Bewertung

Review: #3.04 Man ist, was man ist

Schon einmal vorweg: Ich bin unsagbar enttäuscht, dass Meredith sich für Derek entschieden hat. Zwar würde es der Serie gut tun, wenn nicht mehr ständig nur das "kriegen sie sich endlich" im Mittelpunkt stehen würde, doch ich muss gestehen, ich fand Finn einfach netter. Und leider schien genau das sein Problem zu sein. Ihm fehlte das gewisse Etwas, das Derek zu einem interessanten Typen gemacht hat. Ich hoffe nur, Derek nimmt sich Addisons Worte zu Herzen und bricht Merediths Herz nicht noch einmal.

Das Gespräch zwischen Meredith und Addison war fantastisch. Einmal mehr wurde gezeigt, dass beide Frauen darunter leiden, dass ein Mann ihnen so wehgetan hat, und dafür könnte man McDreamy wieder hassen. Wie kann er nur das Leben dieser zwei Frauen so auf den Kopf stellen?!? Das hat keine von beiden verdient.

Umso schöner finde ich, dass Mark Sloan aka McSteamy nun endgültig New York den Rücken zukehrt, um das Seattle Grace ein wenig aufzumischen. Ich finde toll, dass wir endlich mal einen Charakter haben, der nicht mit einem treudoofen Hundeblick durch die Gegend tapst. Ich mag Männer mit Arschloch-Attitüde. Jedenfalls in TV-Serien, da dies ungemein interessante Begegnungen ergeben wird. Es hat ja bereits mit Callie angefangen.

Am meisten hat mich jedoch Dennys Nachricht auf dem AB seiner Eltern bewegt. Es wurde klar, dass Izzie für ihn nicht eine billige Eroberung war, er schien sie wirklich geliebt zu haben. Dass Izzie das Geld irgendwie über den Tod hinweghelfen kann, glaube ich kaum. Aber vielleicht kann sie ihrem Leben damit wieder einen neuen Impuls geben.

Dann komme ich noch zum medizinischen Thema der Woche: Meredith und das Morphin. Wirklich interessant, wie sie auf das Schmerzmittel reagiert hat. Unvergesslich bleibt ihr "Alle meine Freude sind da" als Derek, Finn und George neben ihrem Bett standen. Wie irritiert und peinlich berührt plötzlich alle waren. Ich hab mich gekugelt vor Lachen. Dass Meredith schwanger sein könnte, wie Cristina zunächst dachte, kam für mich keine Sekunde lang in Frage. Umso schöner fand ich dann die Erklärung – sie war so simpel, dass man es gar nicht erwartet hätte. Eine einfache Blinddarmentzündung, kein größeres Drama! Schön fand ich dann, dass man hier den Bezug auf die allererste Folge hergestellt hat und George seine Angst vor einer Appendektomie überwinden konnte. Ich denke, das er den Titel 007 nun ein für alle mal ablegen kann.

Und dann komme ich auch schon zum Ende. Während Callie sich mit Mark amüsiert, verabschieden wir uns von dem liebevollen Finn Dandrige und hoffen, dass Meredith ihre Entscheidung nicht bitter bereuen wird. Das nächste Drama steht ja eigentlich schon in den Startlöchern, denn nach dem Gespräch mit Finn hatte Derek sich ja entschlossen, Meredith gehen zu lassen. Wie wird er jetzt wohl reagieren?

Melanie Brandt – myFanbase

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