Bewertung: 9

Review: #2.13 Die Ruhe am Abgrund

Foto: Ryan McPartlin & January Jones, Mad Men - Copyright: 2008 Carin Baer/AMC
Ryan McPartlin & January Jones, Mad Men
© 2008 Carin Baer/AMC

Ich bin so froh, dass die Staffel mit dieser Episode abgeschlossen hat. Ich bin begeistert von allen Entwicklungen und saß wie gebannt vor dem Bildschirm. Dieses Mitreißen hat mir in der letzten Folge gefehlt, doch hier hat alles perfekt gepasst. Der Spannungsaufbau ist gelungen, die Story mit Cuba wurde sehr schön in die einzelnen Handlungen eingebaut und die Ergebnisse haben mich umgehauen.

"I understand why you feel it's better to go on without me, and I know you won't be alone for very long. But without you, I will be alone forever."

Zuerst komme ich zum wichtigsten: Don is back! Juhu, ich freue mich! Ich wusste einfach, dass er wiederkommt. So gut ihm der Ausflug zu Anna getan hat, "Mad Men" ist einfach nichts ohne Don in New York. Es freut mich, dass er erkannt hat, dass er Betty zurückhaben möchte und sein Leben wieder auf die Reihe bekommen will. Ich habe gejubelt, als er plötzlich bei Betty auf dem Reitplatz war. Seine Worte gingen mir echt zu Herzen und hier hätte ich Betty schütteln können. Wieso nur, macht sie es ihm so schwer? Ich weiß, dass er Mist gebaut hat und zwar ganz schön großen Mist, aber ich kann einfach nicht anders. Ich mag Don. Und ich mag Don mit Betty zusammen. Weshalb es mir so das Herz gebrochen hat, als sie einfach davon gelaufen ist.

Doch noch viel mehr habe ich gelitten, als Betty den Brief von Don gelesen hat. Ich habe richtig geweint, weil mich sein letzter Satz so sehr berührt hat. Ich wäre sofort zu ihm gefahren und es freut mich sehr, dass Betty ihn angerufen hat, damit er heim kommt. Die letzte Szene mit den beiden am Küchentisch war klasse. Wo doch Don im Finale der ersten Staffel allein daheim sitzt, so sitzen sie nun gemeinsam da und beginnen ein neues Kapitel miteinander. Das hat mich sehr gefreut und die Stille, mit der man sie beobachtet hat, hat diese Szene noch viel bedeutender gemacht. Ein richtig schöner Abschluss.

Doch dazu ist es nicht von selbst gekommen, denn Betty hat Don betrogen. Sie geht in eine Bar und schläft mit einem völligen Fremden. Also damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet. Ich dachte jetzt, dass Betty an ihr Zukunft denkt, das Baby abtreiben lässt und sich dann von Don scheiden lässt. Das waren meine Gedanken am Anfang der Episode. Nachdem sie nun mit diesem Fremden geschlafen hat, dachte ich, dass sie Don mitten ins Gesicht sagt, dass sie ihm genau das gleiche angetan hat, wie er ihr. Weshalb sie es nicht getan hat, das weiß ich nicht. Vielleicht hat sie sich einfach so schlecht gefühlt, dass sie es nicht über die Lippen bringen konnte und in dem Moment vielleicht gemerkt hat, wie es Don selbst einmal ging. Man weiß es nicht. Doch in dieser Folge war Betty auf jeden Fall eine der Personen, die hervorgestochen sind und das hat mir gut gefallen. Genauso wie das Ende, denn jetzt stellt man sich natürlich die Frage, wie es mit den beiden weitergeht. Ich bin sehr gespannt und freue mich wahnsinnig auf die dritte Staffel.

"I think you're perfect. I wish I'd picked you then. I love you, and I want to be with you. What, didn't you know that?"

Wer neben Don und Betty ganz klar hervorgestochen ist, das ist Pete. Wow, das hätte ich nicht gedacht! Nachdem er in den letzten Folgen schon so gut mit Peggy ausgekommen ist, war es nur eine Frage der Zeit, wann etwas zwischen ihnen passiert. Dass Pete direkt mit einem Liebesgeständis kommt, kam doch sehr plötzlich. Ich weiß nicht, aber so verhält man sich nicht jemandem gegenüber, den man liebt. Sein Verhalten hat sich zwar deutlich gebessert, doch das Geständnis kam dann doch sehr überraschend. Dennoch fand ich die Szene mit den beiden einfach nur großartig. Pete, vollkommen ehrlich, erkennt, was er wirklich im Leben will und das ist nunmal Peggy. Ein sehr schöner Moment, der von Peggy leider zerstört wird. Sie hat durch Father Gill erkannt, dass sie ehrlich mit sich sein muss und sich nicht mehr schuldig fühlen darf. Diese Erkenntnis nutzt sie sofort und gesteht Pete die Wahrheit. Ich musste richtig schlucken, weil es mir beinahe das Herz gebrochen hat. Irgendwie hätte ich mir gewünscht, dass die beiden wieder etwas miteinander haben, ganz besonders nach Petes Geständnis. Doch ich kann auch Peggy verstehen, denn Pete war alles andere als nett zu ihr. Ihr geht es am Ende gut und sie kann friedlich einschlafen, doch Petes Tränenausbruch hat auch mich zum Weinen gebracht. Irgendwie hat man hier doch gemerkt, dass Pete ein Mensch ist, der Gefühle hat und ich will gar nicht wissen, was hier in ihm vorgegangen ist. Das letzte Bild von ihm mit einem Gewehr in der Agentur zeigt, dass er alles andere als gut mit der neuen Erkenntnis klar kommt. Sehr spannende Ausgangslage, die die Autoren hier für die kommende Staffel geschaffen haben.

"It sounds like a great agency, and Duck's the man to run it. I just don't think I'll be a part of it."

Ansonsten stand die Übernahme von Sterling Cooper im Vordergrund und hierzu muss ich sagen, dass ich die ganze Sache irgendwie sehr amüsant fand. Ganz besonders das Gespräch, in dem Duck zum Firmenchef erklärt wird. Dons Reaktion war grandios und die Aussage, dass er gar keinen Vertrag hat, hat mich sehr unterhalten. Mir tat Duck auch kein bisschen Leid und ehrlich gesagt, hat er das verdient. Er ging mir eh auf die Nerven, ganz besonders als er vor Pete geprahlt hat. Das ging dann doch zu weit und diese Niederlage gegen Don hat mir sehr gut getan. So kann man die Season mit gutem Gewissen beenden. Doch es bleibt natürlich spannend, denn die Übernahme wird sicherlich ihre Folgen haben. Ganz besonders interessieren mich hier die Mitarbeiter, denn die Jungs sind ja beinahe am Durchdrehen, weil sie keine Ahnung haben, was mit ihnen passieren wird. Dies war auch sehr unterhaltsam mit anzusehen, ganz besonders, weil sie alle erst dachten, dass sie eventuell nach Los Angeles versetzt werden. Tja, leider wird es nicht so kommen Jungs. Dafür wird sich bestimmt einiges ändern und darauf freue ich mich jetzt schon sehr.

Fazit

Ein sehr schönes Staffelfinale, bei dem einfach alles gepasst hat. Ein guter Spannungsaufbau, viele Enthüllungen, viele Überraschungen und ein schönes Ende, mit dem ich sehr zufrieden bin. So kann es ruhig weitergehen.

Alex Olejnik - myFanbase

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