Bewertung: 4

Review: #3.09 Verrat

Bei aller Qualität, die "Grey’s Anatomy" hat, würde ich eine Episode nie als schlecht bezeichnen, doch es ist gleichzeitig schwer, eine Folge positiv zu bewerten, in der die Hauptcharaktere so viel Mist bauen.

Cristina und Burke – Geteiltes Leid ist doppelter Ärger

Burke. Burke? Burke! Es ist nicht einfach zu beschreiben, wie sehr mich sein Verhalten in dieser Episode enttäuscht und nervt. Wenn ich ihm eine Torte ins Gesicht schmeißen dürfte, dann wäre es garantiert eine mit dicken Hasselnüssen und möglichst spitzen Schokostückchen.

Man kann verstehen, dass Burke eine schwere Zeit durchmacht, doch wie er Cristina behandelt und ganz nebenbei noch das Leben seiner Patienten aufs Spiel setzt, ist nur noch schwer zu entschuldigen. Immerhin riskiert Cristina alles – ihre Karriere, ihre Freunde und ihr Seelenheil – um Burke zu schützen, und zum Dank macht er ihr Vorwürfe, gibt ihr die Schuld an seinen Problemen und stößt sie schließlich weg. Lieber riskiert er das Leben seiner Patienten, als Cristina Dankbarkeit und Vertrauen zu zeigen. Irgendwie ist Burke der Skorpion und Cristina der Frosch:

Ein Skorpion steht vor einem Fluss und möchte den Fluss überqueren. Da entdeckt er einen Frosch und wünscht sich von ihm, er möge ihn doch auf seinem Rücken über das Wasser tragen. Der Frosch aber verneint: "Du wirst mich sicher stechen! Und ich werde sterben!". Der Skorpion lacht: "Warum soll ich das tun? Ich hänge ja auch an meinem Leben. Ich würde wie du untergehen und sterben!". Der Frosch denkt kurz nach und schon nimmt er den Skorpion auf seinem Rücken mit. In der Mitte des Flusses sticht der Skorpion den Frosch! Der Frosch ist entsetzt! "Warum hast du das getan? Wir werden jetzt beide sterben müssen!" Der Skorpion erwidert: "Tut mir leid, ich bin ein Skorpion. Und Skorpione stechen nun mal Frösche!"

Skorpion Burke nimmt Frosch Cristinas Hilfe in Anspruch, um sie dann zu stechen und ertrinken zu lassen. Er zwingt sie mit seinem Verhalten, zu Webber zu gehen. Man kann es natürlich auch anders sehen, aber ich sehe es so und mir gefällt nicht, was ich da sehe.

Izzie und George – Worte können wehtun

Auch hier besteht kein Zweifel daran, dass George viel durchmachen muss, aber auch er legt ein Verhalten an den Tag, dass ihn nicht eben sympathisch macht. Er verletzt Izzie erst durch seine Heimlichtuerei und dann mit seinen Worten über Denny. Man sagt ja oft, dass sich in Krisen der wahre Wert eines Menschens zeigt und ich finde es ein bisschen schade, dass George sich in der Krise so verletzend und rücksichtslos verhält.

Meredith und Callie – Frauenboxen im Umkleideraum

Irgendwie war es ja schon witzig, wie Callie der ahnungslosen Meredith eine Tracht Prügel verpassen wollte, aber irgendwie war es eben auch dämlich. Soweit ich weiß, ist Callie eine erwachsene und erfahrene Ärztin und keine zwölfjährige Straßengöre. Muss so ein Verhalten wirklich sein?

Mark und der Rest der Welt

Ich mag Mark immer noch nicht. Ich finde ihn die meiste Zeit nur unhöflich und respektlos, statt charmant und witzig. Wozu genau wurde er in die Serie geschrieben?

Maret Hosemann - myFanbase

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