Das Serienjahr 2020 - Abschied von "Arrow"

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Ein Rückblick von Maria Schoch

Foto: Stephen Amell, Arrow - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Stephen Amell, Arrow
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Ich denke nicht, dass der kleine US-Sender The CW im Jahre 2012 als "Arrow" an den Start ging, gedacht hat, was diese Serie alles nach sich ziehen würde. Denn seither sind bei diesem Sender diverse Superheldenformate, mache erfolgreicher als andere, an den Start gegangen oder werden in Zukunft noch an den Start gehen. Und am Anfang dieser Geschichte steht "Arrow", eine Serie um den Milliardärssohn Oliver Queen (Stephen Amell), der bei einer Yachttour auf einer einsamen Insel strandet und in seiner Heimatstadt für tot erklärt wird. Fünf Jahre später kehrt er zurück und rächt in der Nacht mit Pfeil und Bogen die Ungerechtigkeiten, die teilweise durch seinen Vater und dessen Geschäftspartner mitverursacht wurden.

Stephen Amell, dessen schauspielerisches Talent sicher zu Recht auch manchmal kritisiert wurde, hat die Figur des Oliver Queen geprägt und zusammen mit Emily Bett Rickards in der Rolle der Felicity Smoak und David Ramsey in der Rolle des John Diggle das Herzstück der Serie gebildet. Und auch wenn "Arrow" wie so viele andere Serien durch Höhen und Tiefen gegangen ist und manche Castveränderungen vielleicht weniger vorteilhaft waren als andere, hat die Serie doch über acht Jahre lang hervorragend unterhalten und hat es auch geschafft in der achten, verkürzten Staffel noch einmal, wenigstens teilweise zu ihrer alten Stärke zurückzufinden, unter anderem auch, weil man Darsteller der ersten Stunde dazu gebracht hat, noch einmal in ihre Charakterrollen zu schlüpfen.

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Und wie immer kann man mit einem Finale einer so langlebigen Serie nicht alle Fans und Kritiker zufrieden stellen und manchmal braucht es seine Zeit, bis man als Fan Frieden mit dem Ende gefunden hat. Mir beispielsweise ging es so. Habe ich am Anfang mit der finalen Folge beziehungsweise vor allem mit den letzten Minuten gehadert, finde ich inzwischen, dass die Autoren ein gutes Ende geschrieben haben, ein Ende in dem das Unausweichliche, nämlich der Tod des Green Arrow eingetreten ist, er beziehungsweise Oliver Queen aber in gewisser Weise doch sein Glück gefunden hat und er für seine Taten, für die er soviel geopfert hat, nun auch anerkannt wird. Ein Ende, das einerseits traurig ist, andererseits aber eben auch glücklich, gegensätzlichen Gefühle, die eigentlich über die ganze Serie auch den Charakter des Oliver Queen ausmachten.

"Arrow" ist also nach acht Jahren zu Ende und Oliver Queen wird nicht mehr als Beschützer von Starling City beziehungsweise Star City agieren, trotzdem wird er den Bewohnern dort wie auch den Zuschauern der Superheldenserien auf The CW immer in Erinnerung bleiben, denn er und seine Serie haben Geschichte geschrieben und leben in allen den anderen Serien wie "The Flash", "Legends of Tomorrow", "Supergirl", "Batwoman", etc. weiter.

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Maria Schoch - myFanbase

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