Bewertung: 8

Review: #2.12 Auf der Heimreise

Diese Episode hatte es wirklich in sich. Mir könnten schon wieder die Tränen kommen, sobald ich an den Inhalt denke. Der Fall von Cooper, Pete und Addison war herzzerreißend. Aber auch Charlotte tat mir unglaublich leid. Trotz dessen gab es mal wieder wunderschöne Szenen mit Cooper, welche ich nicht missen möchte. Und meine Befürchtung bezüglich Wyatt scheint langsam aber sicher Gestalt anzunehmen.

Sams Neue

Fangen wir mal mit der Handlung an, die fast ein bisschen langweilig wirkte. Ich finde ja, es ging alles viel zu schnell mit Sam und Sonya. Mal ganz davon abgesehen, dass die beiden in meinen Augen eh keine Chemie haben. Schade eigentlich, dass Naomi dies nicht genauso sieht. Vielmehr lang ihr Fokus darauf, Sam zu bitten, es langsam angehen zu lassen und Maya mit der neuen Freundin nicht gleich zu überrumpeln. Tja, anscheinend haben ihr Sam und Maya ebenso wenig geglaubt wie ich. Denn ich bin nicht überzeugt gewesen, dass sich ihre Sorge nur um Maya dreht. Das zeigte nicht nur die Szene mit Maya, die schnell herausfand, dass Naomi eigentlich nur darauf hoffte, etwas über die neue Freundin zu erfahren. Deutlich wurde es vor allem auch dadurch, weil Naomi Sams Date ausspioniert hat. Schön war dann aber das Gespräch zwischen ihr und Addison. Solche Szenen machen nur deutlich, wie eng die beiden miteinander befreundet sind. Ich wünsche mir, man lässt uns noch mehr davon sehen. Denn so wird mir auch Naomi sehr sympathisch.

Sex mit zwei Männern führt zu Schmerzen

Wie erfrischend dieser Handlungsbogen doch war. Ich habe fast durchweg gegrinst, weil es nicht nur witzig aussah, sondern sich auch so anhörte. Eigentlich hatte Sheldon vor, nur mit Violet befreundet zu sein. Doch offenbar scheint ihm dieser Gedanke seine Last von den Schultern genommen und sein witziges Problem gelöst zu haben. Wir erinnern uns mal an eine der letzten Episoden, in denen er der Psychiaterin gestanden hat, Erektionsstörungen zu haben und diese sich verschlimmern, da Violet in einer völlig anderen Liga spielen würde. Für mich erschien das überhaupt nicht so, weswegen ich auch Sheldons Argumentation nicht verstehen konnte. Ich bin sehr froh, dass sich seine Sichtweise geändert hat. Was mich letztlich zum Grinsen brachte, war schlicht und einfach der Satz Sheldons. Er klopft an Violets Tür und präsentiert ihr seinen "Erfolg". Aber wie ich schon sagte, war es der Satz. Denn Sheldon offenbarte verbal, er würde auf vollem Mast stehen. Seine Freude und das Lächeln brachte mich vollends aus der Fassung. Allem Anschein nach war auch Violets Freude über diese Neuigkeit groß. Doch da ist noch immer Pete, mit dem sie ebenfalls schläft.

Etwas verwundert war ich, als Cooper sie dazu auch noch beglückwünschte. Jedoch muss ich zugeben, dass es ihr wirklich sehr gut zu tun scheint. Dass das auf die Dauer nicht so bleiben würde, konnte ich mir schon fast denken. Viel Sex verursacht Blasenentzündung und genau diese hat sich Violet eingefangen. Ihre eingeschränkte Bewegung bezüglich des Laufens, erinnerte mich sehr an Addison, der es in einer Folge von "Grey's Anatomy - Die jungen Ärzte" ähnlich erging.

Anscheinend ist man als Psychiaterin ständig im Einsatz. Dies vermittelte zumindest die Szene während Violets Behandlung. Sehr amüsant war es, wie Addison und Noami sich bei Violet Rat in Sachen Männern und Beziehungen holten und dabei für einen Moment die Behandlung vergessen haben. Schade, dass es nur von kurzer Dauer war. Mich hat es sehr erheitert.

Was witzig begonnen hat, endet aber keineswegs genauso. Sondern genau das Gegenteil ist der Fall. Grund dafür ist, weil Pete und Sheldon herausfinden, dass sie sich eine Frau "teilen" müssen. Warum Pete so schnell und wütend gegangen ist, ist durchaus verständlich. Immerhin fühlt er sich betrogen von Violet, die ihm vor kurzem noch vorhielt, nicht beziehungsfähig zu sein. Ich bin gespannt, wie es bei dem Dreieck weitergehen wird.

Trauer verbindet

Charlotte sah wirklich sehr mitgenommen aus. Allerdings wusste ich zu Beginn nicht so wirklich, was mit ihr los war. Doch nachdem sie meinte, es würde jemand im Sterben liegen, dämmerte es mir. Cooper hingegen ist mal wieder übers Ziel hinausgeschossen, indem er sich darüber lustig machte, da Charlotte ihren Vater Big Daddy nennt und dafür hätte man ihn schon das erste Mal ohrfeigen können. Einen kleinen Lichtblick diesbezüglich gab es, als er vor seinen Kollegen zugab, übertrieben zu haben. In diesem Moment war ich stolz auf ihn und froh, dass er ein Einsehen hatte. Aber wie ich bereits schrieb, wäre die Fahrstuhlszene die erste gewesen, wo man ihn hätte ohrfeigen können. Kurz darauf zerstört Cooper wieder das, wofür man ihn wenige Minuten zuvor noch loben konnte. Sehr gut gefiel mir da Addison. Zwar kann sie Charlotte nicht so viel Positives abgewinnen, dennoch versichert sie ihr, sie solle auf sich aufpassen und Zeit nehmen, die sie braucht. Das lässt Addison auch Cooper wissen, der aber nichts Besseres zu tun hat, als zu sagen, Addison sei Charlotte keinen Gefallen schuldig. Mensch, was ist nur mit ihm los? Nach der Szene in der vergangenen Folge, dachte ich wirklich, die beiden würden endlich wieder zusammenfinden.

Aber anscheinend hat die Ansage von Addison wahre Wunder bei ihm bewirkt. Cooper hat nicht nur Charlotte aufgesucht und sich nach ihrem Befinden erkundigt, sondern hat sich nicht ins Boxhorn jagen lassen, nachdem sie sein Hilfsangebot abschmetterte. Sehr schön war dann die Szene bei Charlottes Vater. Cooper hat dort die Worte gefunden, die schon vorher angebracht gewesen wären. Es freute mich sehr, als er Charlotte abgenommen hat, die lebenserhaltenden Maßnahmen bei ihrem Vater einzustellen. Selbst wenn man den Tod täglich vor Augen hat und damit recht gut umgehen kann, so ist es doch vollkommen etwas anderes, wenn ein Elternteil stirbt.

Nach so einen Erlebnis braucht man eine gewisse Zeit, damit man das Schlimme realisieren kann. Diese Trauer empfindet auch Charlotte, möchte sie aber nicht zulassen. Und so musste der Tribut diesbezüglich im Flugzeug stattfinden. Es war rührend mit anzusehen, wie Cooper sie fest umklammerte und sie ihren Tränen freien Lauf lassen konnte. Auch mich hat diese Szene sehr zu Tränen gerührt, weil sie mal wieder bewies, wie nahe sich die beiden Charaktere noch immer stehen.

Anziehungskraft

Ich hatte mich wahnsinnig gefreut, als Addison in der letzten Folge Kevin anrief und hoffte auf eine Versöhnung. Aber nach dieser Folge halte ich das für überhaupt keine gute Idee mehr. Erst einmal harmonieren die beiden überhaupt nicht mehr in meinen Augen. Dieses Essen wirkte mehr wie eine Art Zwang, wodurch eben auch diese Zickereien der beiden entstanden sind und letztlich scheint Addison nun doch Interesse an Wyatt zu haben. Man kann wirklich sagen, dass meine Befürchtung wahr wurde. Allerdings muss ich diesmal zugeben, dass ich gar nicht mehr so abgeneigt von Wyatt bin. Zu meinen Favoriten wird er wahrscheinlich nicht werden, jedoch konnte er in dieser Episode den ein oder anderen Sympathiepunkt von mir bekommen. Allem voran natürlich wegen seinem Einfühlungsvermögen bei der kleinen Grace. Aber auch der Dialog zwischen ihm und Addison beim gemeinsamen Mittagessen hat mir sehr gut gefallen und die beiden haben schon eine gewisse Chemie, von der ich angetan bin. Doch muss es dann ausgerechnet so sein, dass Kevin aller Wahrscheinlichkeit nach als Idiot dasteht? Er weiß ja nichts davon und ich hoffe stark, Addison macht ihm nichts vor.

Verrat?

Cynthia ist eine Patientin von Sam und erlitt vor einiger Zeit einen Schlaganfall. Nun möchte ihr Sohn Seth verständlicherweise, dass seine Mutter zu ihm zieht. Doch diese möchte nicht und weigert sich dementsprechend. Zunächst hätte man annehmen können, sie würde sich nicht wohl bei ihrem Sohn fühlen. Doch das hätte sie Sam unter vier Augen gestehen können. Jedoch, wie Cynthia sagt, muss es etwas sehr viel Schlimmeres sein, da sie es eben nicht mal Sam sagen kann.

Wie wir dann am Krankenbett erfahren haben, ist Cynthia mit Annette zusammen und das schon seit sehr langer Zeit. Wenn man es so betrachtet, ist es nichts Schlimmes. Doch diese Verbindung zwischen den beiden Frauen bestand schon während der Ehe mit Cynthias Mann. Verständlich ist dabei schon, dass es ein Schock für Seth ist. Jedoch hat es mir sehr missfallen, dass er kein Verständnis dafür aufbringen konnte, sondern seine Mutter unter Druck setzte, er würde sie zum Mitkommen zwingen. Mir tat Cynthia sehr leid, eben auch weil sie schon so viele Jahre unter dieser Geheimhaltung litt. Zum Glück hat es letztlich Sam geschafft, dass Seth sich beruhigt und alle drei zu einem Kompromiss kommen.

Ein Vater zwischen den Stühlen

Wenn ich an diese Handlung denke, könnten mir schon wieder die Tränen kommen. Ein Vater, seine Tochter und sein kleiner Sohn haben alle die furchtbare Krankheit Mukoviszidose. Und wenn das nicht schon schlimm genug wäre, muss Darons Tochter Grace auch noch ein Bakterium in die Lunge bekommen, welches für beide tödlich ist. Mir lief es eiskalt den Rücken herunter, als Addison ihm klar machte, dass er sich anstecken und sterben würde, sollte er mit Grace in Kontakt kommen. Wie grausam das Schicksal doch ist. Vor allem auch deswegen weil es da noch den kleinen Sohn gibt.

Ich hätte mir so sehr gewünscht, Wyatts Methode hätte funktioniert und ein Heilmittel wäre gefunden. Überhaupt war ich sehr angetan von ihm. Es hat sich ja gezeigt, dass auch der Onkologe eine einfühlsame Seite hat und sich nicht nur rühmen möchte.

Was Darons Entscheidung betrifft, denke ich, dass er für sich die richtige getroffen hat. Natürlich ist sein kleiner Sohn jetzt allein und er macht sich sicher schreckliche Vorwürfe deswegen. Jedoch denke ich, dass Daron einfach danach gehandelt hat, was sein Gefühl ihm sagte. Auch wenn man den Ausgang dieser Handlung nicht kennt, so hoffe und wünsche ich mir, dass Daron und Grace noch eine schöne Zeit zusammen haben werden bzw. hatten.

Fazit

Diese Episode hatte es wirklich in sich. Die Handlungen haben mir fast allesamt sehr gut gefallen und boten sehr viel Drama, wie man es von so einer Serie erwartet. Spannend bleibt es vor allem bei Addison und Kevin. Bei den beiden wünscht man sich einfach nur das Beste. Ebenso bei Charlotte und Cooper, die nach diesem Handlungsstrang hoffentlich wieder ein Paar werden.

Daniela S. - myFanbase

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