Bewertung

Review: #5.08 ... bis zu dem Tag, an dem ich sterbe

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Hm. Okay. Jetzt wissen wir also endlich mehr als zuvor. Viel mehr sogar. Und trotzdem – oder gerade deshalb? – hatte ich in dieser Folge keinen so richtigen Aha-Effekt. Denn die Enthüllungen wirkten recht antiklimatisch, unspektakulär und teilweise sogar falsch. Die Hochzeit war dafür wunderschön und natürlich bin ich mehr als froh, dass Oliver alles gut überstanden hat, was allerdings ein bisschen von den Umständen des tatsächlichen Opfers überschattet wurde.

Bonnie: "I know what you did."

Miller: "What are you talking about?"

Bonnie: "You had Nate's dad killed."

Kommen wir also mal zur ersten Enthüllung: Bei dem Toten handelt es sich um Ronald Miller, umgebracht wurde er von Nate, wobei auch Bonnie ihren Teil dazu beigetragen hat und der Grund für den Mord war seine Verwicklung in die Tötung von Nate Lahey Senior. Soweit, so gut. Allerdings sieht es schon wieder so aus, als wären Nate und Bonnie da auf einer ganz falschen Fährte. Millers Reaktion auf Nates Konfrontation mit ihm wirkte nämlich sehr ehrlich und es hatte den Anschein, als hätte er tatsächlich keine Ahnung, wovon Nate da sprach. Das macht die Tatsache, dass er einen Verlobungsring dabei hatte und schließlich von seiner Angebeteten den Todesstoß verpasst bekam, noch dramatischer und die Figur von Bonnie noch tragischer. All dies gefiel mir nicht besonders, da Bonnie meiner Meinung nach viel zu schnell überzeugt von seiner Schuld war. Auch Nates Tat wirkte ein wenig übertrieben, auch wenn natürlich dargestellt werden sollte, dass er angesichts des ungerechten Todes seines Vaters jegliche Vernunft hinten anstellte und von seinen Emotionen übermannt wurde. So wurde er - wie auch sein Vater zuvor – zu einem Mörder im Affekt. Es war vermutlich nicht seine Absicht Miller umzubringen, doch selbst in seiner emotionalen Rage hätte es für mich mehr Sinn ergeben, hätte er ihn geschlagen oder gefoltert, um die Wahrheit aus ihm herauszupressen. So wirkte Millers Tod ein wenig wie ein bequemer Weg für das Hinauszögern der wahren Umstände. Natürlich war nicht alles enttäuschend an dieser Entwicklung, denn man ist durchaus noch gespannt, wie es weitergeht – wie Nate die Tötung verarbeitet (bisher war er schließlich einer der wenigen in der Serie, der noch niemanden umgebracht hat. Zusammen mit Annalise’ ironischerweise), wie es Bonnie damit gehen wird und vor allem, wer wirklich für den Tod von Nate Lahey Senior verantwortlich ist. Denn ich denke nicht, dass es Miller war. Was seinen Tod, wie schon gesagt, leider ein wenig sinnlos wirken lässt.

"Gabriel is Sam's son."

Kommen wir zur zweiten großen Enthüllung der Folge, die eine ähnlich unspektakuläre Wirkung hatte wie Millers Tod bzw. mich persönlich noch mehr enttäuscht hat. Fairerweise muss man dazu sagen, dass erstens keine Zeit für weitere Erklärungen war, die hier möglicherweise noch stärkere Oh-mein-Gott-Reaktionen hätten auslösen können und dass ich zweitens diese Theorie schon von Fans gelesen hatte. Die ganze Folge über hat Annalise offensichtlich gelitten und ist sogar früher von der Hochzeit geflohen, um zu Hause komplett am Ende zusammenzubrechen. Und das alles wegen Gabriel? Ich bin natürlich sehr gespannt zu hören, warum Gabriel als Annalises schlimmster Albtraum gilt oder ob Annlises Zusammenbruch doch etwas mit dieser mysteriösen Adoption zu tun hat, die ja immer noch im Raume steht. Gabriel selbst gefällt mir in seiner unheimlichen und subtil furchteinflößenden Rolle allerdings immer besser und ich bin froh, dass die Katze bezüglich seiner Herkunft nun zumindest teilweise aus dem Sack ist. Denn nun können Charaktere wie Laurel und Frank nämlich endlich offen über ihn und sein Geheimnis sprechen, sodass wir diesbezüglich sicher von nun an mehr erfahren werden.

"As I'm standing here with you, I'm realizing I've never wanted something so normal in my life. Because of you I want things I told myself I never did."

Neben all dem Drama wurde diese Folge natürlich erhellt von der großen Hochzeit, auf die schon seit der ersten Folge hingearbeitet wurde und ich muss noch einmal anmerken, wie froh ich bin, dass Oliver die Hochzeit überlebt hat und er und Connor so einen schönen Tag miteinander verbringen konnten. Alle Szenen rund um die Hochzeit konnten mich sehr überzeugen und ich war beim Austausch ihrer Ehegelübde mehr als gerührt. Außerdem war es schön zu sehen, dass Connors Vater sich nochmals bei Oliver entschuldigte, auch wenn das immer noch nicht erklärt, was seine Anti-Haltung gegenüber Oliver überhaupt sollte. Ganz abgeschlossen hat er sein Vorhaben des Einmischens offensichtlich noch nicht, da er nun Oliver vor Connor "warnte". Ich verstehe wirklich nicht, warum Connors Vater sich so verhält, allerdings hoffe ich diesbezüglich noch auf einen interessanten Twist (der möglicherweise auch etwas mit dem Grund zu tun hat, warum Annalise Connor in ihr Team geholt hat?), andernfalls fände ich sein Verhalten einfach nur deplatziert.

Neben dem frisch getrauen Ehepaar bekamen wir noch mit, wie es dazu kam, dass Connors Mutter und Asher auf dem Parkplatz landeten – wobei die "Erklärung" schon eher dürftig war und ich ihn immer noch viel lieber mit der in dieser Folge sehr blassen Michaela zusammen gesehen hätte.

Fazit

Abgesehen von der Erleichterung, dass Oliver überlebt hat, konnten mich die Enthüllungen nicht besonders überzeugen. Viel neugieriger bin ich auf die Auflösung der noch offengebliebenen Fragen. So wüsste ich gerne, woher Frank wusste, wer Gabriel ist, wer "the one" ist, mit der er ständig telefoniert und warum er Gabriel für so bedrohlich hält. Außerdem bin ich gespannt, wann wir Bonnies Sohn treffen werden (tot wird er vermutlich nicht sein) und was es mit Annalises Adoption auf sich hat.

Klara G. - myFanbase

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