Bewertung: 4

Review: #5.05 Therapie Zwecklos

Foto: Blake Lively, Gossip Girl - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Blake Lively, Gossip Girl
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Was für eine schwache Folge! Nachdem meine Ansprüche nach letzter Woche doch sehr hoch gesteckt waren, war der Fall jetzt besonders tief. Langeweile war eindeutig das dominierende Motiv und daran konnten auch die letzten, etwas spannungsvolleren Minuten nicht mehr viel ändern.

"I really thought the days with everyone turning their backs on me were over." - "Well, at least this time it's because they hate you and not because they don't know you exist."

Eine viel versprechende Anfangsszene zwischen Chuck und Dan machte so richtig Lust auf die Folge, doch dann wurde man bitter enttäuscht. Die Szenen zwischen Dan und seiner Produzentin waren absolut uninteressant. Auch der Streit um die Filmrechte wirkte überkonstruiert und konnte absolut nicht fesseln. Besonders Serenas Arroganz und ihre Ignoranz Blair gegenüber haben mich dabei gestört, da sie einfach überhaupt nicht in die Rolle des fleißigen Arbeitstieres, das alles für ihren Job tut, passt. Insgesamt hat die ganze Handlung rund um Dans Buch im Gegensatz zur letzten Woche einfach überhaupt nicht überzeugen können. Statt etwas mehr über den Inhalt und die Darstellung der einzelnen Figuren zu erfahren oder zumindest die Konflikte zwischen Dan und seinen Freunden zu thematisieren, werden wir nur mit Interviews und kleinen Sequenzen zwischen ihm und seiner Produzentin gelangweilt. Letzten Endes gibt Dan auf jeden Fall Serena zuliebe die Filmrechte ihrer Chefin und die beiden erwartet eine gemeinsame Zusammenarbeit.
Das bringt uns gleich schon zum nächsten Thema:

"I know this may sound crazy or selfish or like I'm living in the past. But your were the love of my life, Dan. I don't know, I guess, I just thought that I was yours, too."

Was soll man dazu noch sagen? Genau wie Dan hätte ich an seiner Stelle wahrscheinlich auch keine gute Antwort parat gehabt. Natürlich kann ich Serena verstehen, denn ich war in der ersten Staffel auch ein Fan von den beiden und fand auch, dass es durchaus so wirkte, als wäre Serena für Dan etwas Besonderes gewesen. Doch das bestreitet er ja überhaupt nicht, er hat eben bloß nicht das ganze Buch nur rund um sie aufgebaut. Aber obwohl ich in letzter Zeit wirklich kein Fan von Serena war und ich sie durchaus für egoistisch halte, kann ich ihre Niedergeschlagenheit doch nachvollziehen. Erinnert sich noch jemand an die Geschichte, die Dan damals in der ersten Staffel über Serena geschrieben hat? Damals hat er doch erklärt, dass er sie und die ganze Upper East Side schon lange beobachtet und sich dort hingewünscht hatte. Und jetzt tut er so, als sei ihre Rolle in der ganzen Geschichte eher unbedeutend gewesen. Trotzdem sind die beiden meiner Meinung nach im Moment einfach nicht in der Situation, in der sie wieder zusammen kommen sollten. Wahrscheinlich wird das früher oder später passieren, doch das kam jetzt einfach zu plötzlich. Einer der Gründe, warum sich so viele Fans trotz anfänglicher Abneigung mit dem Pairing Blair/Dan angefreundet haben, war die lange Vorgeschichte und das langsame Herantasten daran. In dieser Folge wurde einem die Möglichkeit einer Wiedervereinigung von Dan und Serena eher ins Hirn gehämmert. Es bleibt abzuwarten, wie das Ganze weitergeht, denn so wie sich Dan in der letzten Zeit verhalten hat, scheinen seine Gedanken ganz und gar nicht bei Serena zu sein. Auch seine Reaktion auf ihr Geständnis war alles andere als liebevoll und wie Serena so schön zu Blair sagte: "You were the star of Dan's book". Ich kann mich nur wiederholen, aber hier war ich einmal mehr enttäuscht, dass wir so wenig von dem Inhalt mitbekommen haben, denn mich würde einfach brennend interessieren, was genau Dan so über Blair geschrieben hat.

"It's an unfortunate story. My laid husband Bart had his investigator research our whole family. It was awful."

Endlich kommt diese Storyline mal in Schwung! Während ich die ganze Folge über von Ivy genervter war denn je, war das Ende sehr vielversprechend. Ivy besorgt Diana die Akten aus Lilys Safe und diese verbrennt ein Foto aus der Akte von Bart Bass. Ich muss zugeben, diese Verbindung habe ich wirklich nicht kommen sehen. Was sie wohl mit ihm zu tun hatte? Vielleicht bekommen wir Chucks Mutter in nächster Zeit mal wieder zu sehen? Ihr Deal mit der bösen Beatrice könnte möglicherweise auch noch eine Rolle spielen. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt. Wirklich überrascht hat es mich hingegen nicht, dass Ivy die Akten doch mitgenommen hat, Nate hat ihr ja auch blind vertraut, diese in den Safe zurück zu legen. Ernsthaft, Nate? Erst will er mit der intriganten Ivy mithalten und dann macht er doch einen Rückzieher und vertraut ihr auch noch ganz ohne Zweifel. Natürlich denkt er, dass sie zur Familie von Serena gehört, doch dass das kein Garant für Vertrauen ist, müsste ihm klar sein. Andererseits reden wir von Nate und der neigt ja grundsätzlich eher zur Vertrauensseligkeit. Ansonsten blieb er, wie schon erwähnt, eher im Hintergrund, ein paar Anzeichen für eine zukünftige Liebschaft zwischen ihm und Ivy gab es allerdings schon. Ist irgendjemand überrascht? Ich jedenfalls nicht, aber ein Zickenkrieg zwischen Ivy und Diana könnte durchaus amüsant werden.

Chuck: "Everything you said to me was true. I don't need another notch on my belt. I need help."

Endlich sieht Chuck ein, dass sein Leben ein einziger Scherbenhaufen ist und er dringend Hilfe benötigt. So amüsant es auch anfangs zu sehen war, wie er Nate um Hilfe gebeten hat, die Psychologin ins Bett zu kriegen, so traurig wurde die Geschichte am Ende. Übrigens wirklich mal wieder schön, so etwas wie Freundschafts-Szenen zwischen den beiden zu sehen, das hatten wir wirklich lange nicht mehr. Dabei hat mir besonders gut das Gespräch gefallen, in dem sich die beiden wünschten, sie könnten für einen Tag Charakter tauschen, um ihre jeweiligen Ziele zu erreichen. Das würde ich wirklich gerne mal sehen! Es tut mir übrigens Leid, dass Nate auch in diesen Reviews keine eigene Überschrift erhält, doch so wie er in Dans Buch nur einen halben Charakter darstellt, spielt er auch in den momentanen Geschehnissen eher die Rolle eines Nebendarstellers als eines Protagonisten. Chuck hingegen ist mal wieder in Höchstform. Bei seinen Versuchen der Psychologin gegenüber musste ich wirklich lachen und umso gespannter bin ich natürlich auf die Fortsetzung dieser Geschichte. Wird Chuck sich ihr tatsächlich öffnen? Wir könnten dabei auch Interessantes erfahren, das wir bisher noch nicht wussten. Hoffentlich versaut uns Louis alles nicht allzu schnell.

"It is you who is mistaken. Throwing away your loyal family for a fiance you shoudn't trust."

Während die Storyline rund um Blair und die königlichen Konflikte in dieser Folge anfangs wirklich nur zum Gähnen war, kam das Ganze gegen Ende ein wenig in Schwung. Trotzdem konnte das den Eindruck nicht wirklich wieder gut machen. Langsam ist dieses Thema wirklich ausgelutscht - Louis' Familie kann Blair nicht ausstehen und ist der Meinung, sie wäre keine würdige Prinzessin. Louis selber verteidigt Blair immer und immer wieder und zerstreitet sich daraufhin mit seiner Familie. Kennen wir schon? Natürlich. Doch erstens hat mir Louis in dieser Folge in seiner Rolle als Blairs Verteidiger viel besser gefallen und zweitens nahm das Ganze am Ende endlich mal eine unerwartete Wendung. Louis scheint nämlich gar nicht der vertrauensselige Held zu sein, für den wir ihn gehalten haben, sondern lässt stattdessen für viel Geld Chuck durch die Psychologin (zu der er zufälligerweise Kontakt hat) ausspionieren. Auch wenn man Louis' Charakter meiner Meinung nach sowieso schon ruiniert hat und er eindeutig aufs Abstellgleis gehört, kann es wenigstens noch interessant werden, jetzt wo er den Umschlag mit dem Vaterschaftstest hat und weiß, was wir immer noch nicht wissen: Wer der Vater von Blairs Kind ist. Blair selbst ahnt von all dem nichts und wähnt sich und ihre Verlobung in Sicherheit. Man kann eigentlich nur Mitleid mit ihr haben, denn sie spielt ihre Rolle als liebenswerte Schwangere, die Angst vor dem Muttersein hat, so überzeugend, dass man ihr nur das Beste wünschen kann. Sehr gut gefallen hat mir dabei auch die Szene zwischen ihr und ihrer Mutter, in der sie ihr Mut machte und ihr versicherte, sie würde sicher eine gute Mutter werden. Insgesamt waren die Szenen, in denen Eleanor oder Cyrus zu sehen waren, natürlich wie immer Gold wert, doch leider sehr rar gesät. Doch vielleicht sehen wir davon ja in Zukunft wieder mehr. Obwohl ich immer noch nicht wirklich überzeugt davon bin, dass dieses Kind tatsächlich eines Tages das Licht der Welt erblickt, hat diese Szene zumindest etwas Lust darauf gemacht zu sehen, wie Blair sich wirklich als Mutter schlagen würde. Und vor allem natürlich, wer sie als Mann an ihrer Seite unterstützen wird. Doch nach dieser Folge ist eigentlich wieder klar, dass das nur Chuck sein kann, denn Dan wird ja anscheinend wieder Richtung Serena gedrängt und über Louis braucht man an dieser Stelle wirklich nicht weiter zu reden.

Side Note

Ach und Rufus hat seinem Sohn mittlerweile auch wieder verziehen. Na, das ist doch schön. Mir gefiel überhaupt nicht, wie diese Storyline abgehandelt wurde und ich kann nur hoffen, dass wir dahingehend noch etwas sehen werden. Wenigstens ein klärendes Gespräch oder Ähnliches sollte wirklich drin sein. Denn so haben wir nur einen schmollenden Rufus gesehen, der die Anrufe seines Sohnes ignoriert und dann am Ende doch einsieht, dass er ihn immer lieben wird, egal, was passiert.

Fazit

Eine wirklich langweilige Folge, die es nicht geschafft hat, die Geschichten aus der letzten Woche interessant weiter zu führen. Einzig die Schlusssequenzen boten Raum für Spannung und lassen zumindest darauf hoffen, dass wir in den nächsten Folgen interessante Twists sehen werden und vielleicht auch Einiges erfahren, das wir noch nicht wussten. Dabei freue ich mich besonders auf einen Chuck in Therapie und die Beziehung zwischen Diana und Bart Bass, denn eine Verbindung in dieser Hinsicht hat man tatsächlich nicht kommen sehen.

Klara G. - myFanbase

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