Review: #2.21 Schlechtes Chili und Freunde ohne Kleidung

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Mit dieser Episode hat man den ersten Teil des Staffelfinales von "Georgie & Mandy" eingeläutet und ich muss sagen, dass man hier schon erste Weichen für die kommende Staffel stellt, besonders wenn man die Beziehung zwischen Audrey McAllister und Connor McAllister beobachtet, die demnächst neue Ausrichtungen bekommen könnte.
"I heard you saw Chloe." - "I saw a lot of Chloe." - "Chloe and I are just friends, and sometimes she spends the night but we're not putting a label on it."
Die Mutter-Sohn-Beziehung zwischen Audrey und Connor war immer schon speziell und irgendwie auch zum Leidwesen von Jim McAllister. Man könnte sie auch mit der zwischen Mary Cooper und Sheldon Cooper vergleichen. Wobei man hier sagen muss, dass Connor doch etwas gereifter scheint und etwas sozialer ist. Das ändert jedoch nichts daran, dass er immer noch Audreys Sohn ist, auf den sie ganz besonders achtet und den sie vor allem beschützen will, was ihn verletzen könnte. Es ist die Seite an Audrey, die ich ebenfalls mag. Es ist aber auch die Seite, die die Beziehung zu ihrem Sohn in dieser Episode ganz besonders belastet, und eines kann ich schon mal voraussagen: Audrey ist nicht so cool, wenn sie versucht, cool zu sein. Ein bisschen konnte ich sie durchaus verstehen, da Connor durch die Trennung von Chloe Costa unglaublich verletzt, wenn nicht sogar ein bisschen gebrochen wurde und dachte, er würde nie wieder ein Mädchen finden, das ihn mag, und dann steht die Dame plötzlich wieder auf der Matte. Könnt ihr euch noch daran erinnern, als es mit Connor und Chloe anfing? Ersterer hatte große Bedenken, seine Mutter könnte Chloe in seinem Bett erwischen und wie heißt es immer so schön? Richtig: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Für Audrey war dieser Moment sicherlich ein Worst-Case-Szenario – entsprechend reagiert hat sie nämlich auch diesmal. Und wie gesagt, ich kann es durchaus nachvollziehen. Connor hat aber auch schon Chloe gegenüber klar gemacht, keine Beziehung mehr zu wollen, was sicherlich auch mit seiner Aussage zu tun hat, dass er durch seinen gespielten Song im Radio mehr Mädchen bekommen kann. Man darf aber auch nicht vergessen, dass Chloe seine erste wirkliche Liebe gewesen ist und die erste Liebe vergisst man nicht. Ich hatte allerdings auch den Eindruck, Connor ist viel gefestigter darin, was er möchte und was nicht. Und er möchte seine Privatsphäre und zack – da haben wir den Streit zwischen ihm und Audrey.
Es ist ja nicht neu, dass Audrey gelegentlich mal laut wird oder zu Übertreibungen neigt, die nur allzu oft witzig sind. Doch diesmal hat man ihr deutlich angemerkt, dass ihr Schreien mit der Sorge um Connor einhergeht und dass sie ihn (vielleicht) nicht grundlos anders behandelt als Mandy McAllister. Dazu kommt noch, dass sie alleine dabei ist und keinerlei Unterstützung von Mandy oder Jim bekommt. Mandy hat ohnehin ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter und bei Jim hat man schon öfter feststellen können, dass er der Meinung ist, Connor müsse endlich selbstständiger werden und dass seine Frau zu Übertreibungen neigt. Wenn man das für sich alleine stehen lässt, dann muss ich sagen, tat mir Audrey in dieser Episode leid, da ich mir sicher bin, Connors Trip endet anders, als von ihm erhofft, und so, wie Audrey es befürchtet hat. Trotzdem halte ich diesen Konflikt für wichtig, was die Charakterentwicklung der beiden angeht und wie das somit eben die Weichen für die dritte Staffel gestellt hat. Denn egal, wie Connors Trip ausgehen mag, wird es die Beziehung zu Audrey verändern und ich bin gespannt darauf, wie Mutter und Sohn damit umgehen werden.
"You know, there was a time I thought McAllister Auto was gonna be a family business. You taking over someday."
Ich fand diese Episode besonders deshalb so interessant, weil sich die Beziehung der Eltern zu ihren Kindern verändert hat und zwar in Richtungen, die weder Audrey noch Jim erwartet haben dürften und die ein gewisses, wenn auch seltsam wirkendes Gleichgewicht hineingebracht haben. Wir wissen zwar, dass Jim immer die bessere Beziehung zu seiner Tochter als zu seinem Sohn hatte, auch wenn sie in der Vergangenheit etwas belastet war. Aber gerade die Zusammenarbeit von Jim und Mandy im Reifenladen hat viele Fragen beantwortet. Fragen, die man sich vielleicht nicht einmal bewusst gestellt hat. Bereits in "Young Sheldon" und mit Mandys Schwangerschaft war deutlich zu erkennen, dass Jim völlig anders gehandelt hätte, als seine Frau, und seine Tochter vielleicht nicht aus dem Haus geworfen hätte. Man könnte sagen, dass uns nach einigen Jahren jetzt die Fortsetzung geboten worden ist, die eigentlich schon eher hätte gezeigt werden können, aber sehr passend dafür ist, das Staffelfinale und den Fortlauf der weiteren Handlung einzuläuten.
Mir gefielen die Szenen im Reifenladen, weil man auch sehr gut darauf geachtet hat, den Humor an genau der richtigen Stelle einfließen zu lassen. Mandy hat schon öfters mal im Laden ausgeholfen, auch als Jim ihn noch geführt hat, dennoch hatten die beiden nie ein solch tiefgründiges und inniges Gespräch, wie es jetzt der Fall war. Ich glaube, es kam auch nie vor, dass Jim so klar, ernst und ehrlich seine Wünsche formuliert hat. Es kam in der vergangenen Staffel vor, dass er sich mit Audrey über die Zukunft und die Kinder unterhalten hat, ernst nehmen konnte ich das jedoch nicht. Diesmal schon und mir hat die Vorstellung gefallen, dass er dachte, Mandy übernimmt irgendwann den Laden (vielleicht passiert das ja noch?). Allerdings braucht sie mehr Praxis. Der Albtraum hat gezeigt, dass Jim noch immer ein genaues Auge auf ihre Arbeit haben muss. Er ließ dabei eben auch durchblicken, sich etwas anderes für seine Tochter gewünscht zu haben, als es letztlich der Fall war. Dennoch wirkte Jim auf mich dabei nicht so traurig und niedergeschlagen, wie man es wahrscheinlich vermutet hätte. Auch wenn Mandy es ihm aus der Nase ziehen musste, so konnte man doch deutlich spüren: Er ist stolz auf seine Tochter. Ich würde mir einfach wünschen, man vertieft diese Beziehung auf genau dieser Ebene noch etwas und genug Material hat man ja nun geliefert, mit dem man arbeiten kann.
"If I don't make it out of here, tell my abuela I love her."
Den lustigen Anteil hatten hier Ruben und Georgie Cooper – auch wenn sie das in ihrer Verfassung wahrscheinlich nicht so gesehen haben. Der Verzehr von Chili hat dafür gesorgt, dass die beiden außer Gefecht gesetzt werden, und so seltsam es auch gewesen ist: Ich habe die beiden bislang nie harmonischer erlebt. Also müsste man eigentlich Georgies Familie dankbar sein, die ihn nicht gut gepflegt hat. Sie haben ihn nämlich gar nicht gepflegt, weil sie viel zu sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt sind und waren. Obwohl die Serie Mitte der 90er spielt, hatte ich kurzzeitig den Eindruck, man hält uns einen kleinen Spiegel der heutigen Gesellschaft vor die Nase. Das aber nur am Rande. Aber wie schon gesagt, es war gut für Ruben und Georgie und irgendwie auch für Rubens Abuela. Die könnte man tatsächlich als Nugatpraline bezeichnen. Von Außen hart und von Innen weich. Immerhin hat man sie bei ihren bisherigen Auftritten eher als jemanden erlebt, der streng ist und sich seine Meinung über Georgie bereits gebildet hat, und wie wir ja wissen, ist diese nicht positiv gewesen. Gerade deshalb fand ich es so schön, die softe und fürsorgliche Seite von ihr zu erleben. Zu gerne hätte ich ja ihre Reaktion erlebt, nachdem Georgie Ruben um den Gefallen gebeten hat, ihn bei sich aufzunehmen. Ich hoffe, die Macher werden in der kommenden Staffel noch weiter solche Szenen zu Papier bringen. Es wirkte nämlich wie eine echte Bromance und das könnten die beiden gut gebrauchen – nicht nur, weil sie zusammenarbeiten.
Fazit
Man merkt eindeutig, dass sich die Staffel in den letzten Zügen befindet, dass die Verlängerung bereits genehmigt ist und dass man schon die Weichen für den weiteren Handlungsverlauf gestellt hat. Also auf geht's! Machen wir uns für das Staffelfinale bereit!
Daniela S. - myFanbase
Die Serie "Georgie & Mandy" ansehen:
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Informationen zur Episode
Englischer Titel: Funky Chili and Friends Who Take Their Clothes OffErstausstrahlung (US): 21.05.2026
Erstausstrahlung (DE): kein Termin
Regie: Mark Cendrowski
Drehbuch: Rachel Intrieri & Steven Molaro
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