Bewertung: 5

Review: #5.04 Der Endling (Nr. 44)

Foto: Mozhan Marnò, The Blacklist - Copyright: 2017, 2018 Sony Pictures Television Inc. and Open 4 Business Productions LLC. All Rights Reserved.
Mozhan Marnò, The Blacklist
© 2017, 2018 Sony Pictures Television Inc. and Open 4 Business Productions LLC. All Rights Reserved.

Red ist schon ein recht findiger Kerl… Da zieht er mal eben in ein neues Domizil, das kurz darauf von ein paar Dieben überrannt wird und hat binnen weniger Stunden einen neuen Weg aufgetan, an Geld zu kommen. Red gewinnt also langsam wieder Oberwasser und hat am Ende auch noch jede Menge Safe Houses, die er nicht nur selbst nutzen kann, sondern auch noch gewinnbringend an andere Menschen wie ihn vermieten kann

Es läuft also für Red. Zeit, der Task Force mal wieder einen kleinen Knochen hinzuwerfen. Und der Fall um den "Endling" ist dabei durchaus interessant, wenngleich auch nur deswegen, weil ich durch ihn gelernt habe, dass es eine unglaublich seltene Blutgruppe gibt, die als universal-Blutspender in Frage kommt, gleichzeitig jedoch auch die Person, die sie vererbt bekommen hat, in Gefahr bringt, bei einem möglichen Notfall nicht schnell genug Hilfe zu bekommen. Das ist unglaublich interessant vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen und ich muss zugeben, dass ich zwischenzeitlich mehr Zeit damit verbracht habe, Infos über das "goldene Blut" im Netz zu suchen, als der Geschichte hier zu folgen.

Am Ende war es mal wieder ein typischer Fall, mit einer kleinen, interessanten Änderung: Red hat der Task Force einen Fall zu gespielt ohne Hintergedanken. Das kommt relativ selten vor, da Red seine Blacklister eigentlich nur dann frei zum Abschuss gibt, wenn es ihm selbst irgendwie nützt. Doch hier hat er nicht wirklicht etwas davon. Es sei denn, er will Liz beweisen, dass er im Falle eines Falles bereit ist, sein Leben für sie zu geben, wenn es sein muss.

Red hilft Liz (und der Task Force) dabei, die Drahtzieherin hinter der Entführung mehrerer Personen mit dem seltenen und besonderen "goldenen Blut" dingfest zu machen. Es ist mal wieder ein verzweifelter Charakter: eine liebende Mutter, die nichts unversucht lassen will, um ihren todkranken Sohn zu retten. Am Ende regelt er es auf seine typische Weise. Er bringt die Mutter dazu, sich in Hinblick auf die Aussichtslosigkeit ihrer Situation selbst das Leben zu nehmen, um so ihrem Sohn eine Chance zu geben. Und als er mit Liz da so sitzt, da sinniert er darüber, dass er hofft, eines Tages ebenfalls eine solche Entscheidung treffen zu können, sollte es notwendig werden. Es wirkt wie ein drohendes Gewitter, das am Horizont aufzieht – als wenn Red sich sicher ist, dass irgendwann der Zeitpunkt kommen wird, an dem er gezwungen sein wird, sich für Liz zu opfern.

Liz bewegt sich durch den Fall auch auf dünnem Eis und beginnt, immer mehr in Reddingtons Welt hineingesogen zu werden. Auch Cooper bemerkt dies und macht ihr klar, dass er sie im Augen behalten wird, weil er es nicht gutheißen kann, dass sie ihre Kollegen belügt und sich die Regeln zurecht biegt, wie sie sie braucht. Am Ende bewahrheiten sich ihre Befürchtungen vielleicht doch, dass Red einen schlechten Einfluss auf sie hat.

Es scheint so, als würden die Autoren hier auf einen spannenden, wenngleich nicht wirklich unvorhersehbaren Konflikt hinarbeiten, der sich irgendwann einmal entladen wird. Seit Liz weiß, dass Red ihr biologischer Vater ist, beginnt sie, ihn genauer zu studieren und auch seine Sicht der Dinge zu hinterfragen. Sie sieht seine Welt nicht mehr nur durch die Brille der regelgetreuen FBI-Agentin, sondern beginnt zu verstehen, wie Red tickt. Natürlich weiß sie, dass seine Vorgehensweise moralisch oft fragwürdig und nicht selten illegal ist, auch wenn er für seine Taten stets einen nachvollziehbaren, plausiblen Grund hat.

Randnotizen

  • Nik, der Arzt den Red immer wieder in unmögliche Situationen gebracht hat, findet hier den Tod. Es ist eigentlich primär gar nicht Reds, sondern vielmehr Toms Schuld. Und die Tatsache, dass Tom Liz' Identität "geborgt" hat, um die DNA der sterblichen Überreste aus dem Koffer mit einem angeblichen Treffer in Codis vergleichen zu können, wird sicherlich noch auf Liz zurückfallen und sie irgendwie in die ganze Sache mit reinziehen, auch wenn Tom sie noch nicht einweihen möchte.



Fazit

Business as usual bei "The Blacklist". Vielmehr als "es plätschert ein bisschen dahin" fällt mir als Fazit ehrlich gesagt nicht ein.

Melanie Wolff - myFanbase

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