Bewertung: 6

Review: #3.03 Es tut so weh

Das war eine der Folgen, in denen reichlich wenig passiert, was aber nicht unbedingt negativ auffällt. Trotzdem darf man in den kommenden Wochen ruhig wieder einen Gang zulegen.

They took someone I love from me. I don't know about you but I was raised to fight back.

Sookies Story bleibt vorerst eher uninteressant. Man überbietet sich mal wieder an Ekelhaftigkeit und es gibt ein paar nette Austausche mit Eric, aber ansonsten ist Sookies Rolle auf die Suche nach Bill beschränkt. Ich denke, es wird hier wohl erst richtig interessant werden, wenn es denn so weit ist und sie ihn findet. Die Szene in der Werwolfbar gefiel mir ganz gut, da es mal wieder zeigte, dass Sookie weiß, wie sie bekommt, was sie will. Außerdem lernen wir den Werwolf Alcide kennen. Gut, das war jetzt nicht wirklich etwas Besonderes, noch dazu hat er eine klischeebeladene Sidestory mit einer Ex-Freundin, die nun kurz davor ist, jemand anderen zu heiraten – wenn ich richtig verstanden habe, den Werwolf, der in derselben Folge dem König von Mississippi Bericht erstattete? Dann kann es ja wohl nicht mehr lange dauern, bis das Aufeinandertreffen folgt, nehme ich an.

Bills Story fand ich da ein wenig aufschlussreicher. Sein Flashback hat mir diesmal richtig gut gefallen und mich sehr bewegt. Dann lädt man natürlich ordentlich Schmalz oben drauf, indem man ihn das Riesenopfer bringen lässt, Sookie ziehen zu lassen, um sie nicht zu gefährden. "The only way to show your love for a human is to stay away… forever." Gott, wie tragisch, aber zu Bill sehr passend. Das Ende mit Lorena brachte dann wieder den Ekelfaktor. Als er ihren Kopf umdrehte, sah das wirklich absolut widerlich aus. Aber sie scheint ja mit allem zufrieden zu sein, solange sie Bill haben kann. Fast noch tragischer als der Rest der Story...

There are two kinds of people in this world. [...] I don’t know about you but I’m the third kind.

Jason war wieder top drauf und brachte einige Kracher, als er eröffnete, nun Polizist werden zu wollen. Ob er Andy das schon erzählt hat? Großartig, wie er glaubt, einfach mal bestehen zu können, ohne eine Sekunde dafür gelernt zu haben. Am Ende wirft er seine Träume wohl wieder über den Haufen, aber auch das passt. Er ist ja nicht unbedingt dafür bekannt, etwas bis zum Ende durchzuziehen.

Was den Fund des Kopflosen angeht, sollen das wohl weitere Hinweise auf die Werwölfe sein. In dem Zusammenhang musste ich doch sehr lachen, als Bud plötzlich alles hinschmeißt, weil er keine Lust hat, dass alle paar Wochen (pünktlich zur neuen Staffel) eine neue Mordserie beginnt, die es aufzuklären gilt. Wirklich viel Leidenschaft scheint er ja nicht in den Job zu stecken. Ich bin gespannt, ob es dabei bleibt oder ob er wieder zurückkehrt.

So, the problem you have is that there is no dead body in your house?

In dieser Folge festigt sich die These, dass Pam Jessicas neue Mentorin wird, etwas. Ich hoffe, das geht auch so weiter, denn Pam ist – v. a. in Verbindung mit Jessica – einfach unschlagbar. Leider gab es in dieser Folge aber von dieser Front nicht so wirklich viel zu berichten. Der neue Vampir Franklin hat also offenbar Jessicas Toten geklaut und will irgendwelche Informationen über Bill haben. Warum auch immer.

Ich muss ja sagen, dass mir Franklin durch seine Art doch ganz gut gefällt. Er hat was. Deshalb freue ich mich erstmal über diesen Neuzugang. Es bleibt abzuwarten, was er dann tatsächlich zur Serie beizutragen hat. Was mir in dem Zusammenhang auch klar wurde: Diese Regel, dass Vampire von Menschen erst eingeladen werden müssen, bevor sie reinkommen dürfen, ist auch irgendwie für die Katz', oder? Wenn sie die Leute ja doch gleich hypnotisieren können... Tara war jedenfalls wieder ganz die alte. Sie hat bedeutungslosen Sex und haut dann ab, als es persönlich wird. Das kennen wir ja noch aus Staffel 1. Gut, man nennt sowas wohl "in character" bleiben, aber mich nervt sie mit ihren ständigen Wutanfällen doch. Bisher hatte sie einfach noch keine sinnvolle Story und es sieht ganz danach aus, als sollte sie auch in dieser Staffel wieder in eine Geschichte hineingezogen werden, aus der sie nur mit noch weniger Selbstwertgefühl und mehr Angst vor Beziehungen herauskommt. Na, da kann man sich ja schon auf Staffel 4 freuen. Dass Sookie und sie sich gleich wieder vertragen haben, war gut und erspart uns zumindest einen Nervfaktor.

Was sonst noch geschah...

  • Arlene ist also schon in der 10. Woche und somit ist das Baby nicht von Terry. Da kann sie wohl nur hoffen, dass der nicht rechnen kann. Diese typischen Serienlügen regen mich auf und führen am Ende doch zu nichts. Warum glauben Menschen eigentlich immer, dass sie mit sowas durchkommen? Na ja, interessant bleibt jetzt für mich nur, wer denn dann der Vater des Babys ist. Rene kann es doch wohl kaum sein, das müssten doch mehr als zehn Wochen gewesen sein, oder? Und sonst habe ich keinen Plan, mit wem Arlene geschlafen haben könnte – vielleicht irgendjemand anderes in einer der Orgien? Oder soll es vielleicht eine Überraschung für uns Zuschauer sein?

  • Sam befindet sich derweil in einer schwierigen Situation mit seinem Bruder und ich bin gespannt, welchen Weg man da geht. Wird man eine herzerweichende Familienstory draus machen oder wird Sam wieder enttäuscht und verarscht wie in der letzten Staffel von Daphne? Ich würde ihm ja ersteres wünschen, vor allem, damit er wieder etwas weniger nervig werden kann. Bisher ist er ja halbwegs erträglich, was sicher auch daran liegt, dass er eben Sookie nicht mehr hinterhertrauert.

  • Noch eine erwähnenswerte Szene gab es. Ich sage nur eins: Eric und Lafayette . Die beiden sind einfach göttlich zusammen. Bitte mehr davon.


Fazit

Insgesamt empfand ich die Folge als eher lahm, aber ich war nicht wirklich gelangweilt. Es gab nicht viele amüsante Szenen, einige wenige starke, dafür aber kaum nervige. Sie hat mich jedenfalls gespannt darauf gemacht, was aus den gesponnenen Storyanfängen so wird und wie man die neuen Charaktere einsetzen wird. Daher vergebe ich solide sechs Punkte.

Nadine Watz - myFanbase

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