DVD-Rezension: Intruders - Die Eindringlinge, komplette Serie

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Die von Glen Morgan ("Akte X") produzierte Mystery-Serie "Intruders - Die Eindringlinge" basiert auf Michael Marshall Smiths Roman "The Intruders" von 2007. Als Gemeinschaftsprojekt von BBC America und BBC Two ging die achtteilige Serie erstmals im August 2014 auf dem US-Kabelsender BBC America auf Sendung. In Deutschland wurde "Intruders - Die Eindringlinge" ab Oktober 2015 auf RTL Crime ausgestrahlt und ist seit dem 10. Dezember 2015 auf DVD und Blu-ray im Handel erhältlich. Leider wurde die Serie, trotz vieler bekannter Darsteller wie James Frain (" True Blood", "The Tudors"), Mira Sorvino ("Psych", "Falling Skies"), Tom Butler ("The Secret Circle", "The Killing") und John Simm ("Doctor Who") auf Grund schlechter Einschaltquoten nach der ersten Staffel abgesetzt.

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Obwohl der Ex-Polizist und jetziger Buchautor Jack Whelan (John Simm) schon immer die Vermutung hatte, dass seine Frau Amy (Mira Sorvino) etwas verrückt ist, ist er doch wie vor den Kopf geschlagen, als Amy plötzlich spurlos verschwindet und sein ehemaliger Schulfreund Gary Fisher (Tory Kittles) bei ihm auftaucht und mysteriöse Andeutungen hinsichtlich Amys Verstrickung in einen Geheimbund macht. Und während sich Jack auf die Suche nach Amy begibt und immer weiter in ihr dunkles Geheimnis eintaucht, ist der mysteriöse Richard Shepherd (James Frain) auf der Suche nach der neunjährige Madison (Millie Bobby Brown), die von einem dunklen Geist besessen scheint und von Zuhause weggelaufen ist. Nach und nach verstricken sich ihre Wege und führen alle zu dem Geheimbund Qui Reverti, einer Gruppe von Außerwählten die an das Ewige Leben glauben und einen Weg gefunden haben, immer wieder ins Leben zurückzukehren.

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Rezension

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Intruders - Die Eindringlinge
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Ich liebe es von eigentlich unscheinbaren Serien, an die man mit keinerlei Erwartungen rangeht, so absolut positiv überrascht zu werden und "Intruders" hat es mühelos geschafft, mich ab der ersten Minute in seinen Bann zu ziehen. Und obwohl die ganze Handlung etwas braucht um in Fahrt zu kommen, ist man als Zuschauer auf Grund der geheimnisvollen Brocken die einem immer wieder zugeworfen werden, direkt an die Serie gefesselt und die acht Episoden rauschen nur so an einem vorbei. Für mein Empfinden haben es die Serienmacher und Autoren hervorragend hinbekommen, den Zuschauer genau so lange im Ungewissen zu lassen, wie es noch erträglich ist. Denn in den ersten Episoden rafft man, trotz einiger aufgestellter Thesen, irgendwie erstmal gar nichts, wird aber genau zu dem Zeitpunkt etwas aufgeklärt, bevor man darüber entnervt sein könnte. Die ganze Handlung ist sehr mysteriös und vorerst recht undurchsichtig und lädt somit quasi herrlich zum mitspekulieren ein, da man immer wieder kleine Häppchen serviert bekommt, die das Ganze nach und nach aufdröseln. Denn "Intruders" ist definitiv keine Serie bei der man seinem Gehirn eine Pause gönnen kann. Und ohne jetzt hier zu viel zu verraten, denn das wäre wirklich schade wenn man sich die Serie noch anschauen möchte, es erwartet einen eine unglaublich spannende Geschichte rund um Geistwanderungen und der Suche nach dem Ewigen Leben. Dabei wird allerdings weitestgehend auf Spezialeffekte verzichtet und wer hier Teufelsaustreibungen oder ähnliche Rituale erwartet, ist leider auf der falschen Fährte. Denn "Intruders" geht mehr an die Psyche und kann zwar auch mit einigen schockierenden Szenen aufwarten, beschränkt sich aber doch hauptsächlich darauf den Kopf der Zuschauer zum Denken anzuregen.

Foto: John Simm, Intruders - Die Eindringlinge - Copyright: polyband
John Simm, Intruders - Die Eindringlinge
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Neben der, meiner Meinung nach, wirklich ausgeklügelten Story ist es den Serienmacher einfach hervorragend gelungen mit "Intruders" ein harmonisches Ganzes zu bilden. Denn trotz des Schwerpunktes auf das Paranormale, wurden die einzelnen Geschichten der diversen Charaktere nicht außer Acht gelassen und man bekommt als Zuschauer einen guten Zugang zu den jeweiligen Rollen und deren persönlichen Geschichten, die einen immer wieder begeistert mitfiebern lassen. Somit würde ich die Serie nicht nur ins Mystery/Thriller-Genre einordnen, sondern "Intruders" absolut auch als Dramaserie betiteln wollen. Neben der Geschichte zwischen Amy und Jack, war da natürlich das Schicksal der kleinen Madison, die von einem geheimnisvollen Geist besessen war, besonders spannend. Denn dieses kontroverse Zusammenspiel eines älteren Mannes in dem Körper einer Neunjährigen hat einfach was und konnte mich oftmals nicht nur schockieren, sondern auch erheitern. Zwar wurde hier das Rad nicht neu erfunden, da sich schon viele Produktionen dieses Stilmittels bedient haben, wurde aber in "Intruders" trotzdem perfekt umgesetzt, ohne dabei lächerlich zu wirken. Mein einziger Kritikpunkt an der Story wäre maximal die teilweise dümmliche Darstellung von Jack Whelan, der fast bis zum Schluss nicht zu kapieren scheint, in was genau er da reingeraten ist. Ich gehe davon aus, dass die Intention der Autoren hinsichtlich dessen war, dass man aufzeigen wollte, dass Jack es einfach nicht wahrhaben wollte, dass er seine Frau Amy für immer verloren hat. Leider wurde Jacks Erleuchtung da aber etwas zu lange rausgezögert, so dass man eher den Eindruck vermittelt bekommt, dass er es einfach nicht rafft.

Foto: Millie Bobby Brown, Intruders - Die Eindringlinge - Copyright: polyband
Millie Bobby Brown, Intruders - Die Eindringlinge
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Auch bei der Auswahl der Schauspieler wurde definitiv alles richtig gemacht und neben den drei Zugpferden der Serie, Mira Sorvino, James Frain und John Simm, die der ganzen Produktion einen noch professionelleren Touch und den nötigen Hauch Drama verliehen haben, hat mich die Darstellerin der neunjährigen Madison, Millie Bobby Brown, komplett aus den Socken gehauen. Es ist absoluter Wahnsinn wie dieses kleine Mädchen ihre erfahrenen Kollegen fast an die Wand spielt. Die Kleine war absolut auf dem Punkt und hat eine so unglaublich gute Leistung abgeliefert, dass sie fast die halbe Serie alleine getragen hat. Selten habe ich so eine phantastische Kinderschauspielerin gesehen, die mich so beeindrucken konnte und ich bin überzeugt davon, dass wir von diesem Mädchen noch eine Menge hören und vor allem sehen werden. In einer kleinen Gastrolle ist auch noch Richard Harmon zu entdecken, der vielen Serienfans durch seine Rollen in "The 100" und "Continuum" ein Begriff sein dürfte.

Leider wurde diese großartige und meiner Meinung nach völlig unterschätze Serie bereits nach der ersten Staffel wegen mangelnder Einschaltquoten abgesetzt. Das tut meiner Begeisterung für "Intruders" allerdings keinen Abbruch, da die Serie zwar mit einem kleinen Cliffhanger endet, aber für mein Empfinden auch zu Ende erzählt war. Ich persönlich hätte auch meine Zweifel ob der Stoff für mehrere Staffeln ausgereicht hätte, nachdem das Mysterium um den Geheimbund Qui Reverti gelüftet wurde.

Specials

Als Special gibt es ein nettes kleines Making-Of auf der DVD und dem Zuschauer wird unter dem Motto "Inside the Intruders" einen Blick hinter die Kulissen gewährt. Dabei kommen Serienmacher wie auch einige Schauspieler zu Wort und beleuchten nochmal einige Szenen, Charaktere und Handlungsstränge.

Technische Details

Erscheinungstermin: 10. Dezember 2015
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: ca. 336 Spielminuten (8 Episoden)
Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
Sprachen (Tonformat): Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch

Fazit

Mich persönlich hat "Intruders" ab der ersten Minute in seinen Bann gezogen und eine wahnsinnig spannende Story, gemixt mit großartigen Schauspielern und einem herrlichen Tempo macht es einem leicht, am Ball zu bleiben und die Serie in sich aufzusaugen.

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Nina V. - myFanbase

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