Bewertung: 6

Review: #5.02 Greyson Blaise (Nr. 37)

Foto: James Spader, The Blacklist - Copyright: 2017, 2018 Sony Pictures Television Inc. and Open 4 Business Productions LLC. All Rights Reserved.
James Spader, The Blacklist
© 2017, 2018 Sony Pictures Television Inc. and Open 4 Business Productions LLC. All Rights Reserved.

Nachdem wir im Staffelauftakt bereits einen Blick auf das Ende dieser Season (oder wenigstens der Midseason) werfen durften, dürfte es interessant sein, zu sehen, wie es zu der Konfrontation zwischen Reddington und Tom Keen kommen wird. Doch bis dahin müssen wir wohl noch einige Folgen über uns ergehen lassen.

"I'm scared of you. Now more than ever. Of who you are because it might be who I am too."

Eigentlich ist #5.02 Greyson Blaise gar keine schlechte Episode. James Spader hat unendlich viel Spaß und kann damit eigentlich immer unterhalten und es macht Spaß mitanzusehen, wie Elizabeth seine Verrücktheiten nun endlich als gegeben akzeptiert und sich voll und ganz auf ihren Vater einlässt. Angesichts der Tatsache, dass sie eigentlich für das FBI arbeitet und seine nicht selten höchst-verwerflichen, geschweige denn illegalen Aktionen nicht billigen sollte. Aber sie ist eben hin und her gerissen zwischen Verachtung und Bewunderung ihres biologischen Erzeugers.

Der Fall um den Kunsthändler Grayson Blaise ist nett mitanzusehen. Man schmunzelt viel, schüttelt den Kopf ob so viel Unverschämtheit, die Reddington an den Tag legt und nickt anerkennend, weil er mal wieder mit jeglichen Schandtaten durchkommt. Es ist eigentlich nicht anders als sonst, nur dass dieses Mal eben Liz an seiner Seite ist, die mit einem Eifer dabei ist, dass selbst er zu bemerken scheint, dass sie sich auf einen Pfad begibt, der nicht gut für sie ist. Es gibt kleine Momente, da hat es den Anschein, als würde Red nachdenklich werden, als er sieht, wie viel Spaß es Liz zu machen scheint, ihm beim Wiederaufbau seines Syndikats zu helfen.

Liz selbst bemerkt sehr wohl, dass sie sich durch die intensivere Zeit mit ihrem Vater zu verändern beginnt. Es ist nicht klar, ob sie dadurch nur verunsichert ist, oder ob es ihr tatsächlich auch gefällt, sich jenseits jeglicher Regeln zu bewegen. Klar, sie hat Red schon oft arbeiten sehen, aber das Grinsen auf ihren Lippen, das sie bei seinen Aktionen hat, ist so breit, dass es spannend sein wird zu sehen, wo Liz für sich selbst eine Grenze zieht und welche sie bereit ist, an der Seite ihres Vaters zu überschreiten.

"The man knows people, criminals. He's plugged into a whole ecosystem of deviants. I have a hard time believing he's suddenly so compromised he can't be of help to us."

Die Task Force ist einmal mehr Spielball für Red und seine Unternehmungen. Ein neuer Direktor steht anscheinend vor der Tür und Harold braucht dringend gute Beweise, um diesem klar zu machen, dass das FBI weiterhin von der Zusammenarbeit mit Red profitiert. Also liegt er ihm in den Ohren, dass er dringend mal wieder einen Fahndungserfolg von seiner ominösen Blacklist braucht, um nicht in Bedrängnis zu kommen. Ein wenig komisch ist, dass Cooper noch immer Angst zu haben scheint, dass Red ihn irgendwann mal in den Rücken fallen wird. Dabei sollte ihm doch schon längst klar geworden sein, dass nicht nur das FBI von Red profitiert, sondern dass Red genauso auf sie angewiesen ist. Er sollte sich also zurücklehnen und Red seine Arbeit machen lassen, hin und wieder seine Leute losschicken, um ihm zu helfen und darauf vertrauen, dass Red das Ding schon wuppt. Klar, ist das schwer für einen Mann wie Harold Copper, aber Red sitzt nun mal am längeren Hebel.

Am Ende bekommt Cooper mit Grayson Blaise mal wieder einen viel gesuchten Kriminellen auf dem Silbertablett präsentiert und dürfte kein Problem mehr damit haben, seinem Boss zu erklären, dass alles so bleiben sollte, wie es im Moment ist.

Randnotiz

Während Red sich weiterhin der Wiederherstellung des Status Quo widmet, versucht Dembe an Informationen über den Verbleib des Koffers zu kommen. Natürlich kreuzen sich zwangsweise die Wege von ihm und Tom, allerdings bekommt nur letzterer mit, dass Red alles daran setzt, an die sterblichen Überreste zu kommen.

Tom muss sich also beeilen, wenn er ihm ein Schritt voraus sein will. Ich bin ja gespannt, ob er Liz tatsächlich davon erzählen wird oder ob der Konflikt, auf den wir zusteuern, Liz vollkommen aus dem Nichts treffen wird und sie (wieder einmal) ihre Loyalität Red gegenüber in Frage stellen wird. Red wird kein Problem damit haben, Tom aus dem Weg zu schaffen, selbst wenn er weiß, dass Liz Herz an ihm hängt und er der Vater ihrer Tochter, seiner Enkelin (die übrigens mal wieder überhaupt nicht einmal mit einem einzigen Wort erwähnt wird, während ihre Eltern sich in allerhand Abenteuer stürzen) ist.

Fazit

Der noch immer eher leichterte Ton steht der Serie im Moment ganz gut, wenngleich man natürlich erwartet, dass neben dem ganzen Spaß, den man James Spader im Moment gönnt, "The Blacklist" eine Krimiserie ist und diese in erster Linie von Spannung getragen wird. Es darf also bald mal wieder etwas düsterer werden. Ich bin gespannt, ob bzw. was den Autoren hier eingefallen ist und ob es besser ist, als wieder einmal die im Moment sehr interessante Beziehung zwischen Liz und Red zu gefährden.

Melanie Wolff - myFanbase

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