Bewertung: 6

Review: #12.23 The Change Constant

Foto: Jim Parsons, The Big Bang Theory - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Jim Parsons, The Big Bang Theory
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Finale Doppelfolgen sind nicht immer einfach, vor allem ist es eigentlich unmöglich, ein Fazit zu ziehen, bevor man nicht den zweiten Teil gesehen hat. So ist es auch bei den letzten beiden Episoden der zwölften Staffel von "The Big Bang Theory", den wirklich letzten beiden Episoden, die deshalb eine zweiminütige Zusammenfassung aller zentralen Ereignisse unserer Hauptcharaktere erhielt, was nett war, aber eigentlich zu kurz. Sicherlich wird YouTube da bessere Zusammenfassungen liefern. Dieser Text wird sich jedenfalls auf die Ereignisse des ersten Teils beziehen (ich habe den zweiten auch noch nicht geschaut, während ich diese Zeilen schreibe) und entsprechend noch keine abschließende Wertung vornehmen. Vielmehr wird der Text am Ende dann genau zur finalen Review überleiten.

"This is a piece of paper and a medal."

Es war zu erwarten, dass Amy und Sheldon mit einem weiteren Happy End aus der Serie entlassen werden und der Nobelpreis ihnen gehört. Darauf hat die Staffel hingearbeitet und das ist auch ein schöner Abschluss dieser Geschichte, die nicht immer gut geschrieben war. Hier wird das Ereignis gelungen mit der Warterei der Verkündung eingeleitet und die Dramatik um die Ohrfeige war auch super (ok, "How I Met Your Mother" hat das natürlich viel schöner ausgekostet). Danach bekommt es eine ganz dramatische Note, weil Sheldon mit dem Erfolg doch nicht umzugehen weiß. Das eröffnete viele Felder, wodurch ein paar andere aber ganz vergessen wurde. Pemberton und Campbell wurden gar nicht mehr erwähnt, was man verschmerzen kann, auch wenn sie einen Großteil der Storyline beeinflussten. Dass man Amys Vorbildfunktion, die bei ihr zuletzt noch eine Panik auslöste, aber nun nicht durch die Reporter hervorhebt, fand ich befremdlich. Ich hoffe sehr, dass dies noch eine Rolle spielen wird, weil man sonst doch zu sehr Sheldon in den Fokus rückt. Selbst Amys tolles Makeover durch einen stilsicheren Raj geht durch Sheldons spontane Überforderung etwas unter. Und Amy sah wirklich klasse aus, so ganz ohne Kartoffelsack. Ich denke, dass da noch was kommen wird. Die Preisverleihung steht noch an und diese bringt hoffentlich auch noch mal viele Emotionen mit sich.

"So you're saying, the inevitability of change might be an universal constant."

Emotional war es schon, weil Sheldon wirklich seine Gefühle nicht mehr unter Kontrolle hatte und einen ähnlichen Panikanfall wie am Ende der siebten Staffel hatte, als ihm die Veränderungen über den Kopf stiegen. Das kann man alles nachvollziehen und genau so auch umsetzen. Herrlich war dabei natürlich, dass der Aufzug nun wieder funktioniert, wobei auch das jetzt auf der Liste der zu erwartenden Dinge stand. Sheldons Panik stellte einen sehr gelungener Konflikt dar, um hier Penny noch mal von ihrer besten Seite zeigen zu können. Sie nimmt ihn unter seine Griffel und führt ein ganz wunderbares Gespräch mit ihm, das auch noch gespickt von Erinnerungen ist. Mit viel Empathie macht sie ihm logisch deutlich, dass Veränderung normal und die eigentliche Konstante ist, was Sheldon sogar selbst geschlussfolgert hat. Insofern kann dieser jetzt ganz positiv in die letzte Episode gehen und Amys neues Outfit ordentlich wertschätzen.

"As your best friend, I'm not gonna let you quit."

Weniger gefallen hat mir die Rolle von Howard und Bernadette in diesem ersten Teil. Sheldons Verstecken zu nutzen, um sich selbst mediale Präsenz zu verschaffen, ist so dermaßen kindisch und kleingeistig, dass man ihnen wirklich absprechen muss, überhaupt Freunde von Sheldon und Amy zu sein. Kripke hätte ich so etwas zugetraut. Aber das sich wirkliche Freunde als die besten Freunde der Öffentlichkeit präsentieren und dabei nicht ihnen helfen wollen, sondern nur sich selbst im Sinn haben, finde ich charakterlich wirklich unterste Schublade und nicht ansatzweise lustig. Welche Werte wollen die beiden ihren Kindern beibringen? Ach ja, darum kümmern sie sich eigentlich auch nie. Ich hoffe, dass dies nicht der letzte selbstständige Auftritt des Paares war, sonst muss man sich hier die Rückblicke in Erinnerung rufen, um die beiden gebührend verabschieden zu können. Das hier war jedenfalls schwach, ja eigentlich traurig.

… weiter zum zweiten Teil

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