Bonnie wirklich gegönnt, wenn sie mit ihren neuen Kräften einmal für sich selbst hätte sprechen dürfen und endlich einmal das tun könnte, was sie möchte, und auch wirklich nur sie. Einmal in ihrem Leben sollte Bonnie auf sich selbst hören und nicht an Elenas Leben denken müssen oder sich der falschen Person zuwenden. Doch anscheinend bin ich mit dieser Meinung alleine, denn Professor Shane ist wieder einmal genau so ein Mensch, welcher ein ganz böses Spiel zu spielen scheint. Zwar erkannte Bonnie dies nach ihrem kleinen Verhör mit ihm, doch nach ihrem kleinen Ausraster während dem Gespräch scheint Bonnies Vater mehr denn je besorgt um seine Tochter zu sein, weshalb er höchstwahrscheinlich Professor Shane beauftragen wird, damit dieser seine Tochter "kontrollieren" kann, sodass sie nicht ganz die Beherrschung verliert und zu einer tickenden Zeitbombe wird.

Compulsion

Kommen wir nun zu dem Handlungsstrang, der mich am meisten geärgert hat: die Beeinflussung der Vampire durch die Originals. Wie Rebekah bereits richtig festgestellt hat, wird hier anscheinend jeder ausgeschalten oder eben beeinflusst, sollte er nicht nach der Pfeife von Klaus oder in diesem Fall nach der Pfeife von Kol tanzen. Die ständige Beeinflussung wäre ja noch zu verkraften, wenn sie denn richtig erklärt werden würde und man einen Einblick in die Art und Weise dieses Mittels bekommen würde. Doch in dieser Folge war die Beeinflussung von Damon durch Kol einfach nur nervend und vor allem auch ziemlich unnötig und billig umgesetzt. Denn Kol hat Damon ausdrücklich gesagt, dass er sich nicht daran erinnern wird, und keine zwei Augenblicke später hat Damon das merkwürdige Gefühl, er wurde beeinflusst. Das erntete bei mir nur einige Seufzer und Augenroller, besonders, nachdem Damon Jeremy auch noch unter Beeinflussung sagt, er solle vor ihm flüchten, da er ihn töten wird. Ist das überhaupt möglich, wenn Damon doch beeinflusst wurde und sich eigentlich gar nicht daran erinnern sollte?

"You don't know what I look like when I'm not in love with you."

Natürlich musste Elena handeln, schließlich wäre es nicht gerade gut für sie, sollte ihr neuer Lover ihren Bruder umbringen. Wen bittet sie daher um Hilfe? Richtig, Stefan, ihren Ex-Freund, was diese verzwickte Situation ja gar nicht noch viel komplizierter macht. Ernsthaft Elena? Warum konnte sie denn nicht Klaus um Hilfe bitten? Schließlich ist Klaus der mächtigste aller Vampire und auch er kann andere beeinflussen. Also, warum meldet sie sich nicht bei ihm, dass er Damon erneut beeinflusst, sodass er Jeremy nicht umbringt? Außerdem ist Jeremy Klaus sehr nützlich, denn bekanntlich ist nur Jeremy im Besitz des Tattoos und so der Schlüssel zum Heilmittel, welches Klaus für Elena möchte, um dann wieder neue Hybride erschaffen zu können. Da liegt es doch auf der Hand Klaus anzurufen, nicht wahr? Nun, anscheinend scheint Elena da anders zu denken und ruft Stefan an, welcher soeben von Rebekah darauf aufmerksam gemacht wurde, dass er in den 20er-Jahren viel besser drauf war, denn da war er noch nicht unsterblich in Elena verliebt und man konnte mit ihm Spaß haben. Tatsächlich wirkt es im ersten Augenblick so, als würde Stefan wieder der alte Ripper werden, schlussendlich eilt er Elena aber doch noch zu Hilfe und sperrt seinen Bruder erst mal in den Keller, damit dieser Jeremy nichts antun kann. Und dann ist es unvermeidlich, dass sich Elena und Stefan treffen. Klar, dass Elena von ihm wissen will, was dieser mit Rebekah treibt, schließlich ist sie seine Ex-Freundin und hat das Recht zu erfahren, was Stefan macht. Nun ja, jedenfalls macht Stefan ihr klipp und klar, dass Elena keine Ahnung hat, wie er ist, wenn er nicht in sie verliebt ist, da sie nicht begreifen kann, warum er sich mit Rebekah abgibt, weil das einfach nicht seine Art ist. Zugegeben mag ich diesen neuen, sarkastischen, I-don't-care-Stefan, denn so wird uns Zuschauern endlich einmal eine andere Seite von ihm geboten.

"The Sex wasn't good because we didn't care. It was good because you were crazy. Crazy sex is always good."

Und diese neue Seite von Stefan darf Rebekah gleich mit genießen und zwar mit einer Bettsequenz. Bereits bei ihrem Gespräch im Büro von Professor Shane war die Chemie zwischen den beiden spürbar und ich persönlich finde es in Ordnung, wenn sich Stefan erstmals mit Rebekah vergnügt, denn den ewig trauernden und verbitterten Stefan will doch ohnehin keiner auf Dauer sehen, geschweige denn ertragen. Es lebe daher Team Strebekah!

Fazit

"Vampire Diaries" hat schon bessere Zeiten erlebt, dennoch macht es Spaß den verschiedenen Teams bei ihrer Mission das Heilmittel zu finden zuzusehen. Trotzdem fällt die Abwesenheit von Caroline und Tyler auf und die ständigen Beeinflussungen von den Originals machen das Ganze nicht besser. Bleibt also nur zu hoffen, dass die nächste Folge spannender wird, zumal Elena ja einen neuen Plan hat, wie Jeremy sein Tattoo vervollständigen könnte.

Melanie E. - myFanbase

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