Roland

Roland ist ein Computergenie, dessen Spielsucht und Streben nach dem großen Geld ihm aber einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Er hat ein Gerät entwickelt, das Daten über eine Distanz von drei Metern einfach von anderen elektrischen Geräten kopieren kann. So hat er es geschafft, in Las Vegas an das große Geld zu kommen, doch durch solche Delikte hat er nicht nur Hausverbot bekommen, sondern wurde auch bei der Polizei auffällig und kam ins Gefängnis. Agent Self gibt ihm nun die Gelegenheit, seine Schuld zu begleichen, indem er mit seinem Computerwissen Michael und sein Team auf der Jagd nach Scylla unterstützt.

Dazu erweist sich sein erfundenes Gerät als überaus wirksam, denn so ist es Michael und den anderen möglich, die Teile von Scylla nach und nach zu kopieren, ohne dass es die Besitzer überhaupt mitbekommen. Roland überwacht den Kopiervorgang immer über den Laptop und weist darauf hin, wenn es Schwierigkeiten gibt. Außer dieser Aufgabe hat er nicht viel zu tun und ist eher ein Fremdkörper im Team, weil alle anderen einiges miteinander verbindet und sie sich mit dem Ziel besser identifizieren können. Die Außenseiterrolle versucht er mit Sprücheklopfen zu kompensieren, doch damit zieht er nur eher noch mehr Unmut auf sich. In der vielen freien Zeit in der Lagerhalle bekommt er auch ein paar Dinge mit, die nebenbei laufen. So bemerkt er, wie Mahone mit jemandem telefoniert und dann die Nummer wegwirft. Diese fischt Roland aus dem Papierkorb.

Als sich herausstellt, dass die fünfte Karte mit ihrem Besitzer nach Las Vegas unterwegs ist, kann Roland seine Freude nicht verbergen und freut sich, dass er zu diesem Ausflug sogar mitkommen darf. Doch ihm geht es nicht nur um das Kopieren der Karte. Nach getaner Arbeit will er noch schnell ein bisschen Geld mitnehmen, doch die Kasino-Besitzer erkennen Roland sofort und verweisen ihn des Gebäudes. Zuvor nehmen sie ihm aber noch sein Wundergerät ab. Mit dieser Aktion hat sich Roland weiter ins Abseits der Gruppe manövriert und weiteren Unmut auf sich gezogen. Ohne das Gerät wird er nun nicht mal mehr benötigt, was ihm auch gleich klar gemacht wird. Roland erinnert sich nun an die von Mahone weggeworfene Telefonnummer und schickt eine SMS, in der er die Person am anderen Ende der Leitung fragt, was die Scofield-Brüder wert seien. Um das Vertrauen des Gegenübers zu gewinnen, verrät er, wo Michael und die anderen versuchen, die letzte Karte zu ergattern. Diese Warnung durchkreuzt den Plan von Michael. Ihm wird schnell klar, dass nur Roland dafür verantwortlich sein kann. Dieser hat nun durch die Telefonate das Vertrauen von Wyatt gewonnen und will sich mit ihm treffen, was Michael nicht verhindert.

Das Treffen verläuft allerdings ganz anders, als Roland sich es vorgestellt hat. Wyatt hatte nie die Absicht, ihm Geld zu geben. Er will nur wissen, wo die Brüder sind, und verleiht seiner Forderung mit einem Schuss ins Rolands Knie Nachdruck. Nachdem er auch das andere Knie lädiert hat, gibt Roland auf und verrät das Versteck von Michael. Wyatt ist zufrieden und verpasst Roland eine weitere Kugel. Dann wird er von Michael, Mahone und Lincoln überrascht, die Roland über seinen Laptop verfolgt hatten. Wyatt wird gefasst und Michael kann nur noch zusehen, wie Roland seine letzten Atemzüge von sich gibt.

Emil Groth – myFanbase