Chris Brody

Chris Brody ist der zwölfjährige Sohn von Nicholas und Jessica Brody, der aber keine wirkliche Erinnerung mehr an seinen Vater hat. Er liebt Computerspiele, vor allem Ballerspiele, und ist bei den Pfadfindern. Er schreibt manchmal Tagebuch und liebt ein süßes Frühstück. Seinem Vater gegenüber ist er zunächst sehr distanziert. Er fühlt sich mit der Situation auch nicht wohl und ist von den ganzen Journalisten sehr genervt. Bei einem Gespräch mit seinem Vater, will er wissen, wie es ist, einen Menschen zu töten, erhält darauf aber keine Antwort. Trotz dieser ersten Annäherungen bleibt er seinem Vater eher fremd. Chris ist erschrocken, als Brody einen Journalisten niederstreckt und später dann auch entsetzt, als Nicholas einen Hirsch erschießt. Er meint aber, dass er damit zurecht kommen werde.

Chris ist seit seinem achten Lebensjahr im Karateverein und steht vor der Prüfung zum blauen Gürtel. Er wünscht sich, dass Brody dieses Mal dabei ist, wird aber enttäuscht. Dafür hat Mike, der ihn all die Jahre schon immer zum Training brachte und ihn bei den Prüfungen anfeuerte, seine erfolgreiche Prüfung gesehen. Chris mag Mike sehr, nimmt aber auch wahr, dass seine Beziehung zu Nicholas eine bessere sein sollte. Er nimmt Brodys Entschuldigung an. Immerhin hat er seit Jahren für Brodys Rückkehr gebetet. Jetzt hofft er nichts Sehnlicheres, als dass es Brody einfach besser geht. Sein Eindruck ist dann auch, dass sich die zunächst angespannte Situation weiter verbessert, dass er mit seinem Vater besser zurecht kommt und dass auch die Familie wieder zusammen wächst. Er hat daher große Angst davor, dass es zu einer Scheidung kommen könnte. Er hält sich aber in erster Linie zurück und sorgt sich auch um eigene Probleme. So hält er sich für den schlechtesten Sportler der 8. Klassen an der Schule und kämpft mit seinem Selbstbewusstsein. Von seinem Vater ist er beeindruckt, als dieser ihm bei einem Ausflug nach Pennsylvania so viel über die Schlacht von Gettysburg zu erzählen weiß. Chris ist guter Dinge und fühlt sich wohl. Von den weiteren Entwicklungen und Sorgen bekommt er höchstens nebenbei etwas mit, weil Jessica ihn gut abschirmt.

Der Wechsel auf eine neue Schule, weil Nicholas nun Senator ist, tut ihm ziemlich gut. Der Bekanntheitsgrad sorgt dafür, dass er zahlreiche Freundschaftsanfragen auf Facebook hat und er genießt es, so gefragt zu sein. Von all den Familienproblemen bekommt er auch weiterhin nicht so viel mit. Er ist nur immer wieder erleichtert, wenn sein Vater nach einem Verschwinden wieder auftaucht. Er findet es spannend, dass sein Vater als Spion arbeitet, ohne die Details zu kennen. Er lässt sich versprechen, dass Nicholas nie wieder einfach verschwindet. Als dann aber die Trennung unvermeidlich ist, leider Chris sehr darunter, wirkt lust- und antriebslos und isst nicht mehr so gut.

Da Chris nie eine richtige Bindung zu seinem leiblichen Vater aufbauen konnte, kommt er mit den Ereignissen von Langley ganz gut zurecht. Er sorgt sich in erster Linie um das Wohl seiner Mutter und Schwester und versucht selbst zu helfen, ohne Sorgen zu bereiten. Nachdem Dana aus der Klinik zurück kommt, geht er vorsichtig mit ihr um und versucht auch Jessica dabei zu helfen, Dana zu nichts zu zwingen, sondern sie in Ruhe zu lassen. Er macht Vieles mit sich selbst aus und hadert nicht lange mit den Dingen, sondern akzeptiert sie und macht das Beste daraus. Als Dana bekannt gibt, dass sie auszieht, verabschiedet er sich brüderlich und wünscht ihr alles Gute.

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Emil Groth – myFanbase