Bewertung: 7

Review: #3.02 Kiki

Nachdem in der vorigen Folge Christian und Sean im Mittelpunkt standen, befanden sich diese beiden nun eher im Hintergrund. Stattdessen ging es vielmehr um viele andere Personen.

Patient No. 1: Kiki

Ich glaube, so etwas gab es überhaupt noch nie: Eine Gorilladame muss plastisch operiert werden, damit sie einen Paarungspartner findet. Klingt irgendwie ja ziemlich verrückt, passt aber wunderbar zu Nip/Tuck. Verwunderlich, dass Sean nicht sofort "ja und amen" sagte, um den Affen zu retten. Stattdessen hat Christian die Operation durchgeführt. Genau, ich rede vom meistens sehr egoistischen und auf Geld bedachten Dr. Christian Troy. Ich hätte ihm wirklich nach all dem Drama mit dem Schlitzer (wann hören wir eigentlich mal wieder was von dem?) und mit Kimber ein Erfolgserlebnis gegönnt. Doch stattdessen wurde die liebe Kiki von ihrem selbst ausgesuchten Paarungspartner wegen ihrer Narbe angegriffen und noch vor dem Geschlechtsakt getötet. Wie tragisch das Leben doch ist. Entschuldigt bitte meinen Sarkasmus, aber ich bin nicht der Meinung, dass man ein Tier operieren sollte, weil es einem durch Zeichen mitgeteilt hat, es fühle sich unwohl mit einer Narbe.

Patient No. 2: Marlon Ramirez

Doch nicht nur Kiki hätte ich als Patient an Stelle der Ärzte abgelehnt, sondern auch Marlon Ramirez, der aus seiner Gang aussteigen will. Denn ich würde vermutlich zum Einen nicht wirklich damit zu Recht kommen, einem Mörder eine neue Identität zu geben, da ich nicht mit absoluter Gewissheit sagen kann, dass er das nicht irgendwie ausnutzt. Zum Anderen hätte ich Panik vor einer möglichen Rache seiner Gang. Doch wie sich dann herausgestellt hat, hat sich Marlon Ramirez dadurch nur selber in Gefahr gebracht. Die Geschichte mit diesem zweiten Patienten fand ich eher überflüssig. Lieber hätte ich diese Story in einer anderen Episode gesehen. Denn insgesamt gab es dadurch viel zu viele parallele Handlungen. Das einzig wirklich tolle an Marlon Ramirez in dieser Folge war, dass man dadurch die Szene zu Matt synchron zeigen konnte, was wirklich super aussieht.

Nicht-Patient No. 1: Matt McNamara

Über Matt bin ich in dieser Folge ein wenig gespaltener Meinung. Es ist nicht gerade toll, was er mit Cherry anstellt. Doch ich kann mich gut genug in ihn hineinversetzen um mir etwas vorzustellen, was er gerade durchmachen muss. Erst verschwindet Ava, dann findet er Adrian tot auf und schließlich erfährt er, dass Ava einmal ein Mann war. Ich würde sicherlich noch viel mehr ausrasten, als es bei Matt der Fall war. Irgendwie gefällt mir diese rebellische Seite aber auch an Matt. Er wird so langsam wirklich erwachsen. Diese Entwicklung hat schon sehr stark mit Ava begonnen, doch sie ist wohl noch lange nicht abgeschlossen. Ich frage mich, für was für Überraschungen Matt noch so alles Sorgen wird.

Nicht-Patient No. 2: Erica Noughton

Bislang gefielen mir Vanessa Redgraves Gastauftritte immer sehr, da ich interessant fand zu beobachten, wie gut Mutter und Tochter, Mutter und Tochter spielen können (Vanessa Redgrave ist auch in Wirklichkeit die Mutter von Julia, beziehungsweise Joely Richardson). In dieser Folge jedoch waren die beiden einmalig, genauso wie Matt mit seiner Großmutter. Das lag meines Erachtens vor allem daran, dass Erica Noughton eine sehr jung gebliebene Großmutter ist. Das merkt man allein schon daran, dass sie mit ihrem Enkel, anschließend alleine und dann mit ihrer Tochter kifft. Hoffentlich bekommt man sie bald noch mal zu sehen, denn sie machte diese eigentlich sehr ernste Folge doch noch recht amüsant in einigen Szenen.

Doktor No. 1: Quentin Costa

Quentin Costa ist nun schon seit zwei Folgen der neue Arzt in der Praxis. Und sympathisch ist er mir immer noch nicht. Er wirkt die ganze Zeit so überheblich und eingebildet. Die anderen, vor allem die Patienten, scheinen ihm völlig egal zu sein. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, er ähnelt Christian. Auch ich habe über diesen Vergleich nachgedacht, doch trifft er für mich nicht zu. Denn von Christian weiß man mittlerweile, dass er trotz seines schlechten Verhaltens manchmal ein großes Herz besitzt und auch ganz anders sein kann. Aber vielleicht erfährt man ja auch bald mehr über Quentin Costas Privatleben, sodass ich auch ich ihn dann eventuell netter finde.

Fazit

Dies ist eine interessante Folge. Sie ist sehr nett anzusehen, doch erscheint sie im Glanze ihres Vorgängers doch noch ein wenig schlechter, als sie eigentlich ist. Doch betrachtet man diese Folge alleine, ohne die ganze Zeit an die wundervollen Minuten zu denken, die man erlebte, während man #3.01 Momma Boone sah, ist es eine solide, gute Folge.

Vivien B. - myFanbase

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