Bewertung: 5

Review: #5.03 Rebecca Thrall (Nr. 76)

Foto: Megan Boone, The Blacklist - Copyright: 2017, 2018 Sony Pictures Television Inc. and Open 4 Business Productions LLC. All Rights Reserved.
Megan Boone, The Blacklist
© 2017, 2018 Sony Pictures Television Inc. and Open 4 Business Productions LLC. All Rights Reserved.

So amüsant es mitanzusehen ist, wie sich Reddington im Moment bemüht, sein kleines Imperium wieder aufzubauen, so redundant ist es doch. Im Grunde geht es immer wieder um eins: Macht zu gewinnen. Neue Verbündete zu finden. Und neue Ressourcen zu generieren

"Tom if I wanted to get rid of you, I'd put the bullet in your head myself."

Red braucht ein Flugzeug, um von A nach B zu kommen. Und da man nicht einfach so an ein Flugzeug kommt, sieht er sich gezwungen, eines einem brutalen, afrikanischen Waffenhändler zu stehlen. Natürlich nicht auf eine plumpe Weise, sondern wie für Red üblich, ist sein Plan erst auf den zweiten oder dritten oder vierten Blick ersichtlich.

Um den Konflikt zwischen Red und Tom etwas voranzutreiben, ist Red in dieser Episode gezwungen, Toms Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dass die beiden Männer nicht sonderlich gut miteinander können, das ist hinlänglich bekannt. Und es ist nichts neues, dass sie sich nur zusammenraufen, weil sie mit Liz eine gemeinsame Verbindung haben, die beide quasi ihr zuliebe dazu zwingt, miteinander zu arbeiten. Die mal mehr, mal weniger unterschwelligen Seitenhiebe auf die Verachtung der beiden füreinander ist noch das Interessanteste in der Episode.

Toms Geschichte war und ist für mich eigentlich schon lange erzählt. Ganz kurz kam etwas Spannung auf, als Scottie Hargrave aufgetaucht ist und man in "The Blacklist: Redemption" einen kleinen Blick in die Vergangenheit von Tom erhaschen konnte. In "The Blacklist" hat Tom, trotz dass er im Besitz der Gebeine von irgendwem ist, der Red gefährlich werden könnte, keine zentrale Rolle. Und das macht ihn zu einer austauschbaren Figur. Klar, er ist Liz' Mann und Vater ihrer Tochter. Aber wenn er von heute auf Morgen verschwinden würde, die Zuschauer würden es nicht merken. Er ist ersetzbar und gerade deswegen kein würdiger Gegner für Raymond Reddington.

Zurück aber zu Red. Um an sein Flugzeug zu kommen, braucht Red Hilfe und die findet er einmal mehr in Glen Carter, dem herrlich zynischen Kerl in der DMV, der schon so manches Problemchen für ihn gelöst hat. Ich mag den sonderbaren Knilch ganz gerne, vor allem in Kombination mit Reddington. Und dass er ihm zur Seite steht, obwohl Red ganz unten ist, das dürfte Red ihm hoch anrechnen. So hoch, dass er ihn am Ende sogar in seinen kleinen, familiären Moment mit Dembe platzen lässt.

I know this isn't politically correct right now to say this, but cops don't kill people they protect them." "Most of them do. The ones that let anger and emotion, prejudice and carelessness affect their behavior are every good cop's worst nightmare."

Während Red beschäftigt ist, hat auch die Task Force alle Hände voll zu tun. Dank Reddington werden sie in einen seltsamen Fall verwickelt, in dem es um Polizisten geht, die irgendwie dazu moralisch gezwungen werden, andere Menschen zu töten, um so an deren Lebensversicherungen zu kommen. Klingt sehr wirr und ist es letztendlich auch. Immerhin geht dem Team am Ende mal wieder ein großer Fisch ins Netz und man kann mit Reddingtons Waffenhändler gleich auch noch einen kleinen Bonus verbuchen.

Der Fall ist eigenltich gar nicht so schlecht, würde der Fokus nicht allzu sehr auf Donald Ressler verschoben werden, der seine ersten Botendienste für Henry Prescott erledigen muss. Dieser schickt ihn während laufender Ermittlungen los, um ein beschlagnahmtes Auto mit Überresten seines letzten Opfers (oder jemandem, den er loswerden sollte), abzuholen. Ressler hat keine Wahl, als loszufahren und zu tun, was Prescott von ihm verlangt, schließlich will er selbst nicht ins Kreuzfeuer geraten. Nun war dieser "Gefallen" ja noch relativ harmlos. Ich bin gespannt, durch welche Reifen Ressler noch springen muss und an welchem Punkt es kritsich für ihn wird.

Reddington schein bereits zu ahnen, dass Ressler in Schwierigkeiten steckt und bietet ihm seine Hilfe an, die dieser natürlich entrüstet ablehnt. Ich bin mir nicht so sicher, dass das eine gute Idee ist, aber man braucht ja noch einen kleinen Konflikt für die nächsten paar Folgen. Ich bin sicher, irgendwann wird Ressler auf Reddingtons Angebot eingehen und seine Hilfe annehmen.

Randnotizen

  • Ich hätte es nicht erwartet, aber ich mag Smokey Putnum und seine Partnerin. Die beiden zanken sich wie ein altes Ehepaar und haben die verrücktesten Einfälle. Sie passen einfach herrlich in Reds Team.
  • Wo ist eigentlich Agnes?


Fazit

Nach einem durchaus guten Auftakt sind wir zurück im Mittelmaß. Die Fälle sind abstrus, aber leider nicht sonderlich spannend und die meisten Charaktere sind neben Raymond Reddington einfach zu blass, um wirklich Interesse beim Zuschauer zu wecken. Willkommen zurück im Mittelmaß.

Melanie Wolff - myFanbase

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