Die besten Momente 2014/2015
Game of Thrones, #5.08 Hartheim

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Während einer jeden Staffel von "Game of Thrones" wartet man gespannt auf die neunte Folge, da diese zumeist den schockierendsten und beeindruckendsten Moment der jeweiligen Staffel beinhaltet, und somit im Gedächtnis hängen bleiben. Da wäre Ned Starks Tod in der ersten Staffel, die Schlacht um Blackwater in der zweiten Staffel, die rote Hochzeit in der dritten Staffel und die große Schlacht an der Mauer in der vierten Staffel. Doch in dieser Staffel findet für mich der beste Moment in der achten Folge statt, und dass nicht nur weil er so unerwartet kam, sondern auch weil er auch so viel Intensität besaß. Seit Beginn der ersten Staffel wird der Kampf um den eisernen Thron in den Vordergrund gestellt, doch was ist der Thron wert, wenn doch eine viel größere Macht droht, alles zu zerstören? In den letzten 15 Minuten wurde uns dies von David Benioff und D.B. Weiss noch einmal mehr als deutlich bewusst gemacht. Die Schlacht der Lebenden gegen die Toten steht uns noch bevor.

"If they get through, everyone dies"

Foto: Kit Harington, Game of Thrones - Copyright: 2015 Home Box Office, Inc. All rights reserved.
Kit Harington, Game of Thrones
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Es begann alles ganz unaufgeregt. Jon reiste nach Hartheim, um dort die angesiedelten Wildlinge südlich der Mauer zu bringen und um sie zu überreden, Seite an Seite mit der Nachtwache zu kämpfen, sollte die Zeit kommen. Die Evakuierung beginnt und als Karsi, Anführerin eines Wildling-Clans, sich von ihren Kindern verabschiedet und diesen speziellen Ausdruck im Gesicht hat, war es offensichtlich, dass etwas Schlimmes passieren wird. Die Hunde fangen an zu bellen und das Wetter ändert sich schlagartig, die weißen Wanderer kommen.

Es kommt zu einer kräftemäßig unausgeglichenen Schlacht, denn erstens sind die Mitglieder der Nachwache und die Wildlinge deutlich in der Unterzahl, und zweitens kann man die weißen Wanderer bekanntlich nur mit Drachenglas töten, zumindest dachte man dies bis jetzt. Es passierte alles so schnell, dass man gar nicht wusste, wie einem geschieht. Jon, so ehrenhaft wie er nun mal ist, steigt in keines der Boote, solange er nicht alle in Sicherheit gebracht hat. Doch wünschte man sich, dass er doch einfach auf eines dieser Boote steigen würde und sich selbst in Sicherheit bringt. Ich hab schon lange nicht mehr mit jemanden so mitgefiebert, wie in diesem Moment. Besonders als Jon einem weißen Wanderer völlig machtlos gegenübersteht und ihn bekämpft, dachte ich sein letztes Stündlein hat geschlagen. Im letzten Moment schafft er es noch sein Schwert Langklaue zu ergreifen, welches sich als unerwartet resistent gegen die Waffe des weißen Wanderers erweist. Nicht nur Drachenglas, sondern auch valyrischer Stahl schafft es die Wanderer zu besiegen, es gibt also doch noch Hoffnung. Karsi hat nicht so viel Glück und wird von einer Gruppe untoter Kinder angegriffen und getötet. Dies kam zwar nicht unerwartet, doch war es sehr tragisch, da man sie auf Anhieb mochte und gern länger in der Serie gesehen hätte. Da hatte Edd mehr Glück und konnte sich gegen die Untoten beweisen, obwohl man zuerst in den Glauben gelassen wurde, er hätte es nicht geschafft.

Seite an Seite kämpfen Jon, Tormund und Edd gegen die Armee der Untoten bis sie schließlich einsehen müssen, dass sie keine Chance haben und fliehen müssen. Zusammen mit dem Riesen Wun Wun schaffen sie es zu entkommen und fahren auf einem Boot davon. Als zum Schluss der Anführer der weißen Wanderer schließlich all die Toten wieder auferstehen lässt, indem er seine Arme hebt, konnte ich mich Jons fassungslosem Blick nur anschließen. Benioff und Weiss haben es mal wieder geschafft einen dramatischen Moment und zugleich die beste Schlacht aller bisherigen Staffeln zu entwickeln. Mit seichter Musik, verhältnismäßig wenig Blut, leichtem Gruselfaktor, guten Kampfszenen und vor allem mit ausdrucksvollen Gesichtern überzeugt dieser Moment auf ganzer Linie. Ein Blick kann eben manchmal mehr sagen, als tausend Worte. Dies trifft besonders auf die letzte Sequenz zu, in der Kit Harington einmal mehr zeigen kann, dass er mehr kann, als nur kämpfen und gut aussehen.

Aline C. - myFanbase

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