Episode: #7.03 Der Strafzettel

In der "Homeland"-Episode #7.03 Der Strafzettel muss Carrie Mathison (Claire Danes) feststellen, dass ihre Medikamente nicht mehr richtig wirken. Saul Berenson (Mandy Patinkin) führt derweil Verhandlungen mit Brett O'Keefe (Jake Weber). Elizabeth Keane (Elizabeth Marvel) und ihr Stabschef David Wellington (Linus Roache) sind sich währenddessen uneins, wie es weitergehen soll.

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Foto: Claire Danes, Homeland - Copyright: 2018 Twentieth Century Fox Home Entertainment
Claire Danes, Homeland
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Carrie ist direkt nach ihrem Erlebnis zu ihrer Psychiaterin gegangen und bittet um ein paar Minuten Zeit. Sie erklärt, dass es wohl zu stimmen scheint und die Medizin bei ihr nicht mehr wirken. Sie spüre die Anzeichen ihrer Krankheit und bittet um eine neue Medizin. Die Therapeutin will das jedoch erst umsetzen, wenn sie Carries aktuelle Situation besser versteht. Im Moment ist sie mehr besorgt, dass Carrie verletzt ist, weil sie Blut am Kopf hat. Carrie erklärt schließlich, dass sie zu viel getrunken hätte und dann gefallen wäre. Gemeinsam gehen sie noch ein paar Punkte durch.

Saul ist unterwegs zu O'Keefe und geht alleine in Richtung der kleinen Siedlung. Er trifft schon nach wenigen Metern auf JJ, der erst mal so tut, als wisse er nichts von O'Keefe. Nachdem Saul aber nachhakt, erklärt JJ, dass er erst mal zu seinem Vater gehen wolle.

Carrie ist Zuhause und redet mit Maggie über die Besuche bei der Therapeutin. Carrie ist in Panik, weil sie mit der Medikation wohl wieder von vorne anfangen müsse. Sie will auf keinen Fall, dass ihre Tochter sie so kaputt erlebt und würde ihr dann lieber mitteilen lassen, dass sie tot sei. Maggie versucht Carrie zu beruhigen.

O'Keefe geht zu Saul und fragt, was er wolle. Er ist nicht bereit sich zu stellen. Er wolle lieber kämpfen, denn er hat Männer hinter sich. Saul will einen Eklat und eine Schießerei vermeiden und bittet darum, dass er einfach mitkommt. O'Keefe will darüber nachdenken. Saul ruft Keane an und erklärt die Situation. Dann fragt er, ob er freie Hand für Verhandlungen mit O'Keefe habe, die Keane ihm gewährt. David Wellington wirft anschließend ein, dass es vielleicht schlau sei, O'Keefe gar nicht weiter zu verfolgen und die Anklage gegen ihn fallen zu lassen, doch Keane fragt sich, ob das nach all seinen Taten und Verstrickungen wirklich ernst gemeint sein kann. Kurz darauf sind sie bei einer militärischen Sitzung, wo es um den Einsatz in Nahost geht. Man macht ihr allerdings den gleichen Vorschlag wie schon in der vergangenen Woche und Keane wird wütend, dass man offenbar glaubt, dass sie ihre Meinung mal eben ändere. Sie erklärt, dass sie von ihrer Linie, die sie vom ersten Tage an im Wahlkampf versprochen habe, nicht abrücken werde, auch wenn sie noch so verletzlich sei und gerade nicht gut als Oberhaupt dastehe.

O'Keefe überlegt, was es bedeutet, dass Saul Berenson zu ihm gekommen ist. Es ist offenbar sehr wichtig und da er auch noch nicht gewaltsam gefangen genommen wurde, scheint er in einer guten Position zu sein. Er beschließt, dass er das Gesprächsangebot von Saul annehmen wird.

Carrie schläft, wird aber von einem Telefon geweckt. Als sie rangeht, meldet sich aber niemand. Sie legt sich wieder hin, als es unablässig an der Tür klopft. Es ist Dante, der sich doch mit dem Foto beschäftigt hat und einiges über die Frau, Simone Martin, herausgefunden hat. Carrie will das aber nicht hören, weil sie krank sei und sich darum nicht mehr kümmern wolle. Dante bleibt aber hartnäckig, sodass Carrie ihm die Wahrheit über ihre Krankheit sagt und dass sie manchmal Verbindungen sehe, wo es gar keine gibt. Dante erklärt, dass Simone einen Tag vor dem Tode von McClendon in der Nähe des Gefängnisses war und sie langjährige Verbindungen zu David Wellington habe.

Saul und O'Keefe unterhalten sich. Saul wirft ihm vor, dass er die Stimmung vergifte, Hass schüre und Verschwörungstheorien verbreite, die nicht wahr seien. O'Keefe verteidigt sein Vorgehen aber, meint, dass es schon lange keinen Widerstand mehr gegeben habe und dass man eben laut sein müsse, um gehört zu werden. Saul meint, dass man so langfristig keinen Erfolg habe und so auch keinen Einfluss gewinnen könne, doch O'Keefe will sich nicht von seiner Linie abbringen lassen. Saul meint, dass seine Verhandlungsposition jetzt aber nie wieder so gut sein werde und er sich das genau überlegen sollte.

Carrie und Dante beobachten vom Auto aus Simone in ihrem Haus, die die ganze Zeit telefoniert. Dante erklärt, dass seine Ex-Freundin auch bipolar war und es ihm Leid tue, da er wisse, wie es ist. Sie seien aber nicht mehr zusammen, weil er nach seinem Einsatz in Kabul aus Langeweile getrunken habe und die Beziehung das nicht überstanden habe. Er habe das jetzt aber im Griff und Carrie erklärt, dass sie das auch immer behaupte, aber nicht sicher sei, ob es wirklich so sei.

Simone verlässt ihr Apartment. Carrie steigt aus und Dante folgt Simone mit dem Auto. Carrie hingegen betritt das Apartment durch ein Seitenfenster. Sie durchsucht die Sachen und findet den Strafzettel, der sie mit McClendons Tod in Verbindung bringen könnte. Sie macht ein Foto davon und lädt dann Daten vom Rechner auf einen Stick. Im Nachttisch findet sie Fotos von Wellington und Simone, die sie ebenfalls abfotografiert.

Saul telefoniert mit Keane und erklärt, was O'Keefe verlangt. Er wolle Straffreiheit für seine Unterstützer und für sich einen im TV übertragenen Prozess. Keane ist nicht besonders glücklich darüber, stellt aber auch fest, dass sie kaum eine Wahl hat. Saul empfiehlt, den Prozess dann einfach lange hinauszuzögern, sodass es dann kaum noch interessiert. O'Keefe beobachtet Saul und denkt nach. Sharon kommt mit gepackten Koffern nach unten und ist stolz auf O'Keefe, weil er das richtige tue. Dieser erwidert aber, dass er noch keine Bestätigung für seine Bedingungen habe. Zudem ist er eh noch am Zweifeln. Es werde auch gleich noch Unterstützung kommen. Sharon solle die Sachen also lieber wieder nach oben bringen.

Carrie macht noch ein paar Bilder und verlässt dann die Wohnung, wird auf der Straße aber von der Polizei angehalten. Sie treffe auf die Beschreibung einer Einbruchsmeldung zu. Carrie versucht sich herauszureden, kann den Polizisten aber zu wenige, schlüssige Informationen liefern. Zudem will sie ihren Namen nicht preisgeben und versucht das Gespräch zu beenden, weil sie ihre Tochter abholen müsse. Die Polizisten nehmen sie in Gewahrsam.

Sharon läuft durch den Wald auf das FBI zu und warnt sie. O'Keefe werde sich nicht an den Deal halten sondern Unterstützung bekommen. Saul wird sofort gewarnt, doch da ist er schon umzingelt. Alle haben ihre Waffen gezückt. Das FBI kann dafür sorgen, dass man Saul frei lässt. O'Keefe aber ist nun von zahlreichen, bewaffneten Unterstützern beschützt.

Carrie ist auf dem Revier und wird befragt. Sie erklärt, dass sie ihren Namen nicht preisgeben möchte, weil sie sonst das Sorgerecht für ihre Tochter verlieren könnte. Da sie nicht wirklich hilft, zwingt man sie, ihre Fingerabdrücke abzugeben und steckt sie in eine Zelle.

Wellington erklärt Keane, dass es Sinn machen könnte, den Angriff in Syrien doch zu befehlen, um von der Situation bei O'Keefe abzulenken. Keane erklärt aber, dass dies gegen ihre Grundsätze verstoße. Außerdem verschiebe sie damit eine Linie und müsse sich auch für zukünftige Entscheidungen daran messen lassen. Sie kann das nicht über ihr Herz bringen, auch wenn sie versteht, dass es ihrer Position auch helfen könnte, wenn sie Stärke zeigt.

Das FBI bezieht Stellung in der Nähe von O'Keefe Unterschlupf. Saul will nicht in ein umliegendes Hotel, um sich auszuruhen, sondern lieber vor Ort bleiben

Carrie wird aus ihrer Zelle abgeholt und draußen von Dante empfangen, der ihr erklärt, dass sie gehen können.

Wellington ist allein in seinem Büro und ruft General Rossen an. Er erklärt ihm, dass man den Angriff in Syrien starten könne, denn Keane habe nun doch in den Plan eingewilligt. Rossen erklärt, dass er das von der Präsidentin persönlich hören müsse, doch Wellington meint, dass sie sich nicht so gut gefühlt habe und schon im Bett sei. Bis morgen sollten sie besser nicht warten, weil es sein könne, dass sie ihre Meinung wieder ändert. Wellington gibt Rossen sein Wort, dass Keane den Angriff wünscht und gibt ihm die Freigabe-Codes durch.

Carrie sitzt mit Dante im Auto, der erklärt, wie er sie ausfindig machen konnte. Dann erzählt Carrie, was sie gefunden habe. Dante ist zufrieden und meint, dass es sich doch gelohnt habe. Carrie aber will, dass er anhält. Sie steigt aus und atmet erst mal tief durch. Dann erklärt sie, dass sie das Sorgerecht für ihre Tochter hätte verlieren können. Dante hat Verständnis und sie setzen sich beide an den Straßenrand, damit Carrie erst mal alles verdauen kann.

Emil Groth - myFanbase


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