Bewertung: 3

Review: #2.24 Wie alles anfing

Wirklich? Ich kann es noch gar nicht fassen, dass die wohl furchtbarsten vierzig Minuten meines Lebens aus der Hand von Josh Schwartz und Stephanie Savage kommen... You'll be the death of me!

And for the last time I am gonna ask you to leave my home and never come back.

Keine Sorge, wenn so manche eine der vielen Folgen der "himmlischen Familie" vor sich sehen, auch wenn es sich so anhört. Ich finde es ja an sich ganz nett, dass man 2009 versucht hat, Lily und ihre Mutter wieder näherkommen zu lassen, aber die Wandlung von "sich nicht ausstehen" zu "Gilmore Girls 2.0" ging mir doch sehr schnell, ganz zu schweigen davon, dass CeCe insgesamt nur hin und wieder einmal aufgetaucht ist, aber doch zu wenig Interaktion betrieben wurde, um dies nun wirklich glaubhaft rüber zu bringen.

My mother didn't think that I was old enough to make my own decisions. So I decided to stay in jail.

Auch hier haben wir einen guten Ansatz, doch die Sache wurde mal wieder zu eilig angegangen. Immerhin hat sich Serena in der letzten Woche noch als dummes Naivchen präsentiert, während sie nun ganz plötzlich beginnt, Verantwortung zu übernehmen. Was für eine Wandlung... Das war es dann eigentlich auch schon wieder, was Serena so zu tun hatte. Sie und Dan scheinen sich wieder anzunähern, wie ich es bereits Folgen früher vorhergesehen hatte. Es bleibt also... na ja, spannend auf jeden Fall nicht, aber ich hoffe, dass wir die Kröte und Poppy noch einmal zu Gesicht bekommen, weil mir beide doch zu schnell wieder verschwunden sind und die Festnahme der wirklichen Übeltäter (Gruß an Lily) in der kommenden Folge ja nicht ganz unpassend wäre, wenn ihr versteht was ich meine...

OMG, this is my moment. My own prom.

Auch während des Abschlussballs saß ich mehr oder weniger gelangweilt vor dem Bildschirm. Hauptsächlich ging mir aber der Gedanke durch den Kopf, wie ein solches Event so langweilig sein kann, obwohl doch der Autor dieser Episode, derjenige war, der einst Schöpfer und Hauptverantwortlicher von "O.C., California" gewesen ist und der Prom damals ganz und gar nicht ermüdend war... Dass Chuck derjenige war, der so seine Kontakte spielen lassen hat, um Blair den perfekten Abend zu machen, hat mich dabei ehrlich gesagt recht kalt gelassen. Genauso auch die absehbare Trennung von Nate und Blair, die mir wiederum auch zu plötzlich kam, um es Blair wirklich abzunehmen, zumal es in der kommenden Woche wohl sowieso auf Blair und Chuck hinauslaufen wird. What a surprise!

Lily, it's over. Let's go home.

Ich gebe es zu: Ich habe mir natürlich so meine Gedanken über diese Episode gemacht. Es waren zumeist positive Gedanken, Gedanken über die Hoffnung, dass ich, der Zuschauer, für kurzweilige vierzig Minuten nach langem wieder gebannt vor dem Bildschirm sitzen werde und mir nicht bloß insgeheim wünsche, diese vierzig Minuten meines Lebens an etwas durch und durch Sinnvolleres "vergeudet" zu haben.

Begonnen hat der 80er-Jahre-Teil ja eigentlich ganz nett, doch sobald eine Brittany Snow als Lilys junges Ich durch das Bild stolziert, ist das meiste so schnell wieder verflogen, wie auch die letzten drei Physik-Formeln nach wenigen Sekunden.

Ich könnte es durchaus noch verzeihen, wenn Snow zumindest Schauspielambitionen besäße, doch da diese Frau dies ganz und gar nicht tut (obwohl sie doch schon drei Mal für den Teen Choice Award nominiert war!), hat es mich noch ein Stückchen negativer gestimmt. Von Cynthia Watros hatte ich mir ohnehin viel mehr erwartet, doch da ihr Charakter geradezu überzeichnet war und noch unsympathischer als old CeCe dazu, war das schon mal definitiv nicht der Beginn einer Freundschaft fürs Leben. Andrew McCarthy selbst hat man dann auch nur am Anfang gesehen und Ryan Hansen hat mich eigentlich noch mehr genervt, als einst in "Veronica Mars". Die einzigen Schauspieler, deren Figuren mir auch auf Anhieb recht sympathisch waren, wären definitiv Krysten Ritter als Lilys allein lebende Schwester und Chuck 2.0, dargestellt von Shiloh Fernandez. Definitiv keine guten Voraussetzungen...

Los Angeles, a long time ago...

Die eigentliche Storyline um Lilys Vergangenheit, die teilweise Parallelen zur gegenwärtigen Zeit aufweist, hat uns dann nicht groß weitergebracht. Lily, ganz das wilde Mäuschen, emanzipiert sich, schließt sich Carol an, geht also doch nicht mehr auf die Schule zurück, Mutter ist sauer und Vater schert es einen Dreck. Und? Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was es für einen Sinn hat, eine Episode zu schreiben, die sich hauptsächlich nur um einen bestimmten Charakter dreht, obwohl dann aber eigentlich gar nichts Großartiges passiert. Wenn das Spin-Off (das ja anscheinend gar nicht mehr produziert werden wird; wenn ihr mich fragt, kein Wunder *hust*) dann auch aus belanglosen, zusammenhangslosen Stückchen bestehen und Brittany Snow über die Sommerpause nicht wahnsinnig gut wird, wäre das für mich eigentlich schon wieder gegessen und verdaut. Ich weiß ja nicht, was die Autoren da geritten hat (oder mich beim Schreiben des Kommenden), aber da wäre mir wohl eine eigene Serie für Jenny noch weitaus lieber gewesen. Wer wäre denn nicht für eine Serie mit Hauptdarstellerin als Haar-Trend-Setterin?

Schnipsel

- Aha. Rufus und Lily haben sich so nebenbei wieder versöhnt, doch noch können sie nicht so tun, als wäre gar nichts zwischen ihnen vorgefallen. Diese Plot-Line ist schon äußerst langweilig, mich freut es aber, dass die Autoren konsequent Schritt nach Schritt vorgehen, anstatt die beiden von der einen Folge zur anderen wieder turteln zu lassen...

- Was ich ja zugegeben äußerst lächerlich fand, war die Storyline mit Blairs Clique, die unbedingt nicht wollen, dass Blair Ballkönigin wird... Und was hat es uns am Ende gebracht? Eine ziemlich enttäuschte Penelope, ja, aber das hätte man auch einfach rausschneiden können, weil wir a.) bereits wissen, dass Penelope, Hazel, Nelly und Isabel schon lange nicht mehr hinter Blair hinterdackeln (also keine unbedingt neue Erkenntnis) und b.) Blair so oder so doch Abschlussballkönigin geworden wäre und es dessen keine große Hirnleistung braucht...

Fazit

Da ich vermutete, die letzte Episode bereits viel zu gut bewertet zu haben, gibt es nur drei Punkte. Und völlig zurecht verdient. Finale, Finale, mach es bitte besser!

Niko Nikolussi - myFanbase

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